Andere Planeten bekommen für gewöhnlich in der Öffentlichkeit mehr Aufmerksamkeit: Uranus ist weder der größte noch der kleinste, weder der erdnächste noch -fernste Planet unseres Sonnensystems. Und doch hat der blaue Gigant einige spektakuläre Besonderheiten aufzuweisen.

Forscher berechnen, warum die Mondbahn einst kippte.

Uranus gehört zu den Gasriesen im äußeren Bereich unseres Sonnensystems. Diese bestehen hauptsächlich aus leichten Elementen wie Helium und Wasserstoff. Uranus hat einen Durchmesser von 51.000 Kilometern, sein Volumen ist etwa das 65-fache der Erde.

Ein blauer Punkt am Himmel

Obwohl Uranus rund drei Milliarden Kilometer von der Erde entfernt ist, kann man ihn unter günstigen Bedingungen mit dem bloßen Auge am Nachthimmel beobachten. Schon mit einem größeren Amateur-Teleskop ist auch seine blaue Farbe erkennbar.

In der griechischen Mythologie ist Uranos der Himmel in Göttergestalt. Während bei anderen Planeten Wolken die Oberfläche strukturiert erscheinen lassen, sieht die Atmosphäre von Uranus gleichmäßig aus.

Uranus hat viele Begleiter

Ganze 27 Monde des Uranus sind bekannt. Darunter sind Winzlinge von nur zehn Kilometern und große Körper mit 1.600 Kilometern Durchmesser. Vier der Uranus-Trabanten sind aufgrund ihrer hohen Masse nicht rund, sondern zu sogenannten "Rotationsellipsoiden" verformt. Außerdem besitzt der Gasplanet ein Ringsystem.

Ein Gasriese rollt um die Sonne

Die größte Besonderheit an Uranus ist seine Rotation. Weil seine Achse um 98 Grad geneigt ist, scheint der Planet auf seiner Umlaufbahn um die Sonne zu rollen – und das mit einer mittleren Geschwindigkeit von 6,81 Kilometern in der Sekunde. Wegen der ungewöhnlichen Rotationsachse steht die Sonne jeweils einmal im Jahr direkt über seinem Südpol und Nordpol. Dann ist es am Äquator kälter als am jeweils von der Sonne beschienenen Pol.

Die Entfernungen im Sonnensystem

Möchten Sie mehr über die Verhältnismäßigkeiten in unserem Sonnensystem erfahren? In unserer Infografik haben wir die Dimensionen sichtbar gemacht: