Sport

Diese kuriosen Olympia-Disziplinen gab es wirklich

Was wir nur als nervige Aufgabe aus dem Sportunterricht kennen, war bis 1932 tatsächlich olympische Disziplin: Tauhangeln. Im Bild erklettert Georgios Aliprantis 1906 in Athen seine Goldmedaille.

Auch das kennen wir eher vom Kindergeburtstag: Tauziehen, das von 1900 bis 1920 olympisch war. Drei der fünf 1908 teilnehmenden Mannschaften waren britisch - und gewannen Gold, Silber und Bronze.

Gewichtheben mit zwei Armen kennen wir auch heute noch. Doch bis 1928 war auch das einarmige Stoßen und Reißen olympisch.

Es klingt wirklich kurios: Synchronschwimmen, aber allein. 1984, 1988 und 1992 war Solo-Synchronschwimmen tatsächlich olympische Disziplin.

1908 bis 1972 wurden olympische Wettkämpfe auch im Tandemfahren ausgetragen. Der Hintermann muss sich dabei voll auf den Vordermann verlassen - er sieht nämlich so gut wie nichts.

Weitsprung kennen wir mit Anlauf - 1900 bis 1912 gab es das allerdings auch ohne: beim Standweitsprung. Gesprungen wird aus dem Stand - immerhin bis zu 3,47 Meter.

Auch in die Höhe wurde aus dem Stand gesprungen: Der Standhochsprung war 1900 bis 1912 olympisch. Der Höhenrekord liegt immerhin bei 1,65 m.

Dieser Herr schießt auf Tauben - echte Tauben! Bei den Olympischen Spielen 1900 in Paris gewann Leon de Lunden mit 21 erlegten Tieren Gold, Bronze-Gewinner Donald MacIntosh (Bild) holte 18 vom Himmel.

Alleine weit springen ist auch heute noch Disziplin, 1900 in Paris tat man das auch zu Pferd. Auch Hochspringen zu Pferd war damals olympisch.

1906 trat man bei Olympia zum Pistolenduell an, schoss aber nur auf Puppen. Ein weiteres Mal wurde die Disziplin 1908 demonstriert, man schoss aufeinander, aber mit Wachskugeln und in Schutzkleidung.