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19.07.2011, 15:50 Uhr

Stuttgarter Forscher entdecken neue Insektenordnung

Stuttgart (dpa) - Etwas Eintagsfliege, ein bisschen Libelle und ein Hauch von Gottesanbeterin: Stuttgarter Forscher haben eine neue Insektenordnung aus der Kreidezeit entdeckt - und zudem Erkenntnisse über die Entstehung von Insektenflügeln gewonnen: "Chimärenflügler" oder "Coxoplectoptera".

So tauften die Wissenschaftler des Naturkundemuseums die neue Insektenordnung. Die rund 120 Millionen Jahre alten Fossilien stammten aus Südamerika, teilte das Museum am Dienstag mit. Die versteinerten Insekten wirken, als seien sie aus verschiedenen Tieren zusammengesetzt. Sie sind ausgestattet mit dem Flügelader-Netzwerk einer Eintagsfliege, der Brust- und Flügelform einer Libelle und Fangbeinen ähnlich einer Gottesanbeterin.

"Es sind ganz merkwürdige Tiere, die sich von allem unterscheiden, was man heute kennt", sagte Günter Bechly, Paläontologe am Naturkundemuseum. Die Chimärenflügler hätten andere Insekten gejagt und gefressen und seien selbst möglicherweise Beute einiger in der Kreidezeit verbreiteten Flugsaurier gewesen. Die Wissenschaftler um Bechly und den Insektenkundler Arnold Staniczek erkennen in dem Insekt eine fossile Schwestergruppe zur Eintagsfliege - einen "blinden Ast" der Evolution. "Die Tiere waren zu ihrer Zeit schon lebende Fossilien und sehen aus, als müssten sie 100 Millionen Jahre älter sein", machte Bechly deutlich. Wann und wodurch sie ausgestorben seien, wüssten sie nicht.

Die an Bachflohkrebse erinnernden Larven der Chimärenflügler waren schon länger bekannt, konnten aber erst nach dem Fund von ausgewachsenen Tieren im Plattenkalk Brasiliens richtig eingeordnet werden. Über die Fangbeine und die Flügel zogen die Wissenschaftler die Verbindung. Die Larven, die sich nach Ansicht der Forscher halb in den Schlamm brackiger Gewässer eingruben und mit ihren Raubbeinen Beute fassten, brachten den Wissenschaftlern auch neue Erkenntnisse über die Entstehung von Insektenflügeln. Ihr Körperbau lieferte ein Indiz dafür, dass sich die Flügel aus den Rückenschildern entwickelt haben.

Die Stuttgarter Erkenntnisse sind jetzt in der Fachzeitschrift "Insect Systematics & Evolution" veröffentlicht worden und haben nach Angaben der Forscher "überwältigende erste Reaktionen" hervorgerufen. Die Wissenschaftler wollen laut Staniczek weiter "dranbleiben" an den vielen unerforschten Fragen der Fluginsekten-Evolution. Das Stuttgarter Museum mit seiner wertvollen Fossilien-Sammlung, der in sich auch ein ausgewachsener "Chimärenflügler" fand, biete dafür eine ideale Basis.

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12 Meinungen zu "So kamen Insekten zu Flügeln"

  • stwet
    Donnerstag, 23.02.2012, 09:43 Uhr
    @fecoo das mit dem Deutsch lernen sollten Sie villeicht auch beherzigen...DAS Planet tststs...
  • fecoo
    Donnerstag, 21.07.2011, 08:06 Uhr
    @weibchen, lern richtig deutsch, zu den anderen: arschlecken
  • Edgarallan
    Mittwoch, 20.07.2011, 16:21 Uhr
    @ fecco Dazu kann ich nur sagen, wenn Dummheit weh tun würde, müsstest du Tag und Nacht schreien!
  • namekianer
    Mittwoch, 20.07.2011, 15:58 Uhr
    Wenn man so geistige Ergüsse wie den von fecoo sieht sollte man Meinen der gute Darwin hätte sich geirrt. Sowas sollte doch so langsam mal aussterben -.- Zum Artikel: Wieder zeigt sich das die Leute die "im Dreck wühlen" tatsächlich genau soviel erreichen wie diejenigen die über Wochen/Monate quer durch den Dschungel marschieren. An dieser Stelle ein Dank an all die Menschen die auf vieles verzichten und Jahre schuften um "nur" einen kleinen Fund zu machen und das grosse Puzzle etwas weiter zusammensetzen.
  • weibchen
    Mittwoch, 20.07.2011, 14:04 Uhr
    Hallo Fecco, ich möchte Sie nicht beleidigen - aber Dummes scheinen Sie auch ohne es vorzuhaben, zu schreiben. Lassen Sie es doch lieber, Ihre Meinung hier zu äußern.
  • fecoo
    Mittwoch, 20.07.2011, 13:27 Uhr
    hahaha geil, habe eigentlich mehr kommentare erwartet. mir war langweilig und ich versuchte was dummes zu schreiben, offensichtlich klappte es auch. habe nur mehr kommentare erwartet aber wie es aussieht haben mich die meisten nicht ernst genommen oder es gleich gecheckt dass es nicht ernst sein kann. hmmm entweder oder, das ergebniss ist das gleiche....... klar gibt es noch vieles zu entdecken, alleine im mathematik sind die menschen noch ganz ganz am anfang....... es wird aber nicht mehr so vieles entdeckt, wenn es so weiter geht bringt der mensch sich selbst bzw das planet um.....
  • Steve0054
    Mittwoch, 20.07.2011, 12:43 Uhr
    @ fecoo hi, was bist du denn fü einer? hast du heute Freigang aus der Klappse bekommen?
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