Musik

Früher Tod: Die Mitglieder des "Klub 27"

Bluesmusiker Robert Johnson gilt als erstes Mitglied des Klubs. Der "King of the Delta Blues" starb 1938 einen bis heute nicht aufgeklärten Tod. Theorien rund um sein Ableben gibt es zuhauf.

Mit 18 Jahren ging Sängerin Janis Joplin nach Kalifornien und startete dort ihre Musikkarriere. Ihren bekanntesten Auftritt hatte sie mit der Kozmic Blues Band beim Woodstock-Festival 1969.

Am 3. Oktober 1970 stand Joplin noch im Tonstudio, bevor sie einen Tag später an einer Überdosis Heroin starb. Ihr Testament hatte sie erst kurz zuvor unterzeichnet.

Drei der berühmtesten Mitglieder des "Klub 27" starben innerhalb nur zweier Jahre. Den Anfang machte Brian Jones am 3. Juli 1969. Er war Gründungsmitglied der Rolling Stones.

Der Brite starb auf seinem Anwesen Cotchford Farm im englischen East Sussex auf mysteriöse Weise.

Nach dem Besuch eines Freundes wurde er tot in einem Pool gefunden. Ob es ein Unfall oder Mord war, ist bis heute nicht geklärt. Die Polizei gab Ertrinken als Todesursache an.

Im September 1970 starb Jimi Hendrix. Der Drogenkonsum der Musiklegende war Ende der 1960er-Jahre gestiegen, was sich auch bei seinen Auftritten bemerkbar machte.

Hendrix hatte in seinem Londoner Apartment eine Dosis Schlaftabletten eingenommen. Am Morgen des 18. Septembers wurde er bewusstlos aufgefunden – und im Krankenhaus für tot erklärt.

Am 3. Juli 1971 starb The-Doors-Frontmann Jim Morrison an einem Herzstillstand - auf den Tag genau zwei Jahre nach Brian Jones. Wegen schwerer Atembeschwerden hatte er regelmäßig Heroin geschnupft.

Die genauen Umstände seines Todes sind bis heute ungeklärt. Auch von Mord war zeitweise die Rede.

1975 wurde Pete Ham Teil des Klubs. Die Rockband Badfinger hatte finanzielle Probleme, die den Musiker belasteten. Am 24. April nahm er sich das Leben.

Uriah-Heep-Bassist Gary Thain starb 1975 mit 27 Jahren. Im Jahr zuvor hatte er bei einem Auftritt einen elektrischen Schlag bekommen, von dem er sich nicht mehr erholte.

Kaum eine Band definierte den Grunge der 90er-Jahre so stark wie Nirvana. Doch der Erfolg überforderte Frontmann Kurt Cobain – vor allem gesundheitlich.

1994 fiel er nach dem Konsum einer Mischung aus Tabletten und Alkohol ins Koma. Die Ärzte vermuteten einen Suizidversuch. Aus dem Entzug, in den Cobain ging, floh er am 1. April 1994.

Eine Woche später fand man den Rockstar leblos auf. In einem Brief hatte er sich mit den Worten "It's better to burn out than to fade away" verabschiedet.

2011 trat Amy Winehouse dem "Klub 27" bei. In ihrem Song "Rehab" beschrieb sie bereits 2006 ihren Kampf gegen den Drogenkonsum.

Von den Drogen konnte sie sich lossagen, vom Alkohol allerdings nicht. Winehouse wurde tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Die Ursache: eine Alkoholvergiftung.