Riesige Menge fossiler Energie entdeckt
Bei Methanhydrat handelt es sich um Methangas, das in gefrorenem Wasser eingelagert ist. Bislang wurde das Gemisch jedoch nicht als Energielieferant, sondern als Störenfried bei Tiefseebohrungen betrachtet, weil es die Bohrer blockierte.
Eine Studie der norwegischen Erdölgesellschaft Statoil wirft jedoch neues Licht auf Methanhydrat: Das Unternehmen klassifiziert es als eine wichtige Kraftstoff-Ressource, die die Welt für Dekaden oder sogar Jahrhunderte mit Energie versorgen könnte. Espen Anderson, verantwortlich für das Erschließen von Energieressourcen bei Statoil, wird die betreffende Studie nächste Woche vorstellen. Vorab erklärt er gegenüber "The Australian", dass das Vorkommen an Methanhydrat wahrscheinlich mehr Energie birgt "als alle anderen bekannten fossilen Brennstoffen zusammen".
Japans Erdölgesellschaft "Japan Oil, Gas and Metals National Corporation" kündigte an, erste Gasmengen bereits dieses Jahr zu fördern. Das Unternehmen hofft, Japan durch die Vorkommen vor seiner Südwest-Küste für 300 Jahre mit Energie versorgen zu können.
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Was halten Sie von Methanhydrat als Energiequelle?
Auch vor China, Südkorea und Indien werden riesige Vorkommen vermutet. Energieunternehmen, allen voran Norwegens Statoil, sind eifrig dabei, diese zu untersuchen.
Die neuen Erkenntnisse werden jedoch nicht von allen Seiten wohlwollend betrachtet. Methan trägt stark zum Treibhauseffekt bei. Umweltaktivisten befürchten außerdem, dass durch die Förderung der Tiefseeraum ausgebeutet wird. Vor allem Delphine und Wale, die sehr empfindlich auf Geräusche reagieren, sind durch Tiefseebohrungen gefährdet. Zudem würde die Nutzung von Methanhydrat eine Umkehr zurück zu Energie aus fossilen Brennstoffen bedeuten.
28 Meinungen zu "Nie wieder Energie-Sorgen?"
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MitmenschundBuerger
Donnerstag, 02.02.2012, 12:56 Uhr Wo ist die Sensation dabei? Lest mal Frank Schätzing's "Der Schwarm"! -
Matrix10
Sonntag, 29.01.2012, 17:39 Uhr Egal wieviel von diesem Methan vorhanden, wie einfach die Verarbeitung ist - da haben einschließlich Staat schon viele ihre gierigen Finger drauf. Schadstoffe ? uninterressant, auch hier muß dann eben der deutsche Steuerzahler die ganze Welt retten. Allerdings einen Vorteil hätte es - die Bauern könnten sich wieder der Erzeugung von Nahrungsmitteln widmen -
weckmannu
Samstag, 28.01.2012, 17:06 Uhr @whitechapel --- Die Förderung von Methan dient dazu, dieses Methan anschließend zu verbrennen, wie sollte es sonst Energie liefern können? Das Ergebnis ist eine Zufuhr von weiterem CO² in die Atmosphäre. Deshalb ist die Überschrift -- "Nie wieder Energie-Sorgen" -- total verfehlt. -
Otmar
Samstag, 28.01.2012, 08:51 Uhr Diese Knollen können mit großem Aufwand heraufgesaugt werden. Ich bin gegen weitere Energie, die schon beim Abbau aufwändig sind, Schäden verursachen und wieder nur einigen wenigen Geld bringen. Solarenergie ist kostenlos und fast überall im Angebot und jeder kann sie aufs Dach montieren. Die zweite Linie ist Energieeinsparung. Hier sollte sich unsere Uni-Elite engagieren dürfen. -
ChrisausGabl
Freitag, 27.01.2012, 12:12 Uhr Energie ist toll, aber wer will uns denn immer wieder den Mund wässrig machen auf neue unendliche oder sonstige Energievorkommen. Energie im Discountverfahren etwa. Wer ist denn der Discounter dabei, wohl wirtschaftlich orientierte Konzerne, denen es nicht im Geringsten um die Sorge geht den Hunger oder die Ungerechtigkeit in der Welt zu bekämpfen, sondern Umsatz zu zeitigen. Wo große Umsätze fliesen, lassen sich auch immer für Vorstände und Großanleger und deren Freunde unmerklich riesige Summen abschöpfen. Aber Geld und Güter werden immer von oben nach unten verteilt, dabei bleibt verständlicherweise das meiste beim Boss, dessen Frau und denen hängen, von welchen er abhängig ist. Der Arbeiter und auch der Denker bekommt immer nur so viel, dass das Gefühl weggehen zu wollen nicht stärker wird, als die Angst davor nichts Besseres zu bekommen. Es gibt natürlich auch gute Betriebe, sogar noch solche mit Arbeitnehmervertretern- und -Rechten. Aber die Tendenz im Mensch ist natürlich immer zuerst die Vertretung der eigenen Interessen. Macht euch Gedanken darüber welche Energiequellen für den Kleinsten zur Verfügung stehen und welche für die Großkonzerne. Die Menschen werden längst nicht mehr nur in den armen Ländern wie Arbeitstiere gehalten, indem man sie abhängig macht sondern auch hier bei uns. Energievorkommen sollten Eigentum der Weltgemeinschaft sein und nicht derer, die sie zu fördern in der Lage sind. Aber besser sind immer die Energiequellen, welche ortsnah und von jedem nutzbar gemacht werden können. Das wäre ökologisch und vor allem sozial am besten vertretbar. Wieso aber fällt es uns so schwer auf die "billigen Energieträger" zu verzichten? Weshalb kaufen wir denn bei Discountern ein, auch wenn es bekannt ist, dass die Preise nur möglich sind wenn bei den Personalkosten gespart wird. Weil du nicht auf die sogenannten Schnäppchen verzichten willst. Aber irgendwer in deinem Umfeld leidet unter den Arbeitsbedingungen, die in der Bankfiliale unter dem Leistungsdruck, die im LKW unter dem Zeitdruck, die im Supermarkt unter den Arbeitszeiten, die im Lager unter der ständigen Angst morgen wieder gekündigt zu sein, da nimmt man doch auch mal eine Zusatzarbeit in Kauf, immer mit der Hoffnung plötzlich als Mensch oder wenigstens als wertvoller Mitarbeiter erkannt zu werden. Also besser nicht darauf hoffen neue Energievorkommen könnten mir zugute kommen, es sei denn ich sitz grad im Vorstand eines Konzerns, der zum Zuge kommt. -
whitechapel
Freitag, 27.01.2012, 09:49 Uhr Ich bin entsetzt, wie viel Halb- und Nichtwissen hier zu diesem Artikel veröffentlicht wird! Bevor Ihr Weltuntergangsszenarien in die Welts etzt, solltet Ihr Euch erst einmal informieren! Dazu kann ich die Seite http://www.ifm-geomar.de/index.php?id=sugar nur empfehlen! Durch den Einsatz von CH4, gewonnen aus Methanhydrat, soll nicht mehr CO2 freigesetzt werden, sondern weniger! Außerdem verbrennt CH4 zu CO2 und H2O. Im Gegensatz zu Kohle, Erdöl und sogar Erdgas (welches zum Teil aus CH4 besteht). Ein mit CH4 betriebenes Gasturbinekraftwerk könnte bei Bedarf praktisch von Null aus hochgefahren werden und muss nicht, wie ein Kohlekraftwerk, immer auf einer gewissen Last laufen ==> weniger CO2! Außerdem erforschen wir gerade Weg, das CH4 aus den Hydraten zu lösen OHNE die Lagerstätten zu destabilisieren! Durch die Einlagerung von CO2! Also: erst informieren, dann meckern! -
DichterundDenker
Donnerstag, 26.01.2012, 17:54 Uhr Umweltschützer warnen vor einer Steigerung der Lebensqualität und der Beseitigung von Armut. Die entdeckten Energievorkommen könnten die Abhängigkeit der Menschen von den Geld-Besitzern und Geld-Druckern reduzieren. Also blos nichts fördern, die gemeine Alge könnte sich diskriminiert fühlen. Notfalls wird einfach mehr "Klimaschutz" gefordert, denn dann ist es egal wie viel Öl oder Gas entdeckt werden, es gibt nur begrenzte Verbrennungsrechte, die dann meistbietend verhökert (und natürlich immer weiter reduziert und damit verteuert) werden können. Dafür müssen natürlich vorher die bösen Kernkraftwerke als Alternative verschwinden und den Menschen ein schlechtes Gewissen eingeredet werden wie böse und zerstörerisch doch die Zivilisation ist...
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