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07.02.2012, 14:25 Uhr

Forscher warnen vor Manipulation durch Hirnforschung

London (dpa) - Britische Forscher warnen vor möglichen Gefahren durch die Hirnforschung. Einerseits ließen sich damit vielleicht einmal Gedanken manipulieren, andererseits könnten dadurch neue Waffengattungen entstehen.

Für Laien klingt es nach Science Fiction, aber nach Ansicht von Forschern wächst die Gefahr der Gedankenkontrolle. Vor allem mit Blick auf Militärtechnik hat eine Gruppe von Forschern nun zu mehr Umsicht im Umgang mit den Erkenntnissen gewarnt. Sowohl Regierungen und die internationale Gemeinschaft als auch die Wissenschaft selbst müssten sicherstellen, dass aus den an sich guten Ergebnissen keine Nachteile und Gefahren entstehen, hieß es am Dienstag von der Royal Society in London.

"Neurowissenschaft hat das Potenzial, der Gesellschaft großen Nutzen zu bringen", sagte Professor Rod Flower, der die Arbeitsgruppe der Royal Society zu dem Thema leitet. So komme die Wissenschaft Heilungsmethoden für Krankheiten wie Parkinson, Epilepsie oder Sucht täglich näher. Die Tatsache, dass man das menschliche Hirn immer besser verstehe, berge aber auch zahlreiche Risiken.

Ausschnitt eines Brain Paintings von Adi Hoesle

Das Projekt "Brain Painting" ermöglicht Gelähmten das Malen. >

Der Bericht ist Teil einer Serie und konzentriert sich vor allem auf eine mögliche militärische Nutzung. "In nicht zu ferner Zukunft" etwa könnte es möglich sein, dass Drohnen oder andere Waffensysteme, die ohne Pilot funktionieren, durch menschliche Gedanken gelenkt werden, heißt es.

Durch Beeinflussung des Gehirns habe man es bereits geschafft, dass beispielsweise gelähmte Patienten mit Hilfe ihrer Gedanken Prothesen von Armen oder Beinen bewegen oder Computer nutzen könnten. Ähnliche Technik könnte auch bei Militäreinsätzen verwendet werden.

Chemische Waffen könnten darauf ausgerichtet werden, dass sie Menschen nicht töten, sondern das Hirn kurzzeitig lahmlegen - die Spätfolgen davon allerdings seien unklar. Es gebe bereits Experimente, solche Chemikalien bei Massenunruhen oder bei der Jagd nach Kriminellen einzusetzen.

Solche Entwicklungen zögen Unmengen an ethischen Fragen nach sich, erklärte Flower. In vielen Fällen seien diese noch nicht durch internationales Recht geregelt. Regierungen müssten die Forschung transparent halten. Wissenschaftler sollten sich stets im Klaren sein, dass ihre Forschung sowohl zur Heilung als auch zum Schaden eingesetzt werden könnte.

5 Sterne - basierend auf 1 Bewertungen
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46 Meinungen zu "Manipulation von Gedanken?"

  • renivbifamo
    Dienstag, 17.04.2012, 10:52 Uhr
    Als Autor and Creator( diplingdesign, econom, projektmanager ing/scientist) - innovativ consult/representant - sage ich nur: "Respekt die Rechte eines jeden und wenn sie nutzen andere zu ihrer Forschung ohne zu bezahlen - ohne zu informieren - koennen sie ihre Ergebnisse auch nicht aktualisieren, denn es sind nicht ihre allein!"§ Nicht die Namen der ehemaligen Forscher/Politiker - dieser geschlossenen Kreis - zaehlen, um sich ins Register einzutragen, sondern die eigenen Intelligenz !§ Die NEWS von heute sagen, was versteht man unter" Oekonomie/Wirtschaft" ist diese Definition richtig? Was beweisen die Ergebnisse?
  • es0
    Samstag, 11.02.2012, 13:20 Uhr
    Da krabbeln die Verschwörungstheoretiker und Kreationisten wieder aus ihren Löchern um über ein Medium, welches sie der Wissenschaft zu verdanken haben über dieselbe zu meckern.... herrlich Jedesmal amüsant zu lesen ^^ Jede Entwicklung kann zum Gute wie zum Schlechte gebraucht werden, es kommt ganz auf die Gesellschaft an in der wir leben. Denkverbote auszusprechen hilft aber nie und das Potential der Hirnforschung ist zu enorm um nicht weiter daran zu forschen.
  • ibelieve
    Samstag, 11.02.2012, 11:22 Uhr
    Wie lange entgegne ich schon: "Ich denke einfach noch nicht genug", wenn Leute meinen, dass ich mir zuviel Gedanken mache. Jetzt trainiere ich einfach mal: Leute wegdenken. Mal sehen, ob es funktioniert.
  • ibelieve
    Samstag, 11.02.2012, 11:20 Uhr
    Altayr, diese Daumen kenne ich auch. Das sind einfach Sympathiebekundungen, denke ich mal.
  • DenkeAnMorgen
    Mittwoch, 08.02.2012, 12:29 Uhr
    totaler quatsch. Den "Forschern" gehört der Titel aberkannt
  • Altayr
    Mittwoch, 08.02.2012, 09:51 Uhr
    Es wäre super, wenn sich die Personen, die mir auf meinen letzten Kommentar einen Daumen runter gegeben haben, zu dem Thema äußern würden. Wäre sicherlich interessant :-D
  • samboskop
    Mittwoch, 08.02.2012, 07:30 Uhr
    leider gibt es genügend leute, die auch die letzte ethik dem götzen mammon opfern. und wenn es nicht die führer totaltärer staaten sind, dann gibt es immer noch genügend drogen- und mafiabosse, die auch daran interessiert sind. wenn der geist aus der flasche ist, geht er nie wieder rein.
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