Athen/Chalkidike (dpa) - Griechenland wird im kommenden Jahr nach Worten von Regierungschef Antonis Samaras keine neuen Hilfen brauchen. Diese Einschätzung bekräftigte Samaras auf einer Veranstaltung seiner konservativen Partei in Nordgriechenland.

In Athen werden am kommenden Dienstag die Kontrolleure der Geldgeber-Troika aus EU, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds erwartet. Griechenland hat sich als Ziel gesetzt, sich ab Jahresende von den Kontrolleuren zu verabschieden.

Zudem könnte der Athener Schuldenstand nach "Spiegel"-Informationen deutlicher zurückgehen als bislang prognostiziert. Das Magazin beruft sich auf Troika-Kreise. Ursache für die guten Aussichten seien die niedrigen Zinsen. Die griechische Regierung müsse deshalb deutlich weniger Geld für ihren Schuldendienst aufbringen als zunächst prognostiziert.

Die Kontrollen zum Stand der Spar- und Reformfortschritte sollen zehn Tage dauern. Die zweite Runde soll dann Ende Oktober stattfinden. Die Geldgeber fordern weitere Schritte zur Verschlankung des Staates sowie radikale Einschnitte im Bereich Gewerkschaften und Streikrecht. Die nächste Kredittranche umfasst 7,1 Milliarden Euro. Das Hilfspaket der EU läuft zum Jahresende aus. Bis 2016 soll Athen noch Hilfen vom IWF bekommen.© dpa