Am 21. Dezember 2012 wird nach einer Prophezeiung der Maya die Welt, wie wir sie kennen, untergehen. Doch wie wird die Menschheit genau enden, was wird uns zugrunde richten? Diese fünf Theorien erklären unseren Untergang - mit einem großen Augenzwinkern.

Theorie 1: Die Zombie-Apokalypse

Der 21. Dezember 2012 wird ein großer Tag für das Trash-TV: An diesem schicksalhaften Freitag werden sich die Toten aus ihren Gräbern erheben. Eine riesige Masse Zombies und Skelette wird durch die Städte der Welt schlurfen und auf alles Jagd machen, was ein Gehirn hat. Ihr Hunger nach den grauen Zellen der Lebenden wird unstillbar sein.

Zum Selbstschutz greifen die Überlebenden zu einem Trick: Jeder Monitor der Welt wird zum Fernsehgerät umfunktioniert und führt zu unglaublichen Einschaltquoten für Formate wie "Berlin Tag und Nacht" oder "X-Diaries". Denn hirnlose Unterhaltung für die Massen, hält auch eine Masse an hirnlosen Untoten auf.

Wenn Sie zu den glücklichen Überlebenden gehören und vielleicht etwas länger als 24 Stunden den Untoten-Horden entgegentreten wollen, hätten die amerikanischen "Centers für Disease Control and Prevention" (CDC) noch ein paar nützliche Tipps. Wissenschaftler haben sich hier mit der drohenden Zombie-Apokalypse auseinandergesetzt und folgende Check-Liste fürs Überleben erarbeitet:

  • Wasser (mindestens vier Liter pro Tag und Person)
  • Nahrung (haltbare Lebensmittel wie Konserven)
  • Medikamente (verschreibungspflichtige und frei verkäufliche Medizin)
  • Werkzeug (Taschenmesser, Klebeband, Taschenlampe, Radio)
  • Hygieneartikel (Bleiche, Seife, Handtücher, etc.)
  • Kleidung und Schlafzeug für jede Person
  • Wichtige Dokumente (Ausweis, Pass, Führerschein, etc.)
  • Erste-Hilfe-Koffer

Neben diesen wichtigen Utensilien müssten Sie auch Ihr Verhalten an die Untoten-Horde anpassen, um zu Überleben. Alle Infos stellt das CDC auf seinen Internet-Seiten bereit. Wir raten zu einem Ausdruck in Papierform.

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Theorie 2: Die Katzen-Verschwörung

Katzen sind weich, putzig und leicht mit einem Wollknäuel abzulenken. Doch in ihrem tiefsten Inneren planen sie seit ihrem ersten Erscheinen den Untergang der Menschheit. Und am 21. Dezember 2012 schlagen sie weltweit zu. Das Ironische an der Geschichte: Anderen Menschen außer den Maya hätte es auffallen müssen, denn es gibt seit jeher klare Anzeichen, wie Zeichner Matthew Inman auf seiner Seite "The Oatmeal" dokumentiert. Ein paar Beispiele:

  • Fängt eine Katze an, den Menschen mit den Pfoten zu "massieren", ist das kein Beweis der Zuneigung. In Wahrheit sucht der Stubentiger die inneren Organe nach Schwachstellen ab.
  • Katzen legen sich gerne auf Tastaturen. Das hat nichts mit Aufmerksamkeit zu tun, sondern soll den Menschen sozial isolieren und die Verbindung zur Außenwelt kappen.
  • Wenn sich Katzen an den unmöglichsten, dunklen Orten verstecken, tun sie das nur, um den Menschen in seinem natürlichen Lebensraum zu studieren.
  • Sprintet die Katze wie vom Blitz getroffen plötzlich aus dem Raum, ist das in Wahrheit der Rückzug nach einem fehlgeschlagenen Überraschungsangriff.

Viele weitere Beispiele hat Inman in einem kleinen Web-Comic auf seiner Seite verarbeitet. Am 21. Dezember sollten sich Katzen-Liebhaber sicherheitshalber auch gleich noch seine gesammelten Fakten über die die Mietze zu Gemüte führen, um auf Schwachstellen und Talente der Stubentiger vorbereitet zu sein.

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Theorie 3: Die Erde stülpt sich um

Besteht unser Planet wirklich aus flüssigem Gestein, oder ist er im Inneren hohl? Die Theorie der "hohlen Erde" existiert bereits seit mehr als 300 Jahren und wurde selbst von astronomischen Größen wie Edmond Halley, dem Entdecker des Halley'schen Kometen, vertreten.

Sie besagt, dass die Erde nicht den uns bekannten, flüssigen und festen Kern besitzt, sondern im Inneren völlig leer ist. Die Innenseiten dieser Hohlkugel sind wie die Erdoberfläche mit Kontinenten und Ozeanen bedeckt, im Zentrum steht ein scheinender Kristall, der Vegetation und Leben ermöglicht. An den Polen der Erdkruste gibt es Öffnung in diese innere, uns verborgene Welt.

Am 21. Dezember 2012 geschieht nun das Unfassbare. Unsere Erde wird sich wie ein Fußball mit zwei Löchern einmal umstülpen, das Innere nach außen wälzen und die Menschheit komplett einschließen. Ob wir diese Umwälzung wirklich überleben werden, darf gerne bezweifelt werden.

Die Frage ist nur, ob die Menschheit dann gesammelt auf den lichtspendenden Kristall im Erdzentrum kracht, oder sich unsere Atmosphäre im gesamten Volumen unseres Planeten verteilt und zu einer drastischen Reduzierung des Sauerstoffgehalts in der Atemluft führt. Leider können wir die Maya dazu nicht mehr befragen.

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Theorie 4: Die interstellare Autobahn

Mit der sogenannten Drake-Gleichung lässt sich die Anzahl intelligenter, außerirdischer Zivilisationen in unserer Galaxie abschätzen. Demnach könnte es in der Milchstraße je nach Modell zwischen einer und vier Millionen Zivilisationen geben. Ob diese uns immer friedlich gesinnt sind, bleibt bis zum ersten Kontakt abzuwarten.

Vor allem Hollywood hat sich immer wieder an den diversen Schreckensszenarien einer außerirdischen Invasion abgearbeitet, sei es in "Independence Day" oder "Mars Attacks". Die wohl charmanteste und witzigste Umsetzung kommt allerdings aus dem literarischen Bereich, geschrieben von Douglas Adams.

Im ersten Teil seiner Buchreihe "Per Anhalter durch die Galaxis" steht die Erde einer neuen Hyperraumroute der "Vogonen"-Rasse im Weltall im Weg. Leider hatte es die Menschheit in den letzten Jahrtausenden versäumt, gegen die offen ausliegende Baugenehmigung im Nachbar-Sternensystem Einspruch einzulegen. Und wie es bei bürokratischen Entscheidungen so üblich ist, wird kein Aufschub nach Ablauf der Frist genehmigt. Das bedeutet: Die Erde wird zerstört und das mehrere Bände andauernde Abenteuer des letzten überlebenden Menschen, Arthur Dent, beginnt.

Und wer weiß: Vielleicht besuchten die realen Vogonen vor 5.000 Jahren die Maya-Kultur und teilten ihnen mit, dass die Erde einer neuen interstellaren Autobahn im Weg steht. Leider verstanden nicht einmal die klügsten Maya etwas von galaktischen Highways noch von bürokratischen Ablauffristen. Das Ergebnis dieses Unverständnisses können wir dann selbst am 21. Dezember am eigenen Leib erfahren.

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Theorie 5: Die Schwarzen Löcher des LHC

Der "Large Hadron Collider" (LHC) des Kernforschungszentrums Cern in Genf ist die größte je von Menschenhand geschaffene Maschine. In dem rund 27 Kilometer großen Ring werden Kernteilchen bis fast an die Grenze der Lichtgeschwindigkeit beschleunigt, um dann miteinander zu kollidieren. Forscher wollen durch die Zusammenstöße neue Kernteilchen entdecken, die bislang nur in der Theorie existieren.

Da es sich bei diesen Experimenten um wissenschaftliches Neuland handelt, ist der Ausgang nicht immer sicher. So ist es nicht ausgeschlossen, dass die Versuche zur Entstehung eines winzigen Schwarzen Lochs (Micro Black Hole, MBH) führen.

Zwar gehen die Forscher davon aus, dass die benötigte Mindestenergie für ein solches MBH rund eine Billiarde Mal höher liegt, als der Energiebereich, in den der Large Hadron Collider vorstoßen kann. Somit ist die Entstehung der kleinen Schwarzen Löcher extrem unwahrscheinlich. Doch das ist anscheinend nicht genug Sicherheit, wie mehrere Klagen gegen den Teilchenbeschleuniger zeigen. 2008 wurde ein Eilantrag einer Forscher-Initiative am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gegen den LHC abgelehnt. Im Oktober 2012 scheiterte eine in Genf lebende Deutsche mit mehreren Anträgen in Münster, Köln und vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe gegen den Apparat.

Hätte die Menschheit doch nur auf die Skeptiker gehört. Denn bereits mit dem offiziellen Start des LHC am 10. September 2008 wurde das erste Micro-Black-Hole geschaffen. Aufgrund der Erddrehung und der zahlreichen weiteren Zusammenstöße wurde eine ganze Perlenkette an Schwarzen Löchern um den gesamten Planeten gelegt.

Und es hätte den Forschern durchaus auffallen können: Da Raum und Zeit in der Umgebung eines Schwarzen Lochs gekrümmt werden, vergeht die Zeit im Umfeld einer solchen Anomalie langsamer als in Relation zur Umgebung. Jeder Büroangestellte, der den Feierabend herbeisehnt, kennt diesen Effekt.

Und am 21. Dezember wird genau das passieren. Die Gravitation der tausenden Micro-Anomalien wird die Menschen in ihren Büros festhalten. Der Tag wird überall auf der Welt ins Unendliche gedehnt, bis der Planet aufgrund der Anziehungskraft in sich selbst zusammenfällt.

Einen Vorteil hat die ganze Weltzerstörung trotzdem: Wer jetzt noch keine Weihnachtsgeschenke hat, muss sich auch nicht mehr durch überfüllte Innenstädte quälen.