Gemüse

Taro, Bimi, Maniok: Kennen Sie diese außergewöhnlichen Gemüsesorten?

Die Taroknolle, auch Wasserwurzel genannt, wächst als wilde Sumpfpflanze in Südostasien. Angebaut wird sie aber hauptsächlich in Afrika. Doch wie bereitet man sie zu?

Das Knollengemüse schält man zum Verzehr wie eine Kartoffel und kocht es in Salzwasser. In Afrika wird aufgrund des hohen Stärkeanteils auch Alkohol aus Taro hergestellt.

Die Thai-Aubergine wächst in Thailand. Hauptsächlich wird die Auberginenart in roten und grünen Curry-Gerichten verwendet. Sie schmeckt leicht scharf und ist ziemlich bitter, selbst nach dem Kochen.

Neben der Thai-Aubergine gibt es eine weitere Art, die Sie vielleicht noch nicht kennen: Die weiße Aubergine ist die ursprüngliche Form und hat ein mildes Pilzaroma. Das Innere ist sehr zart und fein.

Der Wassermelonenrettich erinnert tatsächlich an eine aufgeschnittene Wassermelone. Die Rettichart stammt aus China, wo sie vor allem eingelegt verzehrt wird. Doch auch hierzulande wird sie angebaut.

Galgant oder Galangawurzel wird vor allem als Suppeneinlage in der thailändischen Küche verwendet. Die scharf-bittere Wurzel erinnert geschmacklich an Ingwer und wirkt verdauungsfördernd.

Paradieskörner sind ein Ingwergewächs aus Afrika, welches vor allem als Gewürz verwendet wird: Sie sind pikant-scharf, brennen aber nicht auf der Zunge. Auch der Gin "Bombay Sapphire" enthält sie.

Bimi ist eine Kreuzung aus Brokkoli und Kai-lan, einer asiatischen Blattkohl-Sorte. Er schmeckt süßlicher als herkömmlicher Brokkoli und überzeugt durch weniger Abfall beim Putzen.

Asiatisch geht es weiter mit Sereh oder Zitronengras. Es ist gesund und vielseitig einsetzbar: getrocknet und gemahlen als Pulver sowie in Currys, Suppen und Salaten aus der thailändischen Küche.

Maniok ist eine südamerikanische Wurzel, die bei uns eher unbekannt ist. Sie wird wie eine Kartoffel geschält und anschließend frittiert, gebraten, gekocht oder gebacken. Roh ist die Knolle giftig.

Ein absoluter Hingucker ist die violette Süßkartoffel. Geschmacklich unterscheidet sie sich kaum von der gelben Variante: Auch sie ist süßlich-nussig, ähnlich wie Möhren und Kürbis.

Ein optisches Highlight setzt auch der lila Blumenkohl auf den Tellern. Geschmacklich sollten Sie allerdings nichts Exotisches erwarten - der lila Blumenkohl schmeckt exakt wie weißer Blumenkohl.

Auch Brokkoli gibt es in der lila Variante. Allerdings verliert er seine Farbe beim Kochen und wird dunkelgrün. Geschmacklich unterscheidet er sich kaum von seinem grünen Kollegen.

Gelbe Zucchini ist wie lila Brokkoli einfach nur eine optische Variante des beliebten grünen Gemüses. Sie schmeckt genauso mild, leicht und angenehm wie die herkömmliche Zucchini.

Doch Zucchini gibt es nicht nur in verschiedenen Farben: Rondini sind runde Zucchini und wegen ihrer Form ideal zum Befüllen. Geschmacklich unterscheiden sie sich nicht von den länglichen Zucchini.

Die Kerbelrübe gehört zur Familie der Doldenblütler. Das Wintergemüse wurde im Mittelalter kultiviert, ist heute aber fast verschwunden. Einzig in Frankreich gilt die Knolle als Delikatesse.

Die Ochsenherztomate ist eine sehr alte Tomatensorte und erinnert optisch tatsächlich an ein Ochsenherz. Die sehr großen, stark gerippten Tomaten schmecken intensiv aromatisch und süß.

Wenn Sie das Glück haben, in Ihrem Supermarkt eine Ochsenherztomate zu ergattern, dann sollten Sie sie schnell verzehren. Sie wird bereits nach wenigen Tagen weich und matschig.

Auch die sogenannte Ananastomate gehört zu den sehr großen Fleischtomatensorten. Das Innere ist gelb, orange, rot. Sie besitzt einen fruchtigen, milden und süßen Geschmack, der an Ananas erinnert.

Die Black-Zebra-Tomate ist recht neu. Sie hat grüne Streifen im tiefroten Fruchtfleisch und einen würzig-süßen Geschmack. Aufgrund ihrer Festigkeit eignet sie sich besonders für Salat und Brotzeit.

Die Wasserkastanie ähnelt der herkömmlichen Kastanie: außen dunkel und innen weiß und fleischig. Aber in Wirklichkeit ist sie gar keine Kastanie. Was ist sie dann?

Die Wasserkastanie ist ein Sauergrasgewächs. In asiatischen Ländern wird Wasserkastanie in rohem Zustand als Straßen-Snack verkauft, sie schmeckt aber auch gekocht, gegart oder gebraten.