Der Fotograf Arkadiusz Podniesinski hat erstaunliche Aufnahmen im Umkreis von 20 Kilometern um das Atomkraftwerk von Fukushima gemacht.

Schon kurz nach der Nuklearkatastrophe zeigten Kühe in der Umgebung um die Sperrzone seltsame weiße Flecken. Der Bauer Masami Yoshizawa protestiert deswegen immer wieder vor dem japanischen Parlament. Dieses hat ihm bisher trotzdem keine finanziellen Mittel zur tiefergehenden Untersuchung der Tiere bewilligt.
Rund 360 Tiere sind nach dem Unglück zu Masami Yoshizawas zurückgekehrt. Die Risse im Boden sind Spuren des schweren Bebens vor vier Jahren.
Die Menschen, die aus dem Unglücksgebiet geflohen sind, haben alles zurückgelassen.
Jetzt nimmt die wild wuchernde Natur alles in Besitz.
Auch die Innenräume der Gebäude sind der Natur überlassen: Spinnweben durchziehen die Gänge eines Supermarktes.
An manchen Orten scheint die Zeit dagegen still zu stehen: Alles sieht noch so aus wie unmittelbar nach dem verheerenden Beben.
Säcke voller radioaktiv verseuchter Erde werden in Halden gesammelt.
Mithilfe von Kränen werden sie einzeln aneinandergereiht.
Um möglichst wenig Fläche dafür zu verwenden, sind die Säcke aufeinander gestapelt.
In einigen Gegenden um um das Sperrgebiet herum sind die Strahlenwerte inzwischen so weit gesunken, dass sie wieder bewohnbar sind. Arbeiter reinigen die Häuser, bevor ihre Bewohner wieder einziehen können.
Radioaktiv verseuchte Gegenstände - hier Fernsehgeräte - türmen sich in den Sammelstellen.
Kouichi Nozawa musste sein Haus nach dem Unglück verlassen und lebt seitdem mit seiner Frau Youko in einem Zimmer in einer Notunterkunft.
Der vom Erdbeben zerstörte Supermarkt bietet einen gespenstischen Anblick.
Die Spielhalle wirkt dagegen noch so, als würden jeden Moment die Kunden eingelassen.
Diese Gokarts wurden für das nächste Rennen bereitgestellt. Auf das Startsignal warten sie nun schon seit vier Jahren.
Auch die Buchhandlung zeugt noch vom Moment des Bebens.
In dieser Schulsporthalle senkte sich durch das Beben der Boden an einigen Stellen ab.
Ein Klassenzimmer befindet sich im ersten Stock einer Schule - und trotzdem ist an der Verfärbung der Wand zu erkennen, dass die Tsunami-Welle sogar diese Höhe erreicht hat. Auf die Tafel haben frühere Einwohner der Stadt Sätze geschrieben, die Mut machen sollen, zum Beispiel "Wir können es schaffen, Fukushima!"
Der Fotograf nutzte auch Drohnen, um Luftaufnahmen des verlassenen Gebietes zu schießen.
Die Autos können ohne die Einwilligung ihrer Besitzer nicht bewegt werden.