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Hurrikan, Tornado oder Orkan? So unterscheiden sich Stürme

Als Sturm bezeichnet man Windgeschwindigkeiten von mehr als 74 km/h. Auf der Beaufort-Skala, die zur Klassifikation von Windgeschwindigkeiten dient, entspricht das einer Stärke von 9.

Weitere Unterscheidungen sind ein schwerer Sturm mit bis zu 102 km/h und Windstärke 10, ein orkanartiger Sturm der Windstärke 11 mit Geschwindigkeiten bis zu 117 km/h sowie ein Orkan mit Windstärke 12.

Orkane (ab 118 km/h) treten vor allem in Mittel- und Nordeuropa auf und können bis zu 300 km/h schnell werden. Sie entstehen, wenn warme Luft aus Richtung des Äquators auf wesentlich kältere Polarluft trifft.

Orkane treten besonders im Herbst und Winter auf. Voraussetzung dafür sind sehr große Temperaturunterschiede - je größer die Unterschiede, desto stärker die Stürme.

Als Wirbelsturm bezeichnet man verschiedene Windphänomene, bei denen die Luft um eine vertikale Achse kreist. Im allgemeinen Sprachgebrauch sind damit fast immer die tropischen Wirbelstürme gemeint.

Tropische Wirbelstürme entstehen über dem Meer, wo die Temperatur des Wassers mindestens 26,5 Grad Celsius beträgt. Durch Sonneneinstrahlung verdunstet Wasser und Luft steigt auf.

Durch die Erdrotation werden die Luftmassen in eine Drehbewegung versetzt. Je nach Entstehungsort hat der Wirbelsturm einen anderen Namen ...

Der Hurrikan entsteht im Nordatlantik, auf dem Nordostpazifik, im Karibischen Meer und im Golf von Mexiko. Im Pazifik tritt er zumeist im August und September auf, im Atlantik zwischen Juni und November.

Durch hohe Windgeschwindigkeiten von mehr als 118 km/h und die damit einhergehenden schweren Niederschläge stellt ein Hurrikan - wie Katrina 2005 - eine große Gefahr dar, sobald er auf Land trifft.

Taifune treten in Ost- und Südostasien und im nordwestlichen Teil des Pazifiks auf. Sie sind oft stärker als Hurrikans oder Zyklone und können ganzjährig auftreten, vermehrt aber im August und Dezember.

Durch die hohen Windgeschwindigkeiten sowie den in kürzester Zeit sehr starken Regen, was Überschwemmungen und Erdrutsche zur Folge hat, entstehen jährlich schwere Schäden durch Taifune.

Der Zyklon tritt im nördlichen und südwestlichen Indischen Ozean sowie im Südpazifik auf. Die Hauptsaison ist nach dem Sommermonsun zwischen Mai und Juni sowie Oktober und November.

Einer der folgenschwersten Zyklone der jüngeren Vergangenheit ist Nargis, der sich 2008 im Golf von Bengalen bildete. 130.000 Menschen kamen ums Leben, ein materieller Schaden von zehn Mrd. Dollar entstand.

In Australien und Indonesien gibt es eine besondere Bezeichnung für den tropischen Wirbelsturm: Willy-Willy. Den Namen prägten Einwanderer, die aus dem englischen "whirlwind" erst "whirly-whirly" machten ...

Daraus wurde später "willy-willy". Die Windgeschwindigkeit liegt bei circa 118 km/h, was einem Wert von 12 auf der Beaufort-Skala entspricht. Willy-Willies haben ihre Hauptsaison zwischen Januar und März.

Im Gegensatz zum tropischen Wirbelsturm ist der Tornado ein schneller, rotierender Luftwirbel, der über Land entsteht. Auch ist er oft kleiner und kurzlebiger als ein Hurrikan.

Während man den Tornado in Deutschland auch als Windhose bezeichnet, nennt man ihn in den USA Twister. Tornados entstehen unterhalb von Gewitterwolken und haben die Form eines Trichters oder Schlauchs.

Sobald die Luftsäule den Boden berührt, spricht man von einem Tornado. Er wird häufig von Hagel begleitet und schlägt unberechenbare Haken. Die höchste bisher gemessene Geschwindigkeit beträgt 510 km/h.

Am schlimmsten wüten Tornados in den USA, durchschnittlich 1.200 entstehen dort pro Jahr und fordern jährlich bis zu 80 Todesopfer und 1.500 Verletzte. Die Tornado-Hochsaison ist im Frühjahr und Sommer.

Ein Blizzard ist ein sehr heftiger Schneesturm mit eisigen Winden von bis zu 100 km/h, meterhohem Schnee, Eisregen und Temperaturstürzen von bis zu 40 Grad. Er tritt vor allem in Nordamerika auf.