Aufräumen

So schaffen Sie mehr Ordnung zu Hause

Ein wenig Unordnung macht Sie nicht gleich zum Messie: Messies haben eine nicht steuerbare Sammelwut. Sie brauchen therapeutische Hilfe. Leichtes Chaos lässt sich dagegen mit diesen Tipps beheben ...

Bleiben Sie realistisch: Wenn Sie bislang ein absoluter Chaot waren, werden Sie sicher nicht von heute auf morgen ein Ordnungsfanatiker. Das Zauberwort heißt in dem Fall "Optimieren".

Ordnung zu halten, gehört zum Selbstmanagement. Setzen Sie sich konkrete Ziele. Statt "ich muss mal wieder meinen Schreibtisch aufräumen", formulieren Sie konkrete Einzelziele: wann, was, wohin.

Tragen Sie kleine wie große Aufgaben mit konkretem Datum in den Kalender ein: 24.2. Altpapier wegbringen, 28.2. Kleiderschrank ausmisten. Nehmen Sie diese Termine genauso ernst wie andere Einträge.

Wo sollen Sie mit dem Aufräumen anfangen? Die Turnmatte, die seit drei Monaten unbenutzt an der Wand lehnt, oder die abgetragenen Schuhe, die seit Jahren im Flur stehen - diese Sachen müssen weg!

Unbenutzte Dinge, die in der Wohnung verteilt sind, ziehen jeden Tag Ihre Aufmerksamkeit auf sich und saugen Ihre Energie. Sie sorgen für Unordnung und Schuldgefühle. Doch es gibt eine Lösung ...

Schmeißen Sie kaputte Dinge weg und verschenken Sie unbenutzte Sachen, die einem anderen Menschen vielleicht mehr Freude bereiten würden.

Seien Sie ehrlich mit sich selbst - welche Dinge brauchen Sie wirklich unabdingbar? Etwas, das seit dem letzten Umzug immer noch verpackt im Karton liegt, brauchen Sie womöglich nicht mehr.

Trauen Sie sich, Dinge loszuwerden, die Sie geschenkt bekommen haben. Sicher war es lieb gemeint, aber für Sie unpraktische Geschenke brauchen Sie nicht für immer zu behalten.

Das gilt auch für Dinge mit rein sentimentalem Wert: Die Kinokarte vom ersten Date oder Ihr alter Lieblingspulli - lassen Sie die Vergangenheit los. Machen Sie ein Erinnerungsfoto und dann weg damit!

Es ist leider keine Lösung, diese Dinge in den Keller oder auf dem Dachboden zu verstauen. Auch dort wird es irgendwann unübersichtlich und unnötig chaotisch. Einfach weg damit!

Quillt Ihr Kleiderschrank hoffnungslos über? Dann ist es Zeit zum Auszumisten. Gehen Sie den kompletten Inhalt durch und sortieren Sie radikal aus, was Sie seit Monaten nicht mehr tragen.

Überflüssige Kleidung wandert direkt in den Müll, die Altkleidersammlung oder auf den Flohmarkt. So haben Sie im Schrank mehr Platz für manch unordentlich in die Garderobe geschmissene Jacke.

Je mehr Menschen zusammenleben, desto chaotischer wird es. Am besten setzt sich die ganze Familie zusammen und bespricht klare Regeln: Wo darf Unordnung entstehen? Wann ist Zeit, aufzuräumen?

Gerade mit Kindern sind Absprachen wichtig. Beim Spielen darf Chaos entstehen, aber hinterher muss klar sein, dass alles auf seinen Platz zurückkommt. Doch wie motivieren Sie Ihr Kind zum Aufräumen?

Aufräumen kann zum Spiel werden: Stellen Sie einen Timer auf fünf Minuten und fordern Sie Ihre Kinder auf, in dieser Zeit alles aufzuräumen. Wenn sie es schaffen, winkt womöglich eine Belohnung.

Für Kinder ist es wichtig, dass Dinge einen bestimmten Platz haben: Beschriften Sie einzelne Kisten oder kleben Sie Fotos von den Dingen darauf, die hineingehören. So wird das Aufräumen kinderleicht.

Bei kleineren Kindern sollten Sie zudem darauf achten, dass der Schrank und die Garderobe auch für sie erreichbar sind. Niedrige Haken in der Garderobe verhindern herumliegende Jacken auf dem Boden.

Wer Kinder hat, weiß, dass sich über die Jahre allerlei nutzlose Dinge anhäufen. Respektieren Sie den Wunsch Ihres Kindes, wenn es sich nicht davon trennen kann. Es gibt eine ordentliche Lösung ...

In jedem Haushalt sollte es eine Chaoskiste geben, in die Kinder alles reinwerfen dürfen, was keinen anderen Platz hat: vom Ausschnitt aus der Kinderzeitschrift bis zum Inhalt eines Überraschungseis.

Chaoskisten sind auch für Erwachsene wichtig: In einem einfachen Schuhkarton können Sie alle Dinge sammeln, die sonst querbeet auf dem Küchentisch liegen. Doch Sie sollten den Inhalt zeitig sortieren.

Räumen Sie jeden Tag ein bisschen auf - das spart Zeit und Nerven. Scannen Sie täglich zur gleichen Uhrzeit Ihr Zuhause und räumen herumliegende Dinge weg. Mit der Zeit herrscht so weniger Chaos.