Wüste, Eis oder radioaktiv

Das sind die lebensfeindlichsten Orte der Welt

In der Danakil-Senke in Äthiopien ist Leben fast unmöglich. Vulkanische Quellen, Gase und Temperaturen um 100 Grad sorgen jedoch für eine spektakuläre Optik. Selbst Mikroben oder Bakterien haben hier keine Chance.

In den Karatschai-See in Russland wurde jahrelang radioaktiver Abfall geleitet, 1957 explodierte auch noch ein Tank der angrenzenden Nuklearanlage. Die Strahlung am Ufer ist nach einer Stunde tödlich.

Auch in Tschernobyl sorgt Strahlung für lebensfeindliche Umstände. 1986 explodierte ein Reaktorblock, das Gebiet wurde Sperrzone. Bis auf wenige Rückkehrer leben hier bis heute keine Menschen.

Dascht-e Lut liegt im Iran und ist die wohl heißeste Wüste der Welt. 2016 wurde von Satelliten die höchste jemals auf der Erde gemessene Bodentemperatur nachgewiesen: 78,2 Grad Celsius.

Die Atacama-Wüste in Südamerika ist der trockenste Platz der Erde außerhalb der Polargebiete. Mancherorts hat es jahrzehntelang nicht geregnet. Die NASA trainiert hier für zukünftige Marsmissionen.

Im Death Valley in den USA wurde die bisher höchste auf der Erde gemessene Lufttemperatur erreicht: 56,7 Grad Celsius. Trotzdem: Über 1.000 Pflanzen- und mehr als 400 Tierarten sind hier heimisch.

Durch dieses Tal sollte niemand wandern: Auf der russischen Halbinsel Kamtschatka am Vulkan Kikpnych sammeln sich im windstillen Tiefland giftige Gase - mit tödlichen Folgen für Mensch und Tier.

Der "Jacuzzi der Verzweiflung" ist ein Unterwasser-See im Golf von Mexiko, fünfmal salziger als der Ozean und voller Methan und Schwefelsauerstoff. Größere Lebewesen erstarren quasi zu Salzsäulen.

In der Mponeng-Goldmine in Südafrika lebt in 2.800 Metern Tiefe der einsamste Mikroorganismus der Welt. Sein Lebensraum ist seit 25 Millionen Jahren isoliert, Sauerstoff und Licht sind nicht vorhanden.

Bis zu minus 90 Grad herrschen an der antarktischen Eiskappe, Leben ist kaum vorstellbar. Doch in den Eisschichten lassen sich tatsächlich zahlreiche Mikroorganismen nachweisen.

Ab 8.000 Metern beginnt auf dem Mount Everest die Todeszone, mit niedrigem Luftdruck, starken Winden und Temperaturschwankungen. Nur wenige Vögel, eine Spinnenart und 30 Flechtenarten können hier leben.

Sehr lebensfeindlich sind auch durch Schwermetalle verunreinigte Abwässer von Bergwerken. Bakterien und Archaeen fühlen sich hier allerdings wohl. Um Energie zu gewinnen, oxidieren sie Schwefel oder Eisen.