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30.12.2011, 11:19 Uhr

Wie entstehen Farben?

Die ganze Welt ist von Farben erfüllt. Erst sie vermitteln uns ein anschauliches Bild unserer Erde. Dabei gibt es genau genommen in der Natur eigentlich gar keine Farben. Doch wie entstehen sie dann? Dieser Frage gehen wir in unserer Serie "Nachgefragt" heute nach.

Von Jeannette Mayer für WEB.DE

Farben liegen im Auge des Betrachters - im wahrsten Sinne des Wortes. Denn im Grunde genommen existieren Farben gar nicht. Sie entstehen erst in unserem Gehirn. Aber von Anfang an ...

Ist alles dunkel, können wir Gegenstände nicht wahrnehmen. Erst durch Licht sehen wir die Dinge. Das für das menschliche Auge sichtbare Licht verbreitet sich wie alle anderen Bereiche der elektromagnetischen Strahlung in Wellen: in kurzen, mittleren und langen Lichtwellen. Die jeweilige Wellenlänge entscheidet darüber, in welcher Farbe wir etwas wahrnehmen. Physikalisch betrachtet sind Farben also nicht mehr als Licht einer bestimmten Wellenlänge.

Sichtbares Licht liegt im Bereich von 780 Nanometer (rot) bis 380 Nanometer (violett). Obwohl es uns weiß erscheint, setzt es sich in Wahrheit aus allen Spektralfarben zusammen, also aus den Farben Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau und Violett. Das erkennt man, wenn man etwa einen Lichtstrahl in einem Prisma bricht.

Trifft nun das weiße Licht, in dem alle Farben vertreten sind, auf einen Gegenstand, werden einige Lichtwellen "geschluckt", andere von der Oberfläche reflektiert. Ein roter Apfel beispielsweise erscheint uns deshalb rot, weil er alle Lichtanteile außer Rot absorbiert und nur die roten Lichtwellen in unser Auge zurückwirft - wo sie schließlich auf Farbrezeptoren in der Netzhaut treffen. 

Diese drei Farbrezeptoren, auch Zapfen genannt, sind jeweils für eine bestimmte Lichtwellensorte empfindlich: für kurze blaue, mittellange grüne oder lange rote Wellen. Durch die in einer Farbe enthaltenen Farbbestandteile werden diese Zapfen angeregt, die die Farb-Information dann über den Sehnerv an das Gehirn weitergeben. Treffen also etwa kurze Lichtwellen ins Auge, erregt das den entsprechenden Zapfen für "Blau" und er meldet dem Gehrin die Nachricht "Blau".

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Handelt es sich bei den Lichtwellen um ein Farbgemisch wie etwa Orange, wird der "rote" Zapfen stärker, und der grünempfindliche Zapfen weniger stark erregt. Aus diesen zwei Informationen mischt das Gehirn dann die entsprechende Farbe "Orange" zusammen. Unser Gehirn ist in der Lage, alle Farben aus diesen drei Primärfarben Blau, Grün und Rot herzustellen. 

Farben sind somit nur ein subjektiver, immaterieller Sinneseindruck, der erst im Kopf entsteht - in der Welt existieren sie aber nicht.

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