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28.01.2013, 11:20 Uhr

Energiesparlampen sind schon bald überflüssig

in Kooperation mitDIE WELT

In den Licht-Markt dürfte bald viel Bewegung kommen: Leuchtdioden stellen Energiesparlampen in den Schatten. Künftig melden sie sogar, wenn eine SMS oder E-Mail auf dem Smartphone eingegangen ist.

VonThomas Jüngling

Es wird spannend in der Beziehung zwischen Eulen und Mäusen. Wenn flächendeckend Leuchtdioden (LEDs) die herkömmlichen Straßenlampen ersetzen, könnte der Himmel vor allem über Großstädten noch deutlich heller scheinen als bisher schon. Dafür sorgt der hohe Anteil an blauem Licht in den LEDs.

LEDs könnten Tiere blenden

Wer genau von der künftigen Nachthelle profitieren wird, darüber sind sich Tierforscher noch uneinig: Das Licht könnte die Eulen blenden und bei der Jagd behindern, andererseits könnten Mäuse kaum noch im Schutz der Dunkelheit über den Boden flitzen.

Tschüß Glühbirne

Das gute Stück geht endgültig in Rente. Ausgefallenes zum Abschied. >

Sicher ist nur, dass sich Leuchtdioden durchsetzen, ob bei Straßenlaternen, in privaten Haushalten oder in der Industrie. "Wir stehen am Anfang einer Revolution der Lichttechnik", sagt Martin Hockemeyer, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats und Hauptgesellschafter der Telefunken Licht AG.

Die lästigen Energiesparlampen könne man getrost als unerfreuliche Übergangslösung sehen. Bei der Durchsetzung der quecksilberhaltigen Leuchten habe "die Licht-Lobby weltweit gute Arbeit geleistet. Die Zukunft aber liegt bei den LEDs", sagt Hockemeyer.

LED-Technik effizienter und haltbarer

Technische Innovationen bringen die LED-Technik weiter voran, sie werden effizienter, haltbarer und lassen sich in Baustoffen und Oberflächen von Möbeln integrieren. Noch aber sind sie teuer. Wer eine 40-Watt-Glühbirne mit einer LED-Leuchte ersetzen möchte, muss bis zu 15 Euro zahlen, beim Pendant zu einer 60-Watt-Birne sind es schon 20 Euro. Der Preis dafür soll aber in diesem Jahr auf unter zehn Euro fallen.

"Angenommen eine herkömmliche 60-Watt-Birne brennt täglich drei Stunden. Bei einem Preis von 25 Cent pro Kilowattstunde amortisiert sich der Ersatz durch eine LED-Leuchte mit zwölf Watt, die gleich viel Helligkeit bietet, schon nach weniger als anderthalb Jahren. Das ist nichts anderes als einfache Mathematik", sagt Hockemeyer.

Während herkömmliche Glühbirnen im Durchschnitt schon nach 1000 Betriebsstunden dunkel bleiben, sind es bei Halogenlampen 2000, bei Energiesparleuchten 6000 und bei LED-Modellen höherer Qualität 20.000 Betriebsstunden.

Umweltsünder oder Bio-Bauer? Finden Sie es raus. >

Ein Grund für die kurze Amortisationszeit beim Einsatz von LEDs ist die schon fast lächerliche Effizienz der klassischen Glühbirne, die nur fünf Prozent des Stroms in Licht umwandelt, der Rest geht als Wärme verloren. Bei der LED ist das Verhältnis umgekehrt, weil sie die Elektronen des Stroms direkt in Licht umwandeln kann.

Es geht noch effizienter, wenn auf die Treiber verzichtet wird, die den Wechselstrom aus der Steckdose in Gleichstrom umwandeln, der für die Lampe benötigt wird. Die Telefunken-Ingenieure haben eine patentierte Technik entwickelt, mit der LED-Lampen mit dem Wechselstrom auch ohne Treiber zurechtkommen.

© DIE WELT

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328 Meinungen zu "Sparlampe schon vor dem Aus?"

  • Erdenbewohner
    Freitag, 01.02.2013, 12:36 Uhr
    Ich hör immer daß die LEDs so elend lang haltbar sind. Das mag vielleicht auf die LED an sich zutreffen, aber das Zeug drumherum was die armen Wanderarbeiter ich China für den Markt hier zusammenschustern fällt bei mir meist schon nach einigen Monaten aus. Reparieren kann man ja nix, weil alles aus Sicherheitsgründen komplett versiegelt ist. Ich hab hier mehrere GU10 LED-Spots mit Wackelkontakt liegen, die gehen, gehen nicht, gehen,gehen nicht... und das nach gerade mal 2 Wochen! OK, der Händler hat Ersatz geschickt weil es die Erstausstattng einer Lampe war. aber wie intensiv prüft ihr denn neu gekaufte Leuchtmittel wenn ihr sie akut nicht braucht? Mehr als kurz einbauen und ein "ja, geht" murmeln wird es nicht sein, oder? Und diesen Test haben alle bestanden. Die "normalen" Energiesparlampen halten zwar länger, werden aber schnell dunkler. Quecksilber in den Leuchtmitteln ist ein Problem, aber in Heizöl ist es auch drin und da kräht bis jetzt kein Hahn danach. Ich freu mich schon drauf in Zukunft jede Woche irgendwo Ultra-Longlife-LED-Funzeln gegen Ultra-Longlife-jetzt-aber-wirklich-LED-Funzeln zu tauschen. Schöne neue Welt...
  • Clemens80
    Freitag, 01.02.2013, 10:43 Uhr
    Ach ja noch vergessen: (Die Zeit, 17.Jan.2013) Sven Morlock(FDP) "Wie haben uns durchgesetzt bei der Förderung dezentraler Stromspeicher...." Etwas das Experten als "Teuren Unsinn" ansehen.... weil Speicher zwar notwendig sind aber diese entsprechend geregelt werden müssen, so wie es derzeit vorgesehen ist wird es nur den Strompreis weiter anheben.
  • Clemens80
    Freitag, 01.02.2013, 10:26 Uhr
    "Ja, ist bekannt !!! ABER : Wer macht denn solche Verträge ??? Und wer haftet dafür ? So etwas wäre zwischen privatwirtschaftlichen Partnern unvorstellbar. Das ist hochgratig kriminell aber ohne Konsequenzen für die Schuldigen des Staates." -------------------------------- Man könnte es auch so sehen das 10 Jahre reichen sollten um ein Kabel zu verlegen, immerhin hat man in der Zeit auch den Pak bauen können. Solche Verträge haben Rot,grün, Schwarz und Gelb, erwirkt, wobei Schwarz und Gelb jetzt es geändert haben das nicht die Wirtschaft alles zahlen muss sondern ein Teil auch der Steuerzahler. Also eigentlich den Anreiz, die Kabel zu verlegen reduziert. Solche Verträge gibt es zudem öfter, nennt sich dann Konventionalstrafe. Von daher stellt sich wirklich die Frage ob eine Verstaatlichung des Netzes nicht günstiger wäre.
  • sagitta68
    Mittwoch, 30.01.2013, 14:21 Uhr
    Clemens80 | 19103 Beiträge -------------------------- Das bekommen sie weil sie könnten und es entsprächende Verträge gibt, man ihnen aber nicht die Möglichkeit gibt(fehlende Kabel oder nicht ausreichende Kabel). Ja, ist bekannt !!! ABER : Wer macht denn solche Verträge ??? Und wer haftet dafür ? So etwas wäre zwischen privatwirtschaftlichen Partnern unvorstellbar. Das ist hochgratig kriminell aber ohne Konsequenzen für die Schuldigen des Staates.
  • Clemens80
    Mittwoch, 30.01.2013, 10:26 Uhr
    "Zum Beispiel erhalten die Off-shores 2,7 Milliarden Euro, WEIL sie KEINEN Strom einspeisen. Solche "Geschäftsmodelle" gibt es noch viele mehr (GEZ,GKV...)" -------------------------- Das bekommen sie weil sie könnten und es entsprächende Verträge gibt, man ihnen aber nicht die Möglichkeit gibt(fehlende Kabel oder nicht ausreichende Kabel). Wären die Kabel da(so eine Windpark steht ja auch nicht von jetzt auf gleich) würden die das Geld trotzdem bekommen müssen aber den Strom liefern.
  • sagitta68
    Mittwoch, 30.01.2013, 09:38 Uhr
    Radfahrerin | 802 Beiträge Waaas? Shell bekommt 250.000 € geschenkt? Kein Wunder, daß die vor Geld nicht mehr wissen wohin damit. Nur Shell Deutschland - und ob geschenkt weiß ich nicht. Fördermittel heißt das Zauberwort der Schiefverteilung. Ähnlich wie bei Solarförderung, Windkraftförderung....Zum Beispiel erhalten die Off-shores 2,7 Milliarden Euro, WEIL sie KEINEN Strom einspeisen. Solche "Geschäftsmodelle" gibt es noch viele mehr (GEZ,GKV...)
  • Clemens80
    Dienstag, 29.01.2013, 14:18 Uhr
    "Der gemeine Bürger wird immer und überall verarscht. Leider fehlt ihm auch oft die Kraft und das Wissen sich dem zu entziehen." ------------------------ Bzw. Zeit und Interesse sich zu informieren.... Es gibt OLED Fernseher und OLED Displays(die meisten wissen gar nicht das ihr Handy oder Autoradio sowas auch besitzt), .... durch Flächenausführung(Komplette Decke als Leuchtmittel wäre denkbar) wäre die Lichtausbeute nochmal besser als bei der LED. Es man bekommt mehrgeld wenn man erst alles auf Sparlampen umrüsten lässt, dann auf LED und später auf OLED.... "So schnell kann die Strommafia gar nicht folgen" ------------------------- Der wird das ziemlich egal sein, weil wie bei den PV-Modulen wird sie sich daauch schon eingekauft haben.... bis es den großen run gibt....
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