Supernovas: So sieht es aus, wenn sich massive Gestirne mit einem Paukenschlag verabschieden.

Supernovas sind der Ursprung der Schwarzen Löcher. Auf dieser Illustration der ESA sieht man ein Schwarzes Loch mit seinem Begleitstern.
Dies ist eine Supernova von besonderer Bedeutung. Denn sie dient Forschern als Markierung und Entfernungsmesser, durch den sie die beschleunigte Ausbreitung des Universums nachvollziehen.
Obwohl die Sternenexplosionen mitunter sehr heftig ausfallen, besteht die Möglichkeit, dass ein Begleitstern überlebt. Diese Region befindet sich in der Milchstraße: Die purpurfarbene Wolke stellt die Röntgenstrahlung der Supernova dar. Darin fanden die Wissenschaftler eine punktförmige Strahlenquelle, die auf ein Doppelsternsystem hinweist. Der übriggebliebene Stern umkreist also die Überreste eines anderen Sterns, der explodierte.
Die Galaxie NGC 1084 ist für Forscher besonders interessant, weil in dem System außergewöhnlich viele Supernovas vorkommen. Es kam allein in den letzten 50 Jahren zu fünf der heftigen Explosionen, deren Reste noch beobachtet werden können.
Jedes Ende ist im Weltall auch ein Neuanfang: Nach einer Supernova hat die in alle Richtungen zerstreute Materie den Krebs-Sternennebel gebildet. Die gewaltige Explosion konnte im Jahr 1054 von der Erde aus beobachtet werden. Das zeigen chinesische Aufzeichnungen.
Die gewaltige Energie, die eine Supernova freigibt, kann auch die Geburt neuer Sterne auslösen. Diese Aufnahme des Herschel-Teleskops zeigt die Entstehungsphase neuer Gestirne aus den Überresten einer Supernova.
Die Masse und Energie, die von einem explodierenden Stern weggeschleudert wird, dehnt sich wie eine riesige Blase aus. Vom einst massiven Stern bleibt entweder ein Schwarzes Loch oder kleiner Neutronenstern übrig. Solche Sternenreste, die noch im Kern ihrer Explosionsblase stehen, sind selten zu beobachten.
Massive Sterne haben eine verhältnismäßig kurze, aber intensive Lebenszeit. Bevor sie in einer Supernova enden, blasen sie gewaltige Winde aus Partikeln und Strahlung in ihre Umgebung aus.
Die leuchtenden Hüllen einer Supernova sind noch etwa 100.000 Jahre nach der Explosion zu beobachten.
Diese rote Blase, bekannt als SNR 0519, ist die Hülle nach der Explosion eines Weißen Zwerges vor 600 Jahren.