Terrorvögel, Falten und spärlicher Haarwuchs: Das missratene Äußere verwächst sich bei den meisten Jungtieren zum Glück mit der Zeit.

Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. So ein kleines Kragenfaultier ist vielleicht nicht unbedingt scheußlich anzusehen, aber es erinnert schon sehr an ein besonders unordentliches Vogelnest.
Kein schöner Anblick, wie die rote Haut so unter dem weißen Neugeborenenflaum des Riesenpandababys hervorscheint. Zum Glück kümmert man sich in der Aufzuchtstation in Chengdu mit viel Liebe darum - damit aus dem Flaum bald ein schützendes Fell wird.
Springhasen sehen - vor allem bevor sie ausgewachsen sind - aus, als wären sie die tierische Vorlage für Gollum aus "Herr der Ringe". Allerdings sind sie nachtaktiv und daher nicht so oft neugierigen Blicken ausgesetzt.
Auch bei Igeljungen ist streitbar, ob sie schon als hässlich gelten dürfen. Sicherlich sind sie nicht die süßesten Tierbabys, aber es sieht doch rührend aus, wie sich die Hautfalten über die Augen legen.
Beim Anblick dieses kleinen Kängurus wird deutlich, warum sich die Jungen so gerne im Beutel des Muttertieres verstecken.
Das Andenkondor-Küken scheint am Benjamin-Button-Syndrom zu leiden. Da hilft nur warten, bis aus dem Jungtier ein stattlicher Kondor geworden ist.
Für eine solche Oma-Perücke wäre jeder Theaterfundus dankbar. Sie ahnen es aber: Das Fusselhaar des Marabus ist echt.
Das ist ein Leben! Sechs Monate nach der Geburt wird das Jungtier von der Ameisenbärmutter gesäugt und herumgetragen. Und eine Mutter liebt ihr Junges natürlich trotz optischer Mängel bedingungslos.
Ähnlich gelagert ist das Problem bei den Erdferkeln: Der lange Rüssel zerstört den Gesamteindruck. Mit der schweineartigen Rüsselnase stöbern sie Termiten auf, um sie mit langer klebriger Zunge aufzulecken. Und als wäre das noch nicht genug, tragen sie große bewegliche Hasenohren und einen dicken Schwanz, der an ein Känguru erinnert.
Die Speichelfäden sind das I-Tüpfelchen auf dieser Aufnahme einer neugeborenen Riesenfledermaus. Spätestens hier hat sich das mit dem Niedlichkeitsbonus erledigt.
Farbmäuse erkennt man eigentlich an ihren unterschiedlichen Felltönungen. Kurz nach der Geburt sind sie aber nur eines: rosa.
Auch diese junge Taube wartet schon ganz ungeduldig auf ihr vollständiges Federkleid.
Der Nacktmull ist ja quasi der Stellvertreter aller unschönen Tiere. Er ist, wie sein Name verrät, nur spärlich behaart. Seine rosa-bräunliche Haut ist sogar bei der Geburt schon faltig. Große Nagezähne ragen wie Baggerschaufeln hervor, denn die Lippen verschließen den Mund erst dahinter.
Dieser kleine Wurm mit den riesigen, noch geschlossenen Augen ist ein Siebenschläfer.
Dieses Weißhandgibbon-Baby zählt wahrscheinlich auch schon die Tage, bis es nicht mehr so nackt und schutzlos ist.