Handyvertrag: Preisvergleich nicht immer einfach

Wie finde ich den passenden Handytarif nach meinen Ansprüchen? Die Frage ist nicht einfach zu beantworten. Mit dem Wachstum des Mobilfunkmarktes wurden auch die Tarifoptionen immer zahlreicher. Einen Handyvertrag im Preisvergleich nach den eigenen Wünschen und zu den besten Konditionen zu finden, ist oft mühevoll.

Die Unterschiede im Überblick

Die Fülle der Handytarife ist unübersichtlich. Umso wichtiger ist es, sich einen Überblick zu verschaffen, um zu wissen, welche Punkte bei der Suche nach dem passenden Handytarif wichtig sind. Ausgehend von den individuellen Nutzungsgewohnheiten sollten Sie folgende Aspekte und Konditionen miteinander vergleichen:

  • Prepaid oder Vertrag
  • Vertrag mit oder ohne Handy bzw. Smartphone
  • Netz (E-Plus, O2, Telekom (D1), Vodafone (D2))
  • Grundgebühr
  • Aktvierungskosten
  • Kosten für Telefonieren (Inland/Ausland/Hotlines) und SMS
  • Freiminuten und/oder Frei-SMS inklusive
  • Internet-Flatrate inklusive, monatliches Freivolumen und Speed
  • Kosten nach Aufbrauchen der günstigen SMS- und Gesprächspakete sowie Freivolumen
  • Kosten für Mailbox
  • Vertragslaufzeit
  • Kündigungsfristen
  • Kosten für die Rufnummernmitnahme bzw. etwaige Bonuszahlungen dafür
  • Optionen und Extras
  • Service-Leistungen

Grundsatzentscheidungen vor dem Handytarif-Preisvergleich fällen

Noch bevor Sie unterschiedliche Handytarife einem Preisvergleich unterziehen, sollten Sie einige grundsätzliche Dinge klären. Als erstes sollten Sie Ihr eigenes Nutzungsverhalten analysieren. Wenn Sie beispielsweise viele Nachrichten über WhatsApp schreiben, aber kaum SMS oder selten telefonieren, benötigen Sie keine SMS- oder Telefon-Flatrate als Inklusivangebot.

Handyvertrag oder Prepaid?

Eine weitere wichtige Entscheidung ist die über die Art des Vertrages: ein Mobilfunkvertrag mit fester Laufzeit oder doch lieber ein Prepaid-Tarif? Beide haben ihre Vor- und Nachteile. Ein Vertrag bindet den Kunden für eine bestimmte Laufzeit an den Anbieter. Das hat den Vorteil, dass die Tarifkonditionen währenddessen stabil bleiben. Oft locken die Anbieter zusätzlich mit Extras wie Bonuszahlungen bei Vertragsabschluss. Allerdings profitieren Vertragskunden während der Laufzeit nicht von einer positiven Preisentwicklung.

Ein Prepaid-Tarif bietet den Vorteil einer besseren Kostenkontrolle. Es wird nur das Guthaben abtelefoniert, welches aufgeladen wurde. Allerdings entsprechen einige Angebote nicht einem „echten“ Prepaid-Tarif. Einige Anbieter ermitteln die Rechnungsdaten nicht in Echtzeit, sondern erst einen Tag später. So fallen weiterhin Kosten an, auch wenn Sie ihr Guthaben schon vertelefoniert haben. Benutzt der Kunde zudem die automatische Aufladung, verliert er den Überblick über die Kosten.

Welches Netz?

An sich bieten heute alle großen Netze einen guten Empfang. An der Spitze mit der schnellsten Datenübertragung stehen die Netze von Telekom (D1) und Vodafone (D2), gefolgt von O2 und E-Plus. Entscheidend ist aber das Netz vor Ort. Vor einem Vertragsabschluss sollten Sie sich darüber informieren, welcher Mobilfunkanbieter dort, wo Sie am meisten Zeit verbringen, die beste Verbindung bereitstellt.

Tipps für den Tarifvergleich

Bei einem Handytarif-Preisvergleich ist es am wichtigsten, sein Nutzungsverhalten zu kennen und zu wissen, was man möchte. Danach kann es mit dem wirklichen Vergleich losgehen. Dafür stellen Sie zunächst die einmaligen Kosten und Prämien gegenüber. Viele Prepaid-Anbieter verlangen für den Anschluss eine Gebühr. Hinzu kommen Kosten für die Rufnummernmitnahme, die sich auf bis zu 30 Euro belaufen können. Allerdings bieten zahlreiche Anbieter einen Bonus in gleicher Höhe an, wenn Sie Ihre Nummer dorthin mitnehmen. Dadurch werden die Wechselgebühren ausgeglichen. Hinzu kommen weitere Prämien wie Telefonguthaben, einen Monat ohne Grundgebühr oder ähnliches.

Im nächsten Schritt werden die monatlichen Kosten ausgerechnet und miteinander verglichen. Wenn Sie eine SMS- oder Telefon-Flatrate nutzen möchten, achten Sie darauf, wie hoch die Preise nach dem Aufbrauchen der Pakete sind. Das Gleiche gilt beim Datenvolumen. Sobald es ausgeschöpft ist, wird die Surfgeschwindigkeit stark gedrosselt. Damit befinden Sie sich beim Surfen auf ISDN-Niveau, was es nahezu unmöglich macht, Anwendungen mit hohem Datenverbrauch mobil zu nutzen. Datenpakete nachzukaufen, ist in der Regel sehr teuer. Für einen durchschnittlichen Smartphone-Nutzer sind 500 MB bis 1 GB ausreichend. Es lohnt sich auch, auf die Abrechnungsmodalitäten zu achten. Ein Tarif, der alle vier Wochen abgerechnet wird, kann aufs Jahr betrachtet kostspieliger sein als eine Monatsabrechnung.

Bevor Sie einen Vertrag abschließen, sollten Sie sich die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) genau durchlesen. Wenn sich Tarifdetails nicht erschließen oder wichtige Fragen offen bleiben, ist das kein gutes Zeichen. Sie sollten auch nie davon ausgehen, dass bestimmte Serviceleistungen im Vertrag enthalten sind, wenn sie nicht ausdrücklich erwähnt werden.

Einige Tarife bieten interessante Extras und Optionen, die sich je nach Nutzungsverhalten lohnen können, beispielsweise wenn der favorisierte Musikstreaming-Dienst nicht auf das Datenvolumen angerechnet wird. Für Nutzer, die viel reisen, zahlt es sich aus, wenn sie monatlich ein Auslandsdatenpaket hinzubuchen können. Andere Handytarife bieten an, dass jeden Monat Optionen wie Datenvolumen, Freiminuten und SMS-Flatrate frei gebucht werden können. Dabei sollten Sie darauf achten, ob ein Datenpaket zum nächsten Abrechnungstermin oder zum Monatsende gilt.

Vorsicht vor Kostenfallen

Es ist egal, ob Sie sich für einen Vertrag oder das Prepaid-Modell entscheiden. Versteckte Kosten gibt es bei beiden Varianten.

Datenautomatik

Wer sein ursprüngliches Datenvolumen aufgebraucht hat, surft in einer geringeren Geschwindigkeit weiter. Möchte er in derselben Geschwindigkeit weitersurfen, muss er Extraguthaben hinzubuchen. Mit einer sogenannten Datenautomatik im Tarif geschieht dies automatisch – ein praktischer Dienst, der bis zu drei Mal automatisch Extraguthaben nachbucht. Der Service kostet aber auch; wer sich die Kosten sparen möchte, der sollte die Datenautomatik von seinem Anbieter abstellen lassen.

Auslandstarife

Auf Reisen können das Telefonieren, Verschicken von Nachrichten und Surfen im Internet teuer werden. In anderen Ländern gelten andere Tarifkonditionen als in Deutschland. Wenn sich Ihr Handy in ein anderes Handynetz einwählt, fallen Roaming-Gebühren an. Innerhalb der EU werden die Roaming-Kosten seit 2016 allerdings eingeschränkt: Anrufe aus dem EU-Ausland dürfen nicht mehr als 19 Cent und eingehende Anrufe maximal 5 Cent pro Minute kosten. Eine SMS kostet maximal 6 Cent, während ihr Empfang kostenlos ist. Auch beim Datenverkehr hat der Gesetzgeber Vorschriften erlassen. Ein Megabyte darf höchstens 20 Cent kosten (jeweils zzgl. der Mehrwertsteuer). Zudem sind Mobilfunkanbieter dazu verpflichtet, die Kosten für Datenroaming bei 50 Euro zu deckeln. Für Kunden besteht aber weiterhin die Möglichkeit, sich für eine andere Obergrenze oder grundsätzlich gegen eine Deckelung zu entscheiden.

Im Handyvertrag-Preisvergleich bieten die All-Net Smartphone-Tarife von WEB.DE passende Lösungen für Einsteiger genauso wie für Power-Surfer. Sie entscheiden, ob Sie das D- oder das E-Netz möchten. Gleichzeitig erhalten Sie Highspeed-Datenvolumen, Freiminuten und SMS-Flatrate, die Sie auf Ihre Bedürfnisse abstimmen können. Unsere Service-Mitarbeiter beraten Sie gerne über unsere kostenlose Hotline.