Virtuelle Superstars

Das wussten Sie nicht über "Die Sims"

Seit über 20 Jahren bringen die digitalen Menschen PC- und Konsolenspieler zum Lachen, Weinen und Nachdenken. Hier sind die schrillsten Fakten über "Die Sims" ...

Will Wright ist der geistige Vater der Sims. Nach einem Feuer musste er Haus und Hof komplett neu aufbauen und verarbeitete diese Erfahrung in der Spielidee zu "Die Sims".

Die Geschichte der legendären Spielreihe begann mit einem Griff ins Klo. Buchstäblich! Die Interaktion mit dem WC war das erste Gameplay-Element im Prototypen von 1993.

Das Game sollte erst "Doll House" ("Puppenstube") heißen. Der Name kam aber beim männlichen Publikum nicht gut an. Auf dem Karton stand nüchtern: "Die Personen-Simulation vom Schöpfer von 'Sim City'".

Worum geht's bei "Die Sims"? In der virtuellen Zweitexistenz kann man leben, lieben, leiden, Häuser bauen, Karriere und Kinder machen - und völlig verrückte Geschichten erleben.

Bilder sagen mehr als Worte: Daher werden in den Sprechblasen der Sims nur Symbole gezeigt.

Die digitalen Wesen sprechen auch eine eigene Sprache: Simlish. Die ist vogelwild zusammengesetzt aus Puzzleteilen wie der Navajo-Sprache, Ukrainisch und dem philippinischen Tagalog.

Ein paar wichtige Begrifflichkeiten gefällig? "Sul sul" - "Hallo". "Neeshga" - "Nein". "Spanewash" - "Ja". "Cummuns nala?" - "Wie geht's dir?"

In dem Trailer zu "Die Sims 2: Apartment Life" singt Katy Perry ihren Hit "Hot And Cold" auf Simlish.

2012 bedankte sich EA mit einem eigenen, quietschbunten Add-On bei der Sängerin: "Katy Perry - Süße Welt".

Auch andere Superstars sangen auf Simlish: darunter die Black Eyed Peas, Flo Rida, Kelly Rowland, Lily Allen, Nelly Furtado und Depeche Mode.

"Die Sims" war eines der ersten Spiele, in denen gleichgeschlechtliche Beziehungen möglich waren. Seit Teil 4 gibt es so gut wie keine Einschränkungen in der virtuellen Liebe mehr.

In Russland ist "Die Sims 4" nur für Erwachsene freigegeben. Gleichgeschlechtliche Beziehungen werden als schädlich für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen eingestuft.

Eine Kino-Adaption von "Die Sims" war schon zum Greifen nah: 2007 kaufte 20th Century Fox die Rechte für eine Realverfilmung. Doch das Projekt wurde auf Eis gelegt.

Dafür gelang es EA 2020, sein Kultspiel mit einem Reality-TV-Format zu verschmelzen. Das Ergebnis: die Show "Die Sims - Spark'd", bei der die Teilnehmer um 100.000 US-Dollar Preisgeld kämpften.

"Die Sims" ist mit über 200 Millionen verkauften Exemplaren eine der erfolgreichsten Spielereihen. Auch die Zahl der Add-ons und Zusatzpacks ist rekordverdächtig, allein Teil 4 hat über 30 davon!

Urlaube, Haustiere, Vampire, Aliens, aber auch Jobs, Nachhaltigkeit, Jahreszeiten und die Möglichkeit, berühmt zu werden: Die Erweiterungen sind mannigfaltig.

Selbst einen Ausflug ins "Star Wars"-Universum durften "Die Sims" schon unternehmen.

Die anhaltende Liebe der Fans und ihre Bereitschaft, etwa für virtuelle Landhausmöbel reales Geld auszugeben, brachte EA bereits über fünf Milliarden US-Dollar ein.

Stirbt ein "Sims"-Charakter, ist er mit hoher Wahrscheinlichkeit unwiederbringlich tot. Eine Studie zeigte, dass die Spieler wirklich um die Figuren "trauern".

Seit Teil 1 gibt es jedoch Spieler, die ihre Sims mit Absicht ins Jenseits befördern. Pools waren lange eine der beliebtesten Todesfallen - es musste nur die Leiter entfernt werden.

Virtuelles Leben zu erschaffen, ist leicht: Die Sims können bereits von einem Kuss schwanger werden.

"Die Sims" waren das erste Videospiel, das es auf das Cover der renommierten amerikanischen "Newsweek" schaffte.