Kourou (dpa) - Mit dem fünften Start einer Ariane-5-Rakete in diesem Jahr sind zwei neue Telekommunikationssatelliten ins All gebracht worden. Die Trägerrakete hob am Donnerstagabend vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana problemlos ab.

Die Rakete setzte nach Angaben von Arianespace seine zusammen rund 9300 Kilogramm schwere Last etwa eine halbe Stunde nach dem Start in den jeweiligen Umlaufbahnen aus.

Mit dem Flug VA220 wurde Intelsat 30 ins All transportiert, der auch als erstes seine Position erreichte. Der Satellit soll das Unterhaltungsprogramm für Lateinamerika erweitern und sichern.

Daneben hatte die Ariane-Rakete den Satelliten ARSAT-1 an Bord. Es ist der erste in Argentinien gebaute geostationäre Satellit. Er soll unter anderem Daten für Telekommunikation, Telefone und Fernsehen in Argentinien, Chile, Uruguay und Paraguay übertragen.

Für den aktuellen Start hatte Arianespace ein Zeitfenster von 51 Minuten zur Verfügung. Neben der rund 50 Meter hohen Ariane für schwere Lasten starten von Kourou im französischen Teil Südamerikas aus auch regelmäßig russische Sojus-Raketen, bisher vier in diesem Jahr. Seit 1979 sind 220 Flüge mit Raketen aus der Ariane-Familie erfolgt.© dpa