US-Wahl

Der gewählte US-Präsident wird 78: Das bewegte Leben von Joe Biden in Bildern

Joseph Robinette Biden, Jr. kam am 20. November 1942 in Scranton im US-Bundesstaat Pennsylvania zur Welt. Nach seinem Abschluss an der Syracuse University arbeitete er zunächst als Rechtsanwalt.

1966 heiratete Biden seine Jugendliebe Neilia Hunter. 1969 kam Sohn Robinette III zu Welt. Später folgten die Kinder Robert und Naomi. Das Foto zeigt die Familie an Bidens 30. Geburtstag im Jahr 1972.

Knapp einen Monat nach Bidens Geburtstag starben seine Frau und seine einjährige Tochter bei einem Autounfall. Die zwei Söhne überlebten das Unglück.

Kurz darauf legte der Witwer seinen Amtseid als Senator am Krankenbett seines Sohnes Beau (r.) ab. Als Senator vertrat Biden fortan 36 Jahre lang den US-Bundesstaat Delaware.

Auch in der Außenpolitik profilierte sich der Politstar. 1975 traf er auf die spätere Premierministerin Großbritanniens Margaret Thatcher.

Vor seiner Wiederwahl in den Senat bekam Biden 1978 im Wahlkampf Unterstützung vom damaligen US-Präsidenten Jimmy Carter (l.).

1977 heiratete Biden die Englischlehrerin Jill Tracy Jacobs. 1981 kam Tochter Ashley zur Welt. Das Foto entstand 1987, als Biden erstmals für das höchste politische Amt der USA kandidierte.

Nur sechs Wochen später zog er sich jedoch wieder zurück. Der Grund: Plagiatsvorwürfe. Biden soll die Rede eines britischen Politikers kopiert haben.

Nachdem 1988 ein lebensbedrohliches Aneurysma bei ihm entfernt wurde, widmete sich Joe Biden, wieder seinen Amtsgeschäften als Senator.

Nach den Aschlägen vom 11. September 2001 gehörte Biden (r.) zu den Unterstützern des damaligen Präsidenten George W. Bush (mi.) und befürwortete den Einsatz von Truppen in Afghanistan.

2004 wurde Biden bereits als künftiger Vizepräsident gehandelt. Zu diesem Zeitpunkt hatte er schon Bekanntschaft mit dem jungen Barack Obama (r.) gemacht.

Als Konkurrenten traten Obama (l.) und Biden (2.v.l.) 2007 in das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten ein. Obama machte Biden später zu seinem Vizepräsidentschaftskandidaten.

Im Wahlkampf präsentierten sich die Ehepaare Obama und Biden 2008 bereits als eingespieltes Team. Das Foto zeigt sie vor dem Old State Capitol in Springfield, Illinois.

Nach dem Wahlsieg von Obama definierte Biden seine Rolle als Vizepräsident neu. Anders als sein Vorgänger agierte er eher im Hintergrund und sah sich als wichtigen Berater des Präsidenten.

Seine Expertise prädestinierte Biden für die Außenpolitik. 2011 empfing er gemeinsam mit Außenministerin Hillary Clinton (r.) die deutsche Kanzlerin Angela Merkel (l.) in Washington, D.C.

Nach einem Amoklauf an der Sandy-Hook-Grundschule in Newtown im Jahr 2013 wurde Biden Vorsitzender einer Arbeitsgruppe zur Verschärfung des Waffenrechts.

2015 starb Bidens Sohn Beau an einem Hirntumor. Beau war Generalstaatsanwalt und kurze Zeit auch Offizier der Nationalgarde im Irak. Das Foto zeigt Vater und Sohn in Bagdad 2009.

Beau hatte seinen Vater häufig öffentlich unterstützt - wie hier 2008 in Denver. Von einer erneuten Präsidentschaftskandidatur sah Biden nach dem Tod seines Sohnes zunächst ab.

2019 nahm der 77-Jährige die Herausforderung jedoch an. Im Wahlkampf besuchte er im die Gräber seines Sohnes, seiner ersten Frau Neilia und seiner Tochter Naomi in Wilmington.

Während des Wahlkampfs behauptete eine ehemalige Senatsangestellte von Biden im Jahr 1993 sexuell attackiert worden zu sein. Der Politiker bestreitet die Vorwürfe. Auf die Unterstützung prominenter Frauen wie Lady Gaga konnte Biden dennoch zählen.

Am 7. November wurde Biden zum Sieger der US-Wahl ausgerufen. Seine erste Rede als "President-elect" hielt er noch am Abend in Wilmington, Delaware.

Am ungewöhnlich menschenleeren Times Square in New York City erkennt man eine der großen Herausforderungen, denen sich Biden nun stellen muss: die Corona-Pandemie.

Biden will schon am Tag seiner Amtseinführung einen Aktionsplan im Kampf gegen die Pandemie vorlegen. Ins Weiße Haus wird der 46. US-Präsident am 20. Januar 2021 einziehen.