Singapur (dpa) - Am Rohölmarkt kehrt keine Ruhe ein. Am Mittwoch fielen die Preise für Erdöl abermals, nachdem sich zum Wochenstart noch eine Stabilisierung angedeutet hatte.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur März-Lieferung kostete am Morgen 28,07 US-Dollar und damit 69 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI zur Lieferung im Februar fiel um 97 Cent auf 27,49 Dollar.

Zurzeit kosten die beiden wichtigsten Rohölsorten der Welt so wenig wie seit gut zwölf Jahren nicht mehr. Experten nennen als wichtigsten Grund das viel zu hohe Angebot sowohl seitens des Ölkartells Opec als auch anderer großer Förderländer.

Am Dienstag hatte die Internationale Energieagentur IEA davor gewarnt, dass der Ölmarkt im Überangebot zu "ertrinken" drohe. Die Hoffnung vieler Experten liegt in einem bald fallenden Angebot außerhalb der Opec, so dass sich die Lage am Ölmarkt zumindest nicht weiter zuspitzt.© dpa