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10.08.2012, 09:58 Uhr

Es regnet wieder in Strömen - Sternschnuppen!

(ah/as) - Romantiker aufgepasst: In der Nacht von Samstag auf Sonntag sollten Sie lieber in den Himmel gucken, statt im weichen Bett zu schlummern. Andernfalls verpassen Sie eine der besten Gelegenheiten des Jahres, Ihre Wünsche gen Himmel zu schicken. In dieser Nacht werden nämlich besonders viele Sternschnuppen zu sehen sein – denn der Meteorstrom namens Perseiden wird sein Maximum erreichen. Doch wie entstehen Sternschnuppen eigentlich und was sind die Perseiden? Hier gibt es die Antworten.

Eine Sternschnuppe, auch Meteor genannt, ist im Grunde "Abfall aus dem Weltall", der auf die Erdatmosphäre trifft. Es handelt sich um kleine interplanetare Körper wie Gesteinsbruchstücke oder Staub, die sogenannten Meteoroiden. Bei ihrem Aufprall auf die Erdatmosphäre entsteht enorm viel Energie, weil sie mit sehr hoher Geschwindigkeit eintreten (rund 11-74 Kilometer pro Sekunde): Die Meteoroiden verglühen. Was wir als Sternschnuppe wahrnehmen ist nicht das eintretende Material an sich, sondern die Leuchtspur, die bei dessen Verdampfen entsteht.

Woher das "Sternschnuppen-Material" stammt

Doch wie bilden sich die Meteoroiden überhaupt? Gesteinsbruchstücke entstehen, wenn Asteroiden zusammenstoßen. Asteroiden sind Brocken aus Gestein, Metall oder einer Mischung aus beiden. Der Großteil umkreist die Sonne im Asteroidengürtel, der sich zwischen Mars und Jupiter befindet.

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Die Staubpartikel hingegen stammen meist von Kometen. Diese kann man sich wie schmutzige Schneebälle vorstellen, die aus Eis und Staub geformt sind. Sie kreisen auf Umlaufbahnen um die Sonne. Wenn sich ein Komet der Sonne nähert und von ihr erhitzt wird, verliert er Staub und Gas. Beides kreist weiter auf der Kometenbahn. Über Jahrmillionen bildet sich so entlang der Umlaufbahn des Kometen eine Art Schlauch voller Staub.

Meteorströme bieten Sternschnuppen-Spektakel

Die Erde durchquert jährlich mehrere solcher sogenannten Meteorströme. Einer davon sind die Perseiden, der Staubring des Kometen 109P/Swift-Tuttle. Die Meteorströme sind nach den Sternbildern benannt, aus deren Richtung die Sternschnuppen zu fallen scheinen, wenn man sie von der Erde aus beobachtet: Die Meteore der Perseiden scheinen ihren Ursprung im Sternbild Perseus zu haben, die Meteore der im Dezember auftretenden Geminiden im Sternbild Gemini, etc.

Die Perseiden heißen im Volksmund auch "Laurentiustränen", weil sie just um den Gedenktag des Heiligen am 10. August besonders oft zu sehen sind. Die kleinen Lichtblitze galten als die Tränen des Himmels über das Martyrium des Laurentius. Er wurde am 10. August 258 auf Befehl des römischen Kaisers Valerian auf glühendem Rost zu Tode gefoltert.

100 Sternschnuppen regnen pro Stunde

Die Perseiden eignen sich besonders gut zum Sternschnuppen-Beobachten, weil wir diesen Meteorstrom im Sommer kreuzen. Er ist ein besonders eindrucksvoller Strom mit bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde. Zum Vergleich: Pro Stunde kann man das ganze Jahr über durchschnittlich etwa vier Sternschnuppen sehen.

Ein Blick in den Himmel lohnt sich jetzt also. Das Maximum der Perseiden ist dieses Jahr zwar für Sonntagnachmittag errechnet – und ist folglich nicht sichtbar. Die beste Beobachtungszeit ist 2012 die Nacht von Samstag auf Sonntag, aber auch in den Nächten davor und danach rentiert es sich, aufzustehen. "Sternschnuppen sind morgens grundsätzlich besser zu beobachten. Die Stunden zwischen Mitternacht und Sonnenaufgang sind daher am aussichtsreichsten", erklärt Hans-Ulrich Keller, Professor an der Universität Stuttgart.

Das Wetter spielt voraussichtlich mit: Denn regnen wird es in diesen Nächten zum Glück wohl nur Sternschnuppen. "Wir kommen zunehmend in den Einflussbereich eines Hochdruckgebietes. Das heißt, es klart nachts auf. Es gibt dann vielerorts gute Bedingungen zur Beobachtung der Perseiden", sagt Thomas Ruppert, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst in Offenbach. "In der Nacht von Samstag auf Sonntag haben wir das Glück, dass auch das Mondlicht die Sicht auf die Perseiden nicht stören wird", erklärt Keller.

Überlegen Sie sich also schon mal genügend Wünsche und vor allem: Verschlafen Sie nicht!

Mit Material von dpa

Alle News vom: 10. August 2012 Zur Übersicht: Wissen

208 Meinungen zu "Es regnet Sternschnuppen! "

  • ibelieve
    Samstag, 25.08.2012, 15:19 Uhr
    schon wieder abgemeldet?
  • mutzurveraenderung2
    Samstag, 18.08.2012, 16:03 Uhr
    so fühle ich mich auch, ibelieve :-) Dieses befreite sich Freuen, und dass sich nichts aber auch gar nichts zu dem ehemals kindlichen Begeisterungsempfinden veränderte in mir, DAS ist für mich das größte Geschenk. Da bin ich mir ganz nah und vertraue dem Leben. Hab ein schönes Wochenende bitte, ich lese Dich gern.
  • ibelieve
    Samstag, 18.08.2012, 15:40 Uhr
    Ja, das ist ein ebenso schönes und dauerhafteres Ereignis am Himmel, das habe ich auch noch nicht so oft gesehen. Und immer hat es etwas von einem kleinen Wunder und ich fühlte mich gleich einem Kind, das mit dem Zeigefinger hochzeigend seine Bewunderung herausrief.
  • mutzurveraenderung2
    Samstag, 18.08.2012, 15:20 Uhr
    Der Sternschnuppenfall ist ebenso schön anzusehen wie ein Regenbogen, der sich am Firmament zeigt, wenn gleichzeitig Sonne und Regen sich begegnen.
  • ibelieve
    Freitag, 17.08.2012, 11:46 Uhr
    Schade
  • sieheoben
    Donnerstag, 16.08.2012, 07:17 Uhr
    Und da hier mal wieder der Himmel voller Wolken hängt, werden wir nichts davon sehen können.
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