Kino

Das sind die besten Mafia-Filme

Francis Ford Coppolas Film-Trilogie "Der Pate" darf zu Recht als Meisterwerk bezeichnet werden. Im Mittelpunkt des ersten Teils (1972) steht Marlon Brando als Cosa-Nostra-Oberhaupt Don Vito Corleone.

Fortgeführt wird die Corleone-Dynastie im zweiten Teil von einem noch sehr jungen Al Pacino als Don Michael.

Im abschließenden Teil der Saga tritt Andy Garcia als Vincent Mancini-Corleone (oben) in den Vordergrund – Al Pacino will sich aus dem organisierten Verbrechen zurückziehen.

In Martin Scorseses ersten Mafia-Film "Hexenkessel" von 1973 spielen der junge Harvey Keitel als Kleinkrimineller Charlie Cappa (Bild) und Robert De Niro als sein Freund Johnny Boy die Hauptrollen.

Neben Ray Liotta, Paul Sorvino und Joe Pesci überzeugt Robert De Niro (Bild) als Gangster Jimmy Conway im Mafia-Drama "Good Fellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia" (1990). Der Film zählt zu Martin Scorseses größten Werken.

"Good Fellas" erzählt die Geschichte von Henry Hill (Liotta, Bild), der unbedingt ein großer Gangster werden will. Conway (De Niro) nimmt ihn unter seine Fittiche und führt ihn in die Strukturen der amerikanischen Cosa Nostra ein.

Henry avanciert zu einem angesehenen Mobster in der New Yorker Mafia, in der unter anderem auch Jimmys engster Vertrauter Tommy DeVito (Joe Pesci, Bild) agiert.

Joe Pesci verdient sich den Oscar 1991 für die beste Nebenrolle als Tommy nicht nur durch seine cholerischen Wutausbrüche, sondern auch sein eindringliches Charakterschauspiel.

"In den Straßen der Bronx" (1993) ist Robert De Niros erste Regiearbeit: Der Film, in dem er als Busfahrer und Vater der Hauptfigur auch selbst mitspielt, ist im New York der 60er angesiedelt.

Im selben Jahr sorgt auch Brian De Palma mit "Carlito's Way" für einen großen Mafia-Film. Al Pacino als Mafioso Carlito Brigante (Bild) und Sean Penn als sein Anwalt David Kleinfeld übernehmen darin die Hauptrollen.

Nur vier Jahre später mimt Pacino direkt den nächsten Gangster: In "Donnie Brasco" (1997) ist er der berüchtigte Mafioso Benjamin "Lefty" Ruggiero.

Nach seinem Meisterwerk "Good Fellas" liefert Martin Scorsese mit "Casino" 1995 Nachschub. In dem Gangster-Drama wird Sam "Ace" Rothstein (Robert De Niro) damit beauftragt, ein neues Casino in Las Vegas aufzuziehen. Unterstützung bekommt er vom Capo der Cosa Nostra, Nicky Santoro (Joe Pesci).

Im aufwendigen, für Netflix produzierten "The Irishman" (2019) versammelt sich noch einmal die goldene Gangster-Generation, unter anderem Joe Pesci (Bild) und Robert De Niro.

Natürlich glänzt auch Al Pacino in "The Irishman": als Gewerkschaftsführer Jimmy Hoffa.

In dem Mafia-Thriller steht die Bufalino-Familie von der amerikanischen Cosa Nostra um den assoziierten Auftragsmörder Frank "The Irishman" Sheeran (Robert De Niro) und seine Verstrickung in das Verschwinden von Jimmy Hoffa im Zentrum.

Scorsese setzt sich in vielen seiner Filme intensiv mit dem Sujet der Gangster und Mafiosi auseinander. In seinem Thriller "Departed – Unter Feinden" (2006) ist es Jack Nicholson, der als wahnsinniger Mafia-Boss Frank Costello für Gänsehaut-Momente sorgt.

Doch nicht nur Nicholson brilliert in "Departed": Leonardo DiCaprio, Matt Damon, Martin Sheen, Mark Wahlberg (r.) oder auch Alec Baldwin (l.) liefern große Schauspielleistungen in dem blutigen und hochspannenden Gangster-Werk ab.

Einen melancholischen und zugleich brachialen Einblick in die Strukturen der russischen Mafia bietet David Cronenbergs Thriller "Tödliche Versprechen - Eastern Promises" von 2007 mit Viggo Mortensen.

Mal kein Martin Scorsese, dafür Ridley Scott: In "American Gangster" (2007) stehen sich die beiden Oscar-Preisträger Denzel Washington als Drogen-Boss Frank Lucas und Russell Crowe (Bild) als Detective Richie Roberts gegenüber.

Lucas ist für eine kriminelle Organisation tätig, mit der er durch geschickte Manöver im US-Drogenhandel bald über der Mafia steht. Dabei schreckt er vor nichts und niemandem zurück – ganz großes Kino.