Ernährung

Hüpfende Cranberrys und falsche Bananen: Kuriose Lebensmittel-Fakten

Die Moosbeere, besser bekannt als Cranberry, wird gerne in Müslis gemischt und soll in Form von Tee oder Saft bei Blasenentzündung helfen. Doch viel spannender ist, wie Cranberrys geerntet werden ...

Im Innern der Beeren befinden sich vier Luftkammern. Im kommerziellen Anbau werden die Felder geflutet. Durch die Luftkammern treiben die reifen Früchte nach oben und können eingesammelt werden.

Die eingeschlossene Luft hat aber noch einen weiteren Effekt: Sind die Luftkammern intakt, lassen diese die Beeren wie einen Flummi hüpfen - beschädigte Cranberrys tun das dagegen nicht.

Während des Zweiten Weltkriegs waren Bananen in Großbritannien knapp. Doch die Briten wussten sich zu helfen: Sie kochten die "Mock Banana" (zu deutsch: Scheinbanane) aus heimischen Zutaten ...

Das Rezept für die Mock Banana war einfach: Pastinaken wurden klein geschnitten, gekocht und mit Puderzucker und Bananenextrakt zerstampft. Serviert mit Brotscheiben war das Bananensandwich fertig.

Bei Honig ist es egal, wie lange Sie ihn vergessen. Auch wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum was anderes sagt: Wenn er optimal gelagert und erst später geöffnet wird, ist Honig oft viel länger haltbar.

Optimal ist es, wenn Sie Ihren Honig dunkel, bei Zimmertemperatur lagern und darauf achten, dass der Behälter immer luftdicht verschlossen ist. Ungeöffnet ist er sogar oft nach Jahren noch genießbar.

Weltweit gibt es mehr als 30.000 Apfelsorten. Wollten Sie jeden Tag eine andere essen, bräuchten Sie etwa 82 Jahre. Doch Sie werden nicht jede Sorte bekommen.

Allein in Deutschland gibt es etwa 2.000 Sorten. Doch nur etwa sieben davon werden regelmäßig im Handel angeboten: Elstar, Gloster, Jonagold, Boskoop, Cox Orange, Golden Delicious und Granny Smith.

Unglaublich aber wahr: Wenn Sie eine saure Ananas salzen, wird sie süßer. Das Salz neutralisiert die Säure in der Frucht. Doch salzen Sie zu stark, kippt der Effekt und Sie essen salzige Ananas.

Wer hätte das gedacht? Weder Erdbeeren, Himbeeren noch Brombeeren sind Beeren. Erdbeeren sind Sammelnussfrüchte, Himbeeren und Brombeeren sind Sammelsteinfrüchte. Doch was genau sind dann Beeren?

Tomaten sind - botanisch gesehen - Beeren, ebenso wie Kiwis, Datteln, Avocados und Kürbisse. Und übrigens: Botanisch gesehen ist auch die Gurke eine Beere.

Tomaten zählen, ebenso wie Avocados oder Paprika, zum sogenannten Fruchtgemüse. Dabei handelt es sich um Gemüsepflanzen, deren oberirdische Früchte essbar und aus befruchteten Blüten entstanden sind.

Schokolade war früher eine Währung. Die Maya waren die ersten, die Kakao anbauten. Sie benutzten die Bohne zum Tausch gegen Kleidung und Lebensmittel. Und wofür wurden die Kakaobohnen noch verwendet?

Heutzutage ist Schokolade eine Süßigkeit. Das "Xocoatl" der Mayas war jedoch ein bitteres Getränk für Adelige und Krieger: Es bestand aus gegrillten und gemahlenen Kakaobohnen, Wasser und Gewürzen.

Die grüne, scharfe Paste beim Sushi nennen wir Wasabi. Dabei besteht eine Tube lediglich aus etwa zwei bis fünf Prozent "echtem" Wasabi. Der Rest sind Meerrettich, Senf, Farb- und Aromastoffen.

Echter Wasabi ist eine japanische Wurzel, die hierzulande einen stolzen Preis hat und gewissermaßen als der Trüffel Japans gilt.

Glückskekse verbinden wir mit China. Doch das kleine Gebäck mit den weisen Botschaften stammt aus Japan. Bereits im 19. Jahrhundert wurden die Kekse dort in der Kunst und Literatur erwähnt ...

Die heutige Form des Kekses ist wohl durch japanische Einwanderer in Kalifornien erfunden geworden. Wer genau dafür verantwortlich ist, ist unklar: Verschiedene Familien beanspruchen die Legende für sich.

Ähnlich irreführend ist der Toast Hawaii: Die Kombination aus Toastbrot, Kochschinken, Ananas und Käse stammt aus Deutschland. TV-Koch Clemens Wilmenrod präsentierte sie zuerst 1955 in einer Kochshow.

Wussten Sie, dass Schokolinsen und Geleebonbons Läuse enthalten? Der rote Farbstoff Karmin, den viele Lebensmittel und Kosmetikartikel enthalten, wird aus Cochenilleschildläusen gewonnen.

Eigentlich hatte der beliebte Ketchup höchstwahrscheinlich nichts mit Tomaten zu tun. Die Würzsoße soll ihren Ursprung in China, vermutlich im frühen 17. Jahrhundert haben ...

Bei dem chinesischen "kê-tsiap" handelt es sich um eine pikante Soße aus fermentiertem Fisch und Soja. Erst im 19. Jahrhundert wurden in den USA Tomaten zur Zutat.