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12.12.2012, 13:34 Uhr

Medizinrevolution, Bevölkerungswachstum und wirtschaftlicher Abstieg

Wie wird das Leben im Jahr 2030 aussehen? Einen Blick in die Glaskugel wagt der Nationale Geheimdienstrat der USA mit einer aktuellen Studie. Die Ergebnisse geben teilweise Anlass zu Hoffnung, verweisen aber auch auf große Herausforderungen.

VonWEB.DE Redakteur Christian Flier

In einer wahren Flut von Ergebnissen hat der "National Intelligence Council" (NIC) seine Schlussfolgerungen festgehalten. In Hinblick auf die Technik verbreitet der NIC eine positive Stimmung. Besonders in der Medizin könnte sich einiges tun. Die direkte Verbindung von Gehirn und Prothese soll etwa beschädigte Gliedmaßen vollständig ersetzen. Damit gäbe es also Mischwesen aus Mensch und Maschine, so genannte Cyborgs.

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Neue Psychostimulanzen könnten dazu eingesetzt werden, länger zu arbeiten. Mögliche Nebenwirkungen dieser Medikamente sprechen die Fachleute nicht an.

Mit so genannten Exo-Skeletten werden Menschen offenbar große Lasten mit einer hohen Geschwindigkeit transportieren können. Maschinelle Gehirnerweiterungen können laut der Studie zudem die Leistung der menschlichen Rechenzentrale enorm erhöhen. Werden wir 2030 eine viel längere Lebenserwartung haben? Die Studie des NIC sieht genau das voraus.

Ungebremstes Bevölkerungswachstum

Eine der wichtigsten Erkenntnisse des Geheimdienstrates ist aber das rasante Bevölkerungswachstum. In 18 Jahren soll es demnach 8,3 Milliarden Menschen auf der Erde geben. Daraus ergibt sich ein zusätzlicher Bedarf an Wasser von 40 Prozent, an Nahrung von 35 Prozent und an Energie von 50 Prozent.

Durch den Klimawandel werden jedoch genau diese Ressourcen knapper. Besonders im Nahen Osten, Nordafrika, Zentralasien, aber auch in Südeuropa oder dem Südwesten der USA könnte sich die Situation verschärfen - Kriege mit eingeschlossen.

China wird Weltwirtschaftsmacht

Schon in den nächsten Jahren wird nach Auffassung der NIC-Fachleute China die USA als größte Wirtschaftsmacht der Welt ablösen. Insgesamt wird der asiatische Raum mit seinen vielen aufstrebenden Staaten zum wirtschaftlichen Zentrum der Welt werden, so die Prognose. Die Kehrseite: Die USA, Japan und Europa werden als alternde Gesellschaften an Bedeutung und ökonomischer Kraft verlieren.

Doch hat die wirtschaftliche Umverteilung global betrachtet auch ihr Gutes. In Asien wird die Mittelschicht stärker, dort sinkt die Armut. Damit verbunden wären bessere Bildung und bessere Gesundheitsvorsorge. Außerdem werden offenbar immer mehr Menschen in Städten leben. 2030 soll es sehr viele Megacitys geben.

Trotz des Niedergangs der USA sieht der Nationale Geheimdienstrat das eigene Land weiter als eine weltweit führende Nation - als ein "Erster unter Gleichen". Die Vereinigten Staaten hätten eine vielschichtige Art von Macht und ein natürliches Recht auf Führung, berichtet die Studie. Die ökonomische Bedeutung Asiens würde aber trotzdem die Machtverhältnisse global verändern.

Aus den vielen Veränderungen heraus sieht der Nationale Geheimdienstrat der USA ein ganzes Bündel an Risiken auf uns zukommen. Regionale Instabilität sagen die NIC-Fachleute etwa für den Mittleren Osten und Südasien voraus. Die potenziellen Verteilungskämpfe um lebenswichtige Ressourcen bereiten den Experten ebenfalls Sorgen. Schließlich fragen sich die Mitglieder des NIC, wie es in Zukunft mit der Macht von internationalen Institutionen wie der UN oder der OSZE aussieht. Darauf gibt die Studie keine abschließende Antwort.

Alle News vom: 12. Dezember 2012 Zur Übersicht: Wissen

94 Meinungen zu "Werden wir alle zu Cyborgs?"

  • Winterwinds16
    Sonntag, 23.12.2012, 07:35 Uhr
    Sehr schön zu sehen hier: Zu Zephyr, Frühlingswind, die Bacarole, Jaques Offenbach http://www.youtube.com/watch?v=0u0M4CMq7uI Die Bacarole von Jaques Offenbach (Anna Netrebko, Elina Garanca)
  • endlesslovezum2
    Mittwoch, 19.12.2012, 10:31 Uhr
    das ist die selbstschutzvariante eines verzweifelten der sehr wohl sieht wohin die reise geht: moralisch, sozialer und wirtschaftlicher absturz
  • umpalumpa123
    Montag, 17.12.2012, 07:06 Uhr
    @ winterwinds16: http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.de/search/label/PSI-Ph%C3%A4nomene ----------------- hier noch der vollständigkeit halber auch der link zum original artikel: http://www.mpg.de/6628907/Gitarrenduett?filter_order=LT&research_topic=KG-KF da steht noch ein klein wenig mehr dazu. ist in der tat ein sehr faszinierendes thema, aber ich würde hier nicht so weit gehen es als psi-phänomen zu titulieren. dafür wissen wir schlicht noch viel zu wenig über die verschiedenen arten, wie zwei menschen kommunizieren. dazu müsste ja erst noch untersucht werden, wieweit auf diverse signale des "vorspielers" reagiert wird usw. sind wie gesagt noch ne menge fragezeichen in der ganzen geschichte, und deshalb wäre ich da vorsichtig das ganze gleich als "paranormal" abzustempeln, nur weil zusammenhänge noch nicht bekannt sind. das erklären unbekannter phänomene mit "höheren" mächten hat ja schon damals mit göttern nicht so wirklich geklappt,.....
  • Winterwinds16
    Samstag, 15.12.2012, 09:17 Uhr
    Zum Thema Beeinflussung und Vernetzung ist ganz interessant diese Studie: PSI-Phänomene erwiesen ist: Beim gemeinsamen Musizieren vernetzen sich die Gehirne; für Band-, Kammer- und Orchestermusiker ein bekanntes Phänomen, für Zuhörer oft erstaunlich: die Harmonie einer Musikgruppe in der freien Improvisation; In Berlin wurde eine neue Studie hierzu durchgeführt, 2 Gitarrenspielerinnen, Messung ihrer Gehirnströme: nachgewiesen ist, dass sich beim gemeinsamen Musizieren hirnübergreifende Netzwerke ausbilden - der Impuls für das eigene Handeln scheint nicht mehr vom Geist des Einzelnen alleine auszugehen, sondern viel stärker durch die koordinierte Aktivität der Gruppe gesteuert zu sein. http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.de/search/label/PSI-Ph%C3%A4nomene
  • Winterwinds16
    Samstag, 15.12.2012, 09:10 Uhr
    "werden wir alle zu Cyborgs - es geht viel voran" --- dem Artikel entnommen: "Der Nationale GeheimdienstRat der USA NIC sagt politische Unruhen im Nahen Osten voraus"; ist es in diesem Zusammenhang auch erlaubt sich zu erinnern an die Special Forces GuerillaKrieger, die infiltriert werden, z.B. Syrien, als "Terrorkräfte" um Umstürze herbeizuführen. Die USA sind tatsächlich zum meistgehassten Land auf der Welt geworden, und sie haben viel dafür getan.
  • Liezzy
    Freitag, 14.12.2012, 15:22 Uhr
    >>Das Mittelalter war zu tiefst Horrorhaft! Kleine Eiszeit, Barbaren überall....<< Die kleine Eiszeit begann mit der Renaissance (aus der übrigens auch die Bezeichnung Mittelalter - nämlich in der Mitte zwischen Antike und Renaissance - stammt). Im Mittelalter gab es das so genannte mittelalterliche Klimaoptimum. Die Barbaren - mal abgesehen von den Wikingern - waren auch schon christianisiert. Ich denke mal, außer den von der Kirche propagierten Höllenqualen, haben die Menschen ihre Zeit als nicht so schlimm empfunden. Sie kannten auch, im Gegensatz zu uns, nichts anderes.
  • Transformation
    Freitag, 14.12.2012, 14:58 Uhr
    @Liezzy meinst du? Das Mittelalter war zu tiefst Horrorhaft! Kleine Eiszeit, Barbaren überall....
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