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19.06.2012, 19:47 Uhr

Aktivisten kritisieren G20 als "Debattierclub"

Los Cabos (dpa) - Hilfsorganisationen haben die Pläne der größten Industrie- und Schwellenländer (G20) zum Kampf gegen die Armut als völlig unzureichend kritisiert.

"Politischer Mut scheint in Los Cabos nicht verbreitet zu sein", kritisierte Tobias Kahler, Deutschlandchef der Organisation ONE, die entworfene Abschlusserklärung für den Gipfel im mexikanischen Los Cabos. "Die G20 wird zu einem Debattierclub, der viel verspricht, aber wenig tut." Trotz mehrfacher Ankündigungen seien erneut keine ernsthaften Schritte für die weltweite Armutsbekämpfung beschlossen worden.

"Was sie umsetzen wollen, ist zu langsam, zu spät, nicht konsequent genug, und geht zum Teil in die falsche Richtung", sagte Oxfam-Sprecher Jörn Kalinski in dem Badeort an der Pazifikküste. Er kritisierte auch, dass die "unsinnige" Biospritpolitik, die Nahrungsmittelpreise antreibe, sowie die staatlichen Investitionen in kleinbäuerliche Landwirtschaft ausgeklammert worden seien. Oxfam sah "große Interessengegensätze" innerhalb der G20.

Lobend äußerte sich hingegen das Kinderhilfswerk World Vision über Gastgeber Mexiko, der das Thema Ernährung in den Mittelpunkt gerückt habe. "Präsident Felipe Calderón hat Stärke bewiesen und sich trotz Euro-Krise und Griechenland-Wahlen nicht von seinem Weg abbringen lassen und mit seinen Themen durchgesetzt", sagte Sprecherin Silvia Holten. Die G20 hätten das Problem der chronischen Unterernährung als eine ihrer Prioritäten anerkannt. Der G20-Gipfel in Mexiko sei der bislang transparenteste gewesen. Die Zivilgesellschaft sei "vorbildlich eingebunden" worden.

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7 Meinungen zu ""G20 wird zum Debattierclub""

  • KugelXYZ
    Freitag, 29.06.2012, 15:09 Uhr
    "G20 wird zum Debattierclub" ??? G20 IST ein Debattierclub und ist noch nie etwas anderes gewesen. Wenn in der Vergangenheit in Sachen Armutsbekämpfung etwas getan wurde, dann war es IMMER eine Privatinitiative. Staatliche Gelder gehen in 99,98% der Fälle zu zwei Dritteln in der Bürokratie unter uns sind damit für die Betroffenen verloren. Die oft sehr zu Unrecht belächelten Spendenaufrufe über das Fernsehen sind ein Zwischending: schlechter als Privatinitiativen (auch noch zu viel Bürokratie) aber immerhin doch bei Weitem besser als behördliche bzw. staatliche "Hilfsgelder".
  • Historiefakten
    Mittwoch, 20.06.2012, 12:59 Uhr
    Bitte sehr vernünftig und Aufhören mit der bisherigen konservativen und unrealistischen "Entweder-Oder"-Einstellung und Denkrichtung, stattdessen mit Mut hin zu "Sowohl als auch", nein zu Gegeneinander, zu Trennung, hin zu gemeinsamer Verantwortung und Solidarität der Länder und Völker und Kulturen. Erfolgreich wird nur wenn man die beiden Aspekte "Sowohl als auch" (Gleichgewichtsprinzip von Yin und Yang) als Ziel und Grundprinzip immer vor Auge halten, und ganz konkret, ja nach Lage, Situationen, Problemlage, Entwicklungsphase mehr Yin oder mehr Yang betont ständig korrigiert und justiert, also z.B. Yin kann hier bedeuten für Sparmaßnahmen, Yang für Investitionen. Nach der chinesischen Philosophie und Denkweise sollte man gleichzeitig die beiden Aspekte anwenden, nach und nach korrigiert und justiert, im Armut muss man trotzdem etwas investieren, v.a. in der Bildung und Soziales, sowohl von oben (Regierung) als als von unten (die Betroffenen selber), die internationale Solidarität trotz sehr unterschiedlichen Systemen und Grundinteressen, die hier auf minimalen Egoismus stark reduziert werden sollte, muss langfristig als Hauptinteressen der gemeinsamen Willen und Entschlossenheit festgehalten und konsequent durchgeführt werden, so verstehe ich die ernsten Lagen unserer einzigen gemeinsamen Welt und Überlebensplanet, so verstehe ich auch die eigentliche Deutung des Maya-Kalenders, nicht als Weltuntergangssenario, wie von sehr gewinnbringenden spekulativen spinnenden Esoteriken im Westen (Besserwisser-Mentalität mit gewissen kapitalistischen Gewinndenken), die auch überall ihren Unfug verbreiten (Ganzheitmedizin, Politik, Geisteswissenschaft, Psychologie, Kultur, Religionen, Philosophie etc.). National, regional und international muss der Schwerpunkt gelegt werden, allmählich den Armut und die soziale Ungerechtigkeit (falsche und ungerechte Verteilung des Kapitals und Reichtums) konsequent erfolgreich bekämpfen, nicht desto weniger wichtig auch gleichzeitig Investitionen in folgenden Bereichen: Bildung, Wissenschaft, Gesundheit, Umwelt, Technik, Wirtschaft und Finanzen, die alle miteinander im Gleichgewicht (ohne Widersprüche zu einander) ankurbeln. In China z.B. werden in einigen Lebensbereichen von Regierung die Preise gesenkt: Miete, Benzinpreise, Fahrpreise (Zug etc.) etc., um v.a. die ärmsten zu entlasten, gleichzeitig, die Löhne der Unterklasse als Mittelpunkt der Lohnpolitik allmählich gebessert, die Versogung für diese Klasse (Gesundheit, Bildung, Infrastrukturen etc.) verbessert. So allmählich verkleinert die Regierung die Schere zwischen arm und reich konsequent und langfristig. Man muss allumfassend (ganzheitlich) ein Gesamtkonzept langfristig haben, nicht nur Yang (Ideen, Meinungen, Reden, Diskutieren etc.), sondern genauso viel und stark mit dem Yin (Realisierung, Bodenständig, tatkräftig anpacken, mit dem Mut umzusetzen etc.). Chinesische Fernsehsendung können Sie unter: http://cctv.cntv.cn , dann unter CCTV News (englich: einschließlich CCTV Australia, CCTC America und CCTV Africa), CCTV F (französisch), CCTV documentary sehen, oder per Satellit CCTV News, CCTV F, CCTV documentary; Zeitdifferenz zwischen Beijing-Time und Mitteleuropazeit (Sommer) ist Beijing-T= MEZ+6 Stunden (Winterzeit + 7 Stunden); GMT= MEZ + 2 Stunden (Sommer), MEZ + 1 Stunde (Winter). Asien liegt östlich von Europa, dort beginnt die Zeit früher, z.B. Beijing-T ist 20 Uhr, MEZ (Sommer) ist 14 Uhr, im Winter ist 13 Uhr.
  • geronnimo
    Mittwoch, 20.06.2012, 12:32 Uhr
    Selbstverständlich ist Armut eine Plage. Sieht man aber die politischen Verhältnisse in den von Armut gebeutelten Ländern an, so herrschen dort meist Diktatur, Familienclans oder Despoten der übelsten Sorte, die ihrerseits keinen Cent für die Bekämpfung des Elends ausgeben.Sihe Mugabe etc. Im Grunde genommen ünterstützt in solchen Ländern Hilfe gegen Armut auch das Überleben von Diktaturen, Korruption und Unfreiheit. Warum soll ich auch nur einen Cent für Hungernde in der Sahelzone od. Somalia ausgeben, wenn dort - unbehindert v. der Weltöffentlichkeit - sich die Clans einen über Jahre dauernden Bürgerkrieg mit verheerenden Auswirkungen für die Bevölkerung leisten ? Keinen Cent, bis sich die Menschen dort gegen ihr Regime aufbegehren.
  • 2252farbnuance
    Mittwoch, 20.06.2012, 09:46 Uhr
    Die Armut wird nur zementiert und alimentiert anstatt sie richtig zu bekämpfen. Solange mit Grundnahrungsmitteln an Börsen (und der Deutschen Bank) spekuliert wird, solange Fleisch nach Afrika verschifft und subventioniert! wird, dass Einheimische Viehbauern dies nicht unterbieten können, solange die Fischfanggründe vor Afrika u.a. Ländern durch große Fischfangunternehmen reicher Industriestaaten leergefischt werden, so dass einheimische Fischer nichts mehr fangen, solange wird auch die Armut in diesen Ländern fortbestehen! Nauturprodukte der jeweiligen Länder müssen die nutzen und Ausbeuten dürfen, denen sie gehören. Genau so verhält es sich mit Pflanzen aus denen hochwertige Medikamente gewonnen werden! Mit welchem Recht haben westliche Pharmakonzerne Patente auf diese Pflanzen, so das die Länder diese nicht selber verwerten dürfen? Ich könnte endlos, ob dieser Ungerechtigkeiten fortfahren...
  • newage2010
    Mittwoch, 20.06.2012, 07:35 Uhr
    Einsatz lohnt sich nur, wenn man autentisch handelt. Da die westlichen Industrienationen stets ein Verhalten wie Pharisäer an den Tag legen, ist ein Scheitern dieser Verhandlungen nicht verwunderlich.
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