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Diese Deutschen waren schon im Weltall

Als erster Deutscher im Weltraum ging Kosmonaut Sigmund Jähn (1937-2019) in die Geschichte der Raumfahrt ein. Er flog im August 1978 zur sowjetischen Raumstation Saljut 6. Moment mal - Kosmonaut?

Die Bezeichnung für Raumfahrer ist je nach Kulturkreis unterschiedlich. So etablierte die Sowjetunion damals den Begriff "Kosmonaut" ("Universum") und die USA die Bezeichnung "Astronaut" ("Sterne").

Als Astronaut stehen auch Arbeiten im berühmten Raumlabor Spacelab an. Diesen nahm sich unter anderem der deutsche Wissenschaftsastronaut Ulf Merbold an, der 1983 der erste Westdeutsche und zweite Deutsche im All war.

Hier bereitet sich der deutsche Testpilot Klaus-Dietrich Flade auf seinen geplanten Weltraumstart im März 1992 vor. Für ihn ging es zur russischen Raumstation Mir, wo er sich insgesamt acht Tage aufhielt.

Im Oktober 1985 verbrachten Ernst Messerschmid (li.) und Reinhard Furrer ganze sieben Tage in der Schwerelosigkeit. Das Duo führte Experimente im Spacelab 75 im Rahmen der Mission D1 durch.

Übrigens: Ein Raumanzug ist nicht zu verwechseln mit einem Fluganzug. Ersterer dient Raumfahrern als Vakuum im Weltall und sichert die Vitalfunktionen seines Trägers.

Ein Fluganzug, der besonders strapazierfähig und feuerfest ist, kommt vor allem beim Training und der Arbeit an Bord des Raumfahrzeugs zum Einsatz.

Physiker Hans Schlegel war bereits zweimal im Weltall (1993 und 2008). Insgesamt vebrachte er bereits mehr als 22 Tage in der Schwerelosigkeit. Den Rekord hält allerdings...

... Thomas Reiter mit sage und schreibe 350 Tagen im Weltall. Seine erste Reise brachte ihn im September 1995 zur Mir. 2006 flog er zur ISS.

Wissenschaftliche Versuche im Spacelab standen auch auf seiner Agenda: Astronaut Ulrich Walter startete im April 1993 ins All.

Hier winkt der deutsche Kosmonaut Reinhold Ewald der Presse während eines Trainings zu. Seine Mission: das russische Sojus-TM-25-Weltraumprojekt in Russlands Raumfahrtzentrum Star City.

Auch er hegt eine Leidenschaft für unser Universum: Gerhard Thiele flog im Februar 2000 mit dem Spaceshuttle Endeavour in eine Erdumlaufbahn.

Alexander Gerst verließ im Mai 2014 erstmals unseren Planeten. Mit einer Sojus ging es für den Vulkanforscher zur ISS - Forschung und Weltraumspaziergänge inklusive.

Das Weltall ist schließlich kein leerer Raum. Es enthält Gase, kosmischen Staub, Elementarteilchen, elektrische und magnetische Felder, Gravitationsfelder und elektromagnetische Wellen.