Veitshöchheim (dpa/tmn) - Die Blüte der Amaryllis ist schon oder bald vorbei. Und nun? Entfernt man auch die grünen Blätter? Wirft man die Pflanze gar weg? Die Bayerische Gartenakademie erklärt, was zu tun ist mit dem weihnachtlichen Gewächs:

Die Blüte ist noch da, aber schon welk: Man sollte die Blütenblätter am besten jetzt entfernen. Denn fallen sie ab, können die roten Blätter Flecken auf dem Fensterbrett, an der Wand oder dem Vorhang hinterlassen.

Die Blüte ist vorbei: Nun wird der Blütenschaft entfernt. Tut man dies nicht, bildet die Pflanze Samen und das kostet die Zwiebel Energie. Inzwischen haben sich die grünen Blätter der Amaryllis entwickelt - oder sie kommen bald. Mit ihnen betreibt die Pflanze Photosynthese, gewinnt also Energie und lagert diese in die Zwiebel ein - als Grundlage der Blüte im nächsten Winter.

Nur noch die Blätter sind da: Nun benötigt die Pflanze mehr Wasser und Nährstoffe, erklären die Experten der Gartenakademie. Das bedeutet: Wöchentlich bekommt die Amaryllis etwas Dünger. Gut ist ein Standort an einem luftigen und sonnigen Fenster, allerdings kann die Amaryllis ab Mai auch an einem halbschattigen Platz im Garten oder auf dem Balkon stehen.

Ab etwa September: Nun wird erst nur noch sehr wenig, dann gar nicht mehr gegossen. Die Pflanze tritt in der Folge in ihre Ruhephase ein, die Blätter vergilben. Abschneiden darf der Hobbygärtner sie aber erst, wenn die braun und dürr sind. In der Ruhephase sollte die Amaryllis kühl stehen. Optimal sind Temperaturen von etwa 15 bis 17 Grad. Dabei bildet die Pflanze ihre neuen Knospen. Ist sie angetrieben, kommt die Amaryllis an einen hellen Platz im warmen Wohnraum. Zeigt sich dann der Blütenstiel, erhält sie auch wieder etwas mehr Wasser. Und sind die Blüten da, zieht der Topf am besten wieder ins Kühle um. Denn Bei 17 Grad halten sich die Blüten länger. © dpa