Für die Umwelt

So ernähren Sie sich klimafreundlich und nachhaltig

Ein effizienter Schritt in Richtung klimafreundliche Ernährung ist die Reduzierung von Fleisch. Aber nicht nur der Konsum, sondern auch die Haltungsbedingungen der Tiere schädigen das Klima.

Durch die massenhafte Rinderhaltung entstehen Emissionen wie Methan und Lachgas. Außerdem führt der hohe Bedarf an Soja als Futtermittel zur Rodung von Urwäldern und zur Zerstörung von Ökosystemen.

Der Verzicht auf Fleisch bedeutet aber auf keinen Fall Verzicht auf Genuss. Es gibt viele leckere Alternativen wie etwa Tofu, Tempeh oder Seitan, die eine deutlich bessere Klimabilanz aufweisen.

Pflanzliche Produkte sind generell besser als tierische. Trotzdem hat auch die Erzeugung, Verarbeitung und Verteilung von Milchprodukten erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt.

Der Verzicht auf Fleisch- und Milchprodukte hätte einen sehr großen Einfluss auf unser Ökosystem. Ohne diese Produkte könnten die Agrarflächen weltweit um circa 75 Prozent reduziert werden.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt 300 bis maximal 600 Gramm Fleisch pro Woche. Dies verringert das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten, Krebs und Bluthochdruck.

Viele Fischbestände sind bereits überfischt. Verbraucher müssen ihren Konsum zurückschrauben, Fisch als Delikatesse betrachten und nur aus verantwortungsbewusster Aquakultur beziehen.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Qualität unseres Essens. Beim Bio-Anbau wird nur etwa die Hälfte an Energie verbraucht, bei regionalen Produkten fallen die langen Transportwege weg.

Für die Natur ist eine ökologische Landwirtschaft besser: Beim Bio-Anbau werden beispielsweise keine Pestizide eingesetzt.

Ratsam ist es auch, sich von regionalem Obst und Gemüse zu ernähren, denn so fallen lange Transportwege und das Beheizen von Gewächshäusern weg.

Frische Lebensmittel sind klimafreundlicher als Produkte, die verarbeitet werden. Das gilt besonders für Fertigprodukte, die durch Tief-Kühlung und Erhitzung haltbar gemacht werden.

Eigenes Gemüse kann im Garten oder auf dem Balkon gezüchtet werden. Alternativ klappt es mit einem Ernteanteil über einen nahegelegenen Hof oder eine genossenschaftlich organisierte Gemeinschaft.

Falls Sie Ihre Lebensmittel doch lieber im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt kaufen, sollten Sie auch den Weg dorthin klimafreundlich bestreiten: zu Fuß oder mit dem Fahrrad.

Bewusstes Einkaufen ist wichtig: Man sollte nur so viel Essen einkaufen, wie man auch wirklich verbraucht. Laut Greenpeace wirft jeder Bürger in Deutschland 82 Kilogramm Lebensmittel jährlich weg.

Krumme Gurken, zweibeinige Möhren oder fleckige Äpfel kommen oft nicht in den Handel. Dabei schmeckt schiefes Gemüse und vernarbtes Obst nicht schlechter als formschöne Produkte. Greifen Sie also zu!

Das Mindesthaltbarkeitsdatum führt schnell dazu, dass essbare Lebensmittel vorschnell entsorgt werden. Doch die meisten Lebensmittel halten länger. Tipp: einen Riech- oder Schmecktest machen.

Einwegverpackungen aus Plastik, Blech oder Alufolie gehen zulasten der Umwelt. Diese Klimabelastung kann man vermeiden, indem man eigene Beutel und Behältnisse verwendet.