München (dpa) - Siemens-Chef Joe Kaeser hat die geplanten Stellenstreichungen und -verlagerungen in der Sparte Prozessindustrie und Antriebe verteidigt.

Die Sparte kämpfe mit zunehmendem Wettbewerb sowie einer schwachen Nachfrage und Überkapazitäten, hieß es in einer veröffentlichten Präsentation Kaesers zu einer Investorenkonferenz in London. Daher müssten die Aktivitäten an einzelnen Standorten zusammengelegt und gebündelt werden und die Größe der europäischen Fertigung optimiert werden.

Von den Maßnahmen sind insgesamt 2500 Arbeitsplätze betroffen, davon rund 2000 in Deutschland und schwerpunktmäßig in Bayern. Jeweils etwa die Hälfte der Jobs soll gestrichen beziehungsweise verlagert werden. Arbeitnehmervertreter hatten entschiedenen Widerstand gegen die Pläne angekündigt. Dabei warf die IG Metall Bayern Siemens einen "Aderlass" bei Industriearbeitsplätzen vor. Die bayerische Staatsregierung will unter anderem mit einer Lenkungsgruppe unter der Leitung von Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) nach Lösungen für die betroffenen Regionen suchen.© dpa