Der Wissenschaft ist ein Meilenstein geglückt: Das Mini-Labor "Philae" ist auf dem Kometen "Tschuri" gelandet. Die Forscher der Europäischen Weltraumorganisation Esa erhoffen sich neue Erkenntnisse über die Anfänge des Sonnensystems. Großen Beifall erhalten die Wissenschaftler in den sozialen Netzwerken: #CometLanding gehört zu den Hashtags des Tages.

Nicht nur auf der Erde, auch aus dem Weltraum wird getwittert. Der Lander "Philae" meldete am Mittwochnachmittag seine erfolgreiche Landung auf "Tschuri" höchstselbst:

Für die Wissenschaft ist es eine Sensation: Mit "Philae" landete zum ersten Mal menschliches Gerät auf einem Kometen. Manche Experten vergleichen das Ereignis mit der Mondlandung 1969. Der Himmelskörper "67P/Tschurjumow-Gerassimenko" ist mehr als eine halbe Milliarde Kilometer von der Erde entfernt. Die Sonde der "Rosetta-Mission" der Europäischen Weltraumorganisation Esa war vor zehn Jahren ins All gestartet. Sie soll bei der Erforschung des Ursprungs des Planeten Erde und den Beginn des Sonnensystems helfen.

Es ist noch unklar, wie sicher "Philae" auf dem Kometen gelandet ist und ob sich seine Harpunen im Gesteinsboden verankern konnten. Doch der Lander sende bereits Daten, teilte das Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum am späten Mittwochabend auf seiner Facebook-Seite mit. Erst am Donnerstag werden weitere Informationen veröffentlicht.

Ein erstes offizielles Bild von "Philae" gibt es bereits: Es zeigt den Kometen "Tschuri" kurz vor der Landung:

Astronaut Alexander Gerst ist selbst erst vor wenigen Tagen von seiner Mission im Weltraum zurückgekehrt. Von der Raumstation ISS twitterte @Astro_Alex über seinen All-Tag. Nun gehört er zu den ersten Gratulanten.

Physiker Ranga Yogeshwar, bekannt aus seinen Wissenssendungen im TV, staunt über die Hartnäckigkeit der Esa-Forscher.

Auch aus Großbritannien trudeln Glückwünsche ein: Wissenschaftler Stephen Hawking ist von der "Rosetta-Mission" begeistert.

Doch neben Glückwünschen gibt es bei Twitter auch lustige Kommentare zu "Philae" zu lesen. Ein User verpasst der Deutschen Bahn (DB) einen kleinen Seitenhieb:

Ein anderer fragt sich, ob wirklich noch kein menschliches Gerät zuvor auf dem Kometen "Tschuri" war:

Mit Material der dpa