Bonn (dpa/tmn) - Krümelig, humos mit guter Wasserhaltekraft und ausreichend durchlüftet - so sollte ein fruchtbarer Gartenboden sein, damit alle Pflanzen optimal wachsen.

Wichtig ist für den Hobbygärtner vor allem, dass der Boden ausreichend aufgelockert wird, erklärt der Zentralverband Gartenbau in Bonn. Sonst entsteht Staunässe. Daraus folgt: Die Durchlüftung des Bodens ist gestört und sowohl bei Pflanzen als auch beim Rasen kommt es zu Wachstumsstörungen.

Was der Hobbygärtner also tun sollte: Regelmäßig den Boden hacken in der Wachstumsphase, besonders nach Regen. Denn das bringt mehr Luft in den Boden. Und durch die Bodenbearbeitung bekommen die Pflanzen auch einen ausreichend großen Wurzelraum, außerdem regt sie die Bodenlebewesen zur Aktivität an.

Bei lockeren und leichten Sandböden helfen Zuschlagstoffe wie Kompost, damit der Boden Wasser und Nährstoffe speichern kann. Auch Tonmehl, auf der Bodenoberfläche leicht eingearbeitet, fördert die Nährstoffspeicherung. Bei leichten Böden kann man sich das Umgraben mit dem Spaten sparen. Eine Harke ist ausreichend zur Bodenlockerung.

Schwere Lehm- und Tonböden speichern Regenwasser sehr gut, dennoch sind Staunässe und Luftmangel oft problematisch. Auch hier helfen eine Zugabe von Kompost und ein tiefgründiges Lockern mit Hilfe einer Grabegabel, um die Bodenstruktur zu optimieren. Beigemischter Sand verbessert den Wasserhaushalt. Und Rasenflächen werden optimal durchlüftet durch regelmäßiges Aerifizieren, also Durchlöchern der Grasnarbe.

Übrigens: Im Spätsommer kann man auf Flächen, die erst im Frühjahr wieder bepflanzt werden, eine Gründüngung aussäen. Die Grünmasse wird im Frühjahr einfach in die Erde untergearbeitet und bietet dem Boden dann wertvollen Humus.© dpa