München (dpa) - Die BayernLB ist im dritten Quartal wegen der teuren Trennung von ihrer ungarischen Tochter MKB tief in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich dürfte die Landesbank einen Verlust in dreistelliger Millionenhöhe präsentieren.

Das Kerngeschäft soll sich in dem Drei-Monats-Zeitraum aber gut entwickelt haben. Die MKB war jahrelang das größte Sorgenkind der Landesbank. Im Sommer gab die Landesbank die Tochter für 55 Millionen Euro an den ungarischen Staat ab. Im Gegenzug verzichtete sie aber auf hohe Forderungen und blieb dadurch auf Belastungen in Höhe von mehr als 200 Millionen Euro sitzen. Dieser Effekt schlägt in der Quartalsbilanz durch.

Bankchef Johannes-Jörg Riegler hatte schon klargestellt, dass wegen der MKB auch im Gesamtjahr ein Verlust in den Büchern stehen wird.© dpa