New York (dpa) - Die US-Investmentbank Morgan Stanley verdient wieder Milliarden - die Belebung an den Finanzmärkten treibt die Erträge.

Im dritten Quartal konnte der Gewinn um 83 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 1,7 Milliarden Dollar (1,3 Mrd. Euro) erhöht werden, wie das Institut am Freitag mitteilte. Die Erwartungen der Analysten konnten damit übertroffen werden. Die Aktie stieg vorbörslich um mehr als vier Prozent.

Im Jahresvergleich erzielte Morgan Stanley ein Ertragsplus von zwölf Prozent - die gesamten Einnahmen stiegen auf 8,9 Milliarden Dollar. Die Bank habe ein weiteres starkes Quartal geliefert, sagte Vorstandschef James Gorman: "Wir sind gut aufgestellt, um überragende Renditen für unsere Aktionäre zu liefern - vor allem jetzt, wo die US-Wirtschaft weiter anzieht."

Wie bereits die Konkurrenten Goldman Sachs und JPMorgan, die ihre Quartalszahlen früher in dieser Woche präsentiert hatten, profitierte Morgan Stanley von einem deutlich gestiegenen Handelsvolumen an den Finanzmärkten. Das lange Zeit schwächelnde Geschäft mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen nahm kräftig zu. Auch der für Morgan Stanley sehr wichtige Handel mit Aktien wuchs spürbar.

Den Investmentbanken kommen erhöhte Unsicherheiten an den Finanzmärkten zugute. Weil sich die Konjunktur beispielsweise in den USA und der Eurozone verschieden entwickelt, nehmen Spekulationen auf auseinanderdriftende Leitzinsen zu. Das lässt viele Anleger ihre Mittel umschichten und führt zu Kursschwankungen. Daran verdienen die Banken.

In der Vermögensverwaltung erzielte Morgan Stanley ein Ertragsplus von 22 Prozent zum Vorjahr. Auch das klassische Geschäftsfeld Investmentbanking - dazu zählt Beratung und Begleitung von Unternehmen bei Börsengängen und Anleiheplatzierungen - konnte das Wall-Street-Institut deutlich steigern.© dpa