Sehenswürdigkeiten

Deutschlands schönste Schlösser und Burgen

Neuschwanstein ist im Winter wie im Sommer märchenhaft: Nicht ohne Grund besuchen jährlich bis zu 1,5 Millionen Menschen das berühmte Märchenschloss von König Ludwig II. von Bayern.

Neuschwanstein steht oberhalb von Hohenschwangau bei Füssen und wurde nach dem Vorbild von idealisierten Ritterburgen aus dem Mittelalter entworfen.

Der 1869 gestartete Bau diente übrigens als Inspiration für Disneys Zeichentrickfilme, das Firmenlogo und die Freizeitparks.

Direkt gegenüber von Neuschwanstein gelegen hat König Ludwig II. seine Kindheit verbracht. Das Schloss Hohenschwangau aus dem 12. Jahrhundert wurde vor allem im Napoleonischen Krieg stark zerstört.

1832 erwarb es König Maximilian II. (Vater König Ludwigs II.) und ließ es im neugotischen Stil wieder aufbauen.

Auch die Burg Hohenzollern wirkt wie ein Märchenschloss. Die Stammburg des Fürstengeschlechts der Hohenzollern thront auf einem Berg am Rande der Schwäbischen Alb und wurde erstmals im Jahr 1267 erwähnt.

Nach vielen Zerstörungen wurde die Burg, wie sie heute aussieht, erst im 19. Jahrhundert erbaut - im neugotischen Stil.

Auch bekannt als "Märchenschloss Württembergs", ragt das historische Schloss Lichtenstein von 1840 aus der Felsenlandschaft der Schwäbischen Alb und ist nur über eine schlanke Holzbrücke zu erreichen.

Das Schloss versteht sich als Huldigung an das Mittelalter und das Zeitalter der Ritterburgen. 2009 diente es als Kulisse für den ARD-Märchenfilm "Dornröschen".

Schloss Moyland im Kreis Kleve thront in einer Schlossanlage, die bereits vor 700 Jahren urkundlich erwähnt wurde. Seitdem hat das Wasserschloss viele Zerstörungen und Veränderungen hinter sich.

1987 wurde Schloss Moyland wiederaufgebaut und restauriert, seit 1997 beheimatet es ein Museum mit einer Sammlung moderner Kunst der Brüder van der Grinten, die den Wiederaufbau mitfinanzierten.

Die Höhenburg Burg Eltz liegt in der Eifel und ist aus dem 12. Jahrhundert. Erstaunlicherweise hat sie alle Kriege in der Region unbeschadet überstanden.

Dieses auf der Schlossinsel inmitten von Schwerin gelegene Bauwerk gilt als eines der bedeutendsten Schlösser des Romantischen Historismus in Europa.

Seit 1990 ist es Sitz des Landtages. Mit den ehemaligen Herzog-Schlössern von Güstrow, Ludwigslust und Neustrelitz zählt das Schloss Schwerin zu den Hauptresidenzen in Mecklenburg-Vorpommern.

Die Anfänge von Schloss Schwerin liegen bereits 1.000 Jahre zurück. Seine heutige Form nahm es ab 1845 in einem großen Umbau an - geplant nach französischen Vorbildern im Neorenaissance-Stil.

Die ehemalige Sommerresidenz der Hohenzollern, Schloss Charlottenburg, liegt im Berliner Ortsteil Charlottenburg und wurde ab 1695 bis 1791 im Stil des Barock, des Rokoko und des Klassizismus erbaut.

Diese unterschiedlichen Phasen spiegeln sich bis heute im Schloss und in der Gartenanlage wider.

Die über Eisenach thronende Wartburg zählt zu den ersten Burgen Deutschlands, die zum UNESCO-Weltkulturerbe wurde. Wie keine andere Burg spiegelt sie fast 1.000 Jahre deutsche Geschichte wider.

Der Sage nach wurde die Wartburg 1067 gegründet, doch berühmt wurde sie nach 1521/1522 durch einen prominenten Bewohner: Damals übersetzte Martin Luther hier einen Teil des Neuen Testaments ins Deutsche.

Die "Lutherstube" kann heute noch besichtigt werden. Zudem war die Wartburg Wirkungsstätte der heiligen Elisabeth von Thüringen und auch Goethe besuchte die Burg sehr oft.

Die Burg Pfalzgrafenstein liegt als Inselburg auf der Felsinsel Falkenau im Rhein und wurde 1327 von König Ludwig IV. als Zollturm errichtet.

Die Burg diente nur zur Einnahme des Schiffszolls und nicht wie gewohnt als Residenz. Seit 2002 ist die Burg Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal.

Schloss Herrenhausen in Hannover entstand im 17. Jahrhundert aus einem einfachen Gutshaus heraus. Zunächst im Barockstil gestaltet, wurde es 1819 im klassizistischen Baustil umgebaut.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Schloss Herrenhausen komplett zerstört und erst 2013 als Tagungszentrum und Museum wieder eröffnet. Beeindruckend ist die dazugehörige Gartenanlage mit historischem Kernstück.

Das historische Wasserschloss Glücksburg bei Flensburg gehört zu den bedeutendsten Renaissanceschlössern in Nordeuropa. 1587 errichtet ist es bis heute weitestgehend unverändert erhalten.

Seinen Namen erhielt das Schloss Glücksburg nach dem Wahlspruch des damaligen Herzogs: "Gott gebe Glück mit Frieden". Schloss, Museum und Kapelle stehen Besuchern heute noch offen.

Zwischen 1858 und 1867 ließ König Georg V. von Hannover das neugotische Schloss Marienburg in Pattensen für seine Gemahlin Königin Marie erbauen. Es wurde nie von den beiden bezogen.

Die Burganlage in der rheinland-pfälzischen Stadt Cochem an der Mosel steht auf einem sichtbaren Bergkegel oberhalb der Stadt.

Im Mittelalter fungierte die Reichsburg Cochem als Zollburg und wurde wohl um 1100 errichtet. Im 17. Jahrhundert wurde sie zerstört und 1877 im Stil der Burgenromantik neugotisch wieder aufgebaut.

Sie ist eine der berühmtesten Ruinen Deutschlands und Wahrzeichen ihrer Stadt: das Schloss Heidelberg. Seit den Zerstörungen Ende des 17. Jahrhunderts wurde es nur teilweise restauriert.

Nach einem Brand durch Blitzeinschlag 1764 wurde die Wiederherstellung dann ganz aufgegeben. Dennoch zählt das Heidelberger Schloss aus Sandstein zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Europa.

Das Schloss Wilhelmshöhe sowie die Ritterburg sind im Auftrag von Kurfürst Wilhelm I. um 1790 entstanden. Das Schloss im Stil des Klassizismus ist heute vor allem als Museum bekannt.

Der Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel entstand bereits im 17. Jahrhundert und ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. In der Barock-Anlage befinden sich zudem die Herkules-Statue sowie die Burgruine Löwenburg.