Zeitung: Waldzustand hat sich 2011 verschlechtert
Der Erhebung zufolge zeigten 35 Prozent aller Bäume leichte Schäden an der Baumkrone - 2010 waren es noch 39 Prozent. Eine Zunahme gab es allerdings bei den stärkeren Schäden: Deutliche Kronenverlichtungen wurden bei 28 Prozent der Bäume festgestellt, fünf Prozentpunkte als im Vorjahr. Der Anteil der Bäume ohne Schäden ging leicht von 38 auf 37 Prozent zurück.
Während sich der Untersuchung zufolge beispielsweise die Eiche gegenüber dem Vorjahr deutlich erholen konnte, stellten die Experten bei den Buchen mehr Blattverluste fest. Als Hauptursache nannte das Ministerium die üppige Bildung von Früchten. Dieser natürliche Prozess diene der Fortpflanzung, bremse aber den Holzzuwachs und führe zu einer vermehrten Baumkronenverlichtung.
Über 90 Prozent der Buchen im fortpflanzungsfähigen Alter hätten 2011 Bucheckern getragen, teilte das Ministerium weiter mit. "Durch die Beteiligung fast aller Bäume an Blüte und Fruchtbildung ergeben sich besonders viele Möglichkeiten zur Neukombination des Erbguts, was für die Anpassungsfähigkeit künftiger Waldgenerationen an Klimaveränderungen von großer Bedeutung ist." Auch viele andere Baumarten hätten 2011 reichlich Früchte beziehungsweise Samen getragen.
Die Umweltschutzorganisation BUND forderte hingegen die Politik auf, endlich für eine Senkung der Schadstoffe aus Landwirtschaft und Verkehr zu sorgen. "Ausgerechnet den Buchenwäldern, die letztes Jahr noch von der UNESCO als Weltnaturerbe ausgezeichnet wurden, geht es so schlecht wie nie zuvor", erklärte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger in Berlin. "Dies zeigt in erschreckendem Maße, wie wenig sich die Politik um die Naturschätze in Deutschland kümmert." Buchenwälder seien als CO2-Speicher für das Klima und aufgrund ihrer Artenvielfalt von unschätzbarem Wert.
Weiger fügte hinzu, Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) dürfe "den Zustand der Wälder nicht weiter schönreden". Vielmehr müsse die Ministerin "endlich die Ursachen für die Schäden klar benennen und handeln". So sei die vom Ministerium positiv dargestellte verstärkte Fruchtbildung bei den Buchen, die zur verstärkten Kronenverlichtung führe, ein Alarmsignal. Die Häufigkeit dieser starken Fruchtbildung habe in den vergangenen Jahren zugenommen. Ursachen dafür seien der vermehrte Stress durch Wetterextreme und die hohe Belastung durch Ammoniak und Stickoxide aus Landwirtschaft und Verkehr.
© AFP
31 Meinungen zu "Dem Wald geht's elend"
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Hongo
Donnerstag, 15.03.2012, 17:00 Uhr Komisch: wenn es den Buchen sooooo schlecht geht in Deutschland, warum sucht dann die Landesregierung Rheinland-Pfalz krampfhaft einen (vorwiegend Buchen-)Nationalpark? Unverständlich? Oder? Da werden die Zeichen der Zeit ignoriert und nach eigenen fachlichen Erkenntinssen (!!!) etwas ignoriert, um Greenpeace, BUND und NABU bedienen (ruhigstellen) zu können. Wenn das keine Lobbyarbeit ist! Schlimmer noch, was wird aus den Leuten, die lokal vom Brennholz abhängig sind? Ja, sie dürfen sich weiterhin ihr Brennholz holen! SCHWACHSINN! Nationalpark-Status verbietet das nach gültiger in Deutschland anerkannter Definition...... Also malen wir in der Presse Horrorszenarien an die Wand, legen unsere Wälder hier still und lassen in Russland und Polen unkontrolliert kahlschlagen. Logisch, denn den A..... abwischen will man sich ja nicht mit der blanken Hand! Und noch schlimmer: der Drucker/Kopierer hat kein Papier mehr...... -
tenner
Donnerstag, 15.03.2012, 12:35 Uhr Hallo Ihr Gattung der Affen, immer noch nichts begriffen? Dem Wald geht`s elend" ooooo macht nichts die Politiker Fahren mit Grossen Karossen umher und wir dürfen schweigen. Entschuldigung ich darf das nicht sagen? Gott gibt es nicht Götter auch nicht aber dafür noch Kluge Menschen die noch etwas bewegen Danke. -
4Weerts
Sonntag, 26.02.2012, 08:33 Uhr Panikmache der 70er Jahre wurde mit Entschwefelungsanlagen usw. beantwortet .. durchgängig wird nicht gesehen, dass die "Panikmache" vorpreschender Gruppen Reaktionen hervorbringt, Veränderungen die ohne die "Panikmache" nicht geschehen wären. Der schlimme vorhergesehene / vorhersehbare Zustand ist also eben wegen der starken Aktivitäten nicht eingetreten - also dürfen richtigerweise auch die Aktivisten von damals nicht verunglimpft oder beschimpft werden. -
Fatima
Freitag, 24.02.2012, 12:42 Uhr Es gibt bisher keine Nachricht über den Super Computer,der mathematische Konstellationen für Wetter und Umwelt berechnet und der bislang größte sein soll. Ich hoffe sehr für euch, das ihr fürs Programmieren für Gott die Zahl 1 behaltet, denn Null hat keine Dominanz, um Vorhersagen zu generieren, die im Chaos Wahrscheinlichkeiten betrachten, die vom Kosmos aus statt finden. -
Facharbeiter
Donnerstag, 02.02.2012, 16:11 Uhr Ich denke, es liegt an den Rauchern die den Wald zum passiven Raucher macht. Raucher müssen jetzt draußen rauchen und dadurch geht es dem Wald schlecht. Ich finde das draußen rauchen gehört veboten, dafür sollte man mehr Maisfelder für E10 bestellen und den eh kranken Wald roden. An der Industrie kann es auch nicht liegen oder an den Ölquellen die man im Irak in Brand geschossen hat. -
Anarchieistgewaltlos
Donnerstag, 02.02.2012, 15:33 Uhr Dem Mensch gehts doch genauso elend. Undeklariertes Gift im Essen, nicht argerechte Haltung, unterbezahlte Arbeit, und und und . . . wir sterben auch irgendwann aus. Naja - eins muss man dem Wald zugute halten: ER ! kann nichts dafür -
FMJester
Donnerstag, 02.02.2012, 13:08 Uhr Na dann werde ich nach Feierabend mal ne Packung Aspirin+C in den Wald schmeißen.
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