Moskau (dpa) - Bei einem etwa vierstündigen Außeneinsatz haben zwei Kosmonauten wichtige Reparaturarbeiten an der Internationalen Raumstation ISS erledigt.

Rund 400 Kilometer über der Erde nahmen die Russen Maxim Surajew und Alexander Samokutjajew unter anderem Staubproben von einem ISS-Bullauge und montierten zwei Antennen ab. Unterstützt wurden sie vom deutschen Raumfahrer Alexander Gerst an Bord der ISS. "Passt auf da draußen", schrieb Gerst bei Twitter.

Zwei Stunden früher als geplant kletterten die Raumfahrer durch eine enge Luke wieder in den Außenposten der Menschheit. "Sie haben alle Aufgaben schneller erledigt als vorgesehen", sagte ein Mitarbeiter der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos. Für Samokutjajew und Surajew war es jeweils der zweite Ausstieg ins All.

Sie fotografierten dabei auch Teile der Außenseite der Raumstation, um mögliche Schäden zu entdecken. Zuletzt war auf solchen Bildern ein kleines Loch im Sonnensegel festgestellt worden, das vermutlich ein winziger Meteorit verursacht hatte. Es war der 40. Außeneinsatz russischer Kosmonauten seit Beginn der ISS-Mission 1998.

Gerst arbeitet seit Ende Mai auf der Raumstation. Der 38-jährige Geophysiker soll Anfang November zur Erde zurückkehren. Außerdem sind noch zwei US-Amerikaner und eine Russin an Bord.© dpa