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22.02.2012, 07:26 Uhr

"Hubble" enthüllt ferne Wasserwelt in Kooperation mit Spiegel Online

Seit zwei Jahren folgten sie einer heißen Spur - jetzt haben sie den langersehnten Beweis gefunden. Ein internationales Forscherteam hat die Existenz einer völlig neuartigen Planetenklasse bestätigt. Die sogenannte Super-Erde GJ 1214b ist offenbar eine einzigartige, dampfende Wasserwelt.

Die Suche nach Wasser in den entfernten Weiten des Alls außerhalb unseres Sonnensystems beschäftigt seit je die Extraterrestriker. Jetzt haben Beobachtungen des Nasa-Weltraumteleskops "Hubble" bestätigt, dass die dicke, dampfende Atmosphäre des Planeten GJ 1214b aus Wasser besteht - und er damit einem neuartigen Planetentypus angehört.

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"GJ 1214b ist wie kein anderer Planet, den wir kennen", sagt der Wissenschaftler Zachory Berta vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics (CfA) in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts laut einer Pressemitteilung, die gemeinsam mit der US-Raumfahrtbehörde Nasa herausgegeben wurde. Beobachtungen mittels "Hubble"-Teleskop hätten ihm und seinem Team gezeigt, dass ein großer Teil der Planetenmasse aus Wasser bestehe.

Die Hitze auf dem Planeten lasse außerdem darauf schließen, dass es dort fremdartige Stoffe geben könnte. "Die hohen Temperaturen und der hohe Druck könnten exotische Materialien hervorbringen, etwa 'heißes Eis' oder 'supraflüssiges Wasser' - Substanzen, die unserer Alltagserfahrung vollkommen fremd sind," sagte Berta.

Bereits im Jahr 2010 hatten der CfA-Forscher Jacob Bean und sein Team die Atmosphäre von GJ 1214b vermessen und daraufhin Vermutungen angestellt, dass der Exoplanet hauptsächlich aus Wasser bestehen könnte. Die Hypothese blieb damals allerdings unbestätigt, denn die Beobachtungen hätten sich auch auf eine Dunstglocke in der planetaren Atmosphäre zurückführen lassen können.

Auf der Suche nach der Infrarot-Farbe des Sonnenuntergangs

Berta und seinen Forscherkollegen gelang es laut der Mitteilung nun, den Exoplaneten zu beobachten, während er vor seinem Heimatstern - einem Roten Zwerg - entlang zog, den er alle 38 Stunden umkreist. Während des Transits wird das Licht des Sterns von der planetaren Atmosphäre gefiltert, Beobachtungen in dieser Phase können Hinweise auf die Mischung der Gase auf GJ 1214b geben.

Dunst erscheint im Infrarotlicht transparenter als im sichtbaren Licht. Deshalb helfen die "Hubble"-Beobachtungen dabei, den Unterschied zwischen einer dampfenden und einer dunstigen Atmosphäre zu erkennen.

"Wir benutzen 'Hubble', um die Infrarot-Farbe des Sonnenuntergangs auf dieser Welt zu messen," erklärte Berta. Die Forscher setzen dafür eine spezielle Infrarotkamera des "Hubble"-Teleskops ein, die "Wide Field Camera 3" (WFC3).

Der extrasolare Himmelskörper GJ 1214b ist größer als die Erde, aber kleiner als Gasgiganten wie der Jupiter: Der Durchmesser der Super-Erde ist etwa 2,7-mal so groß wie der unserer Welt; sie ist siebenmal so schwer. Der Exoplanet wurde im Jahr 2009 von den Wissenschaftlern um den CfA-Forscher David Charbonneau entdeckt, er liegt 40 Lichtjahre von der Erde entfernt.

Unser Sonnensystem besteht vor allem aus drei Planetentypen: felsigen, erdähnliche Welten (Merkur, Venus, Erde und Mars), Gasgiganten (Jupiter und Saturn) und Eisgiganten (Uranus und Neptun). Die aktuellen "Hubble"-Beobachtungen zur sogenannten Super-Erde GJ 1214b fügen laut CfA-Mitteilung dieser Typologie nun eine weitere Klasse hinzu.

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© SPIEGEL ONLINE

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448 Meinungen zu ""Hubble" enthüllt Super-Erde"

  • bleibtreu68
    Freitag, 30.03.2012, 12:38 Uhr
    Toll - für jeden Politiker der Erde einen Planeten, wo man ihn hinschicken kann
  • cleooocleooo
    Montag, 26.03.2012, 14:27 Uhr
    Sehr interessant!
  • mussmalwech
    Samstag, 24.03.2012, 11:44 Uhr
    Schon interessant... Zum Einen wie sich manche Kommentarschreiber über die Intelligenz Anderer auslassen, dabei aber ihre eigene völlig übersehen. Ich benutze in meiner Aussage ganz bewusst keine wertende Worte wie zum Beispiel: klein, mickrig, minimal usw. Zum Anderen aber bewundere ich die "Guttenbergsche Methode" der Autoren die die Strg + C und Strg + V Vorgehensweise noch besser als Guttenberg selbst praktizieren. Da bestätigt sich nun doch tatsächlich die politische Aussage es herrsche akuter Fachkräftemangel in Deutschland. Interessant ist auch, dass selbst die Fachkräfte aus Polen, die im eigentlichem Sinne durch die Öffnung gen Osten angeworben werden sollten, schon von selbst sagen sie bleiben lieber im Osten und wollen erst gar nicht nach Deutschland kommen. Die sind halt besser gebildet als von unseren deutschen Politikern vermutet wurde ;-) Und nun zur Nasa und den Himmelguckern selbst: Da findet man einen neuen Planeten der rund 40 Lichtjahre entfernt ist. Aber bei den Dingern die uns auf den Kopf fallen könnten schaut man lieber weg. Und was das Wissen nicht abdecken kann, wird durch Fantasie ausgemalt... Mich wundert so langsam garnichts mehr. Und wer jetzt auch noch die Frage von Sinn und Sinnlichkeit stellt, der rückt dem Wahnsinn damit nur noch ein Stückchen näher. Psychologisch betrachtet wäre das Ganze ja im weitesetem Sinn gesehen ein reines Fluchtverhalten aus der tristen Realität in eine fantsievolle Welt in der das Träumen grenzenlos erscheint. So gesehen also ganz normal... Was interessieren dann da noch Tippfehler, Copy und Paste, und das absolute Fehlen von Tugenden wie z.B.: Zuverlässigkeit, Genauigkeit, Wahrhaftigkeit usw. usw. In einer Welt in der Betrug belohnt und wahre Leistung verhohnt wird... Klar träumt man da lieber von einer Welt in "Weit Weit weg" wo alles besser ist. Oder aber man springt auf den Zug auf und fährt einfach mit.
  • landshut
    Dienstag, 20.03.2012, 14:07 Uhr
    @Knoedelwerfer du Furzbirne bist ja auf dieser Erde schon grenzwertig, bumsen, ja mehr hat wohl nicht Platz in deinem Microgehirn.
  • Knoedelwerfer
    Sonntag, 18.03.2012, 12:34 Uhr
    Ich brauch keine scheiß, "zweite Erde", ich brauch was zum bumsen.
  • obla
    Samstag, 17.03.2012, 10:47 Uhr
    @changi6: Wenn wir dann umziehen, musst Du leider hier bleiben. Ansonsten würde unsere Sprache nur noch in Fragmenten überleben. Wie kann man nur so einen Käse schreiben und auch noch Unmengen an Fehlern reinknallen!? Arme Gesellschaft...Menschen, die nicht schreiben können, diskutieren über das Weltall! Hahaha!
  • ThomasF1976
    Freitag, 09.03.2012, 10:43 Uhr
    @ Steve0900: Jedes massebehaftete Objekt besitzt eine Anziehungskraft. Dies gilt nicht nur für braune Zwerge, sondern ebenso für einen Hauptreihenstern wie unsere Sonne, für Gasriesen, Planeten, Zwerplaneten, Monde, Asteroiden und sogar für Lebewesen. Alles was Masse besitzt, hat entsprechend dem Gesetz der Gravitationskraft auch eine entsprechende Anziehungskraft auf andere Objekte mit Masse. Diese gegenseitige Anziehungskraft nimmt mit dem Quadrat des Abstandes ab, während zudem der Anziehungskraft durch eine Umlaufbahn und Umlaufgeschwindigkeit durch Fliehkraft entgegen gewirkt werden kann. Anderenfalls könnten wir wohl nicht auf der Erde leben, weil die Erde vermutlich schon vor Milliarden Jahren in die Sonne gestürzt wäre. Dieses Bild von dem Planeten um seinen Stern lässt nicht den geringsten Schluss zu, wie weit dieser von seinem Stern entfernt ist und wie schnell dieser Planet seinen Stern umläuft. Dazu braucht man schon mehr Daten.
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