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28.11.2012, 19:12 Uhr

Astronomen sichten energiereichstes Schwarzes Loch

Garching (dpa) - Astronomen haben den bislang energiereichsten Materiestrom eines Schwarzen Lochs entdeckt. Der sogenannte Quasar im Sternbild Löwe schleudert jedes Jahr die Masse von rund 400 Sonnen ins All, und zwar mit knapp 30 Millionen Kilometern pro Stunde.

In diesem Materiestrom vereint sich zwei Billionen Mal mehr Energie als unsere Sonne abstrahlt, wie die Europäische Südsternwarte (Eso) am Mittwoch in Garching bei München mitteilte.

"Das entspricht immerhin dem 100-fachen der Abstrahlung der gesamten Milchstraße - ein wahrhaft gigantischer Energieausstoß also", erläuterte Forschungsleiter Nahum Arav von der Technischen Universität von Virginia in Blacksburg (US-Bundesstaat Virginia) in der Eso-Mitteilung.

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Quasare sind die extrem hell leuchtenden Zentren ferner, aktiver Galaxien. Astronomen gehen davon aus, dass es sich dabei um supermassereiche Schwarze Löcher handelt. So ein gigantisches Schwarzes Loch verschlingt wie ein kosmischer Mahlstrom die Materie um sich herum, schleudert dabei jedoch einen Teil dieser Materie mit hoher Geschwindigkeit wieder ins All hinaus.

Bei dem Quasar mit der Katalognummer SDSS J1106+1939 entdeckte das Team um Arav mit dem Very Large Telescope der Eso einen Materiestrom, der mindestens fünfmal so stark ist wie der vorige Rekordhalter. "Damit ist es erstmals gelungen, einen Quasar-Materiefluss zu messen, der so hohe Energiemengen zeigt wie von der Theorie vorhergesagt", erläuterte Arav. Alle zuvor beobachteten Quasar-Materieflüsse seien nicht so stark wie von Theoretikern erwartet. "Nach etwas Derartigem haben wir Jahrzehnte gesucht."

Die Forscher stellen ihre Beobachtungen in einer der kommenden Ausgaben des Fachblatts "The Astrophysical Journal" vor.

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564 Meinungen zu "Schwarzes Loch bricht Rekord"

  • sagitta68
    Sonntag, 13.01.2013, 17:50 Uhr
    Peter0167 | 169 Beiträge Die Raumkrümmung bei einem kugelsymmetrischen Körper ( Planet, Stern ) ist ebenfalls kugelsymmetrisch, und nicht wie durch ein Gummituch beschrieben werden kann. Dein Ballon kommt der Sache da schon etwas näher. Meine Bitte war ja auch diese Eselsbrücke nicht auf die Feinstaubwaage zu legen. Aber probier es doch mal bei einer Geburtstagsparty (vor Mitternacht (-: )) oder auch bei (größeren)Kindern. Du wirst verständnisvolle Blicke ernten. Man kann auch wissenschaftlich tiefer an das Thema rangehen, würde aber sehr weit führen.
  • Peter0167
    Sonntag, 13.01.2013, 13:38 Uhr
    @sagitta68 also ich habe zwar verstanden, wie du das meinst, aber ich glaube, es ist ähnlich wie beim Gummituch nicht so zutreffend. Die Raumkrümmung bei einem kugelsymmetrischen Körper ( Planet, Stern ) ist ebenfalls kugelsymmetrisch, und nicht wie durch ein Gummituch beschrieben werden kann. Dein Ballon kommt der Sache da schon etwas näher. Man kann auch nicht nur die Krümmung für sich allein betrachten, es ist vielmehr ein Zusammenwirken von Raum, Zeit und den Kräften. Ich habe es hier an anderer Stelle schon einmal erwähnt, welche Vorstellung mir geholfen hat, gewisse Vorgänge zu verstehen - Bewegt sich etwas im Schwerefeld einer großen Masse, gibt es drei Möglichkeiten: 1. es ist zu langsam : --> Rücksturz auf die Masse 2. Zentrifugal- und Gravitationskraft sind gleich groß : --> stabile Umlaufbahn 3. es ist zu schnell : --> entkommt dem Schwerefeld Die Stärke der Gravitationskraft wird nun bestimmt von der Summe der beiden Massen und dem Abstand. Damit lässt sich praktisch für jede Masse berechnen, auf welchen Radius die Masse gebracht werden muss, damit die Fluchtgeschwindigkeit größer als die Lichtgeschwindigkeit wird. Für mich ist das absolut einleuchtend.
  • sagitta68
    Samstag, 12.01.2013, 17:20 Uhr
    Peter0167......das diese Krümmung sich wie beim Gummituch langsam um die Sonne herum schließt, und zwar an einer Seite beginnend, bis es sich vollständig schließt. Genau das ist meiner Meinung nach nicht richtig. Wer immer sich das mit dem "Gummituch" ausgedacht hat, der hat leider eine ewiges Verständnisproblem geschaffen. Ich versuche das mit der Raumkrümmung bei Gartenpartys und sonstigen illustren Treffen immer etwas anders zu beschreiben : Ein großer Ballon ,10m Durchmesser, mit der Masse x und dem Radius y stellt einen Idealzustand mit einer Idealdichte 1 dar. Nun schrupft dieser Ballon auf den halben Durchmesser = 5m. Masse bleibt x aber Radius wird y/2. Die Dichte erhöht sich auf = Idealdichte + z. Dem Ballon gehört eigentlich der Kugelinhalt mit dem Durchmesser 10 m er hat aber nur noch 5m Durchmesser. Der RAUM zwischen 5 bis 10 m, also außerhalb des Ballons ist dadurch gekrümmt. Oder scherzhaft , der Ballon hat den Raum mit allem was drin war gestohlen / einverleibt. Deshalb hat erjetzt auch ne höhere Dichte bei kleinerem Durchmesser. Jederfremde Körper der sich jetzt im Bereich 5 -10m aufhält muß den Gesetzen des gestohlenen / gekrümmten Raumes folgen. Und bleibt dort gefangen, wenn Abstand und Rotationsgeschwindigkeit passen Der Witz : Nach der Geschichte schauen die meisten recht zufrieden drein und meinen sie hätten verstanden. (Bitte nicht auf die Feinstaubwaage legen ! )
  • thosch71
    Samstag, 12.01.2013, 14:51 Uhr
    @meinungsschnitzel 'außerdem stellen sich viele leute schwarze löcher falsch vor.': Ich bin mir nicht sicher, ob ein Buch mit dem Titel 'Tod aus dem All' geeignet ist, die Vorstellung der Leute von einem schwarzen Loch entscheidend zu verbessern. Wäre anstelle der Sonne in unserem Sonnensystem ein schwarzes Loch mit der Masse der Sonne (jaja ich weiß, die Sonne wird nicht zu einem SL kollabieren, nur der Analogier halber mal angenommen :) ), würde sich gravitativ für uns bzw. die Erde gar nichts ändern. Denn die zentrale Massenansammlung und damit die Gravitation im Fernfeld bleibt ja gleich. Die Keplerschen Gesetze gelten auch für schwarze Löcher. Erst wenn man sich dem schwarzen Loch nähert (und zwar ziemlich arg nähert), ändern sich die Dinge. Denn dann gerät man in den Einfluß der Ergosphäre und weiter dann in den Bereich des Ereignishorizonts. Diesen gibt es halt bei Sonne nicht, da die Masse auf ein Volumen verteilt ist, das weit über dem Schwarzschildradius legt. Also auch keine Singularität und damit auch kein Ereignishorizont existiert.
  • Peter0167
    Samstag, 12.01.2013, 14:10 Uhr
    @MeinungsSchnitzel Danke für den Tip, das klingt interessant, aber es ist mir doch etwas zu düster, wie soll ich denn da noch ruhig schlafen ?
  • MeinungsSchnitzel
    Samstag, 12.01.2013, 13:39 Uhr
    Hm...darf ich euch beiden einen tipp geben? Lest das buch "tod aus dem all". ich hab leider grad nur den nachnamen von autor im kopf: plait dort steht drinnen wie man sich endstehung, gefahr usw bei scharzen löchern vorstellen kann/sollte/muss. da steht auch noch einiges mehr nettes drinnen... sry wegen der schleichwerbung, aber es passt hier grad so gut rein, außerdem stellen sich viele leute schwarze löcher falsch vor.
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