Detektiv, Zauberer, Held

So tickt Benedict Cumberbatch

Er hebt sich vom Hollywood-Einerlei ab: Benedict Cumberbatch legte in den vergangenen Jahren eine beispiellose Karriere hin. Doch was macht den Briten eigentlich so außergewöhnlich?

So wurde er berühmt: Als moderner Sherlock Holmes mit allerhand Macken jagte er Verbrecher in London. Cumberbatch ermittelte mit Martin Freeman als John Watson in bisher 4 Staffeln "Sherlock".

Benedict Cumberbatch hat in vielen Filme mitgespielt - eine Oscarnominierung erhielt er aber bislang nur für den Film "The Imitation Game", in dem er 2014 das Mathe-Genie Alan Turing spielte.

2016 mimte Cumberbatch erstmals den Superhelden mit den Zauberkräften: "Doctor Strange". Auch privat interessiert er sich für ostasiatische Weisheiten - das teilt er mit seiner Filmfigur.

So sieht sich Cumberbatch als Buddhist - im "philosophischen Sinne". Nach seinem College-Abschluss brachte er sogar tibetanischen Mönchen Englisch bei.

Dass er anders ist, zeigen schon seine Augen: Cumberbatch hat eine (nicht gefährliche) Pigmentierungsstörung, die Augen strahlen dadurch in unterschiedlichen Farbtönen - in Blau, Grün und Gold!

Cumberbatch engagiert sich für soziale Zwecke: Im März 2019 ging er in den eiskalten Londoner Hampstead Ponds schwimmen, um im Rahmen des "Red Nose Day" Spenden zu sammeln.

Der Brite wäre beinahe kein Schauspieler geworden: Ursprünglich wollte er eine juristische Laufbahn einschlagen. Ein Glück für seine Fans, dass daraus nichts wurde.

Seine Anhängerinnen nennen sich "Cumberbitches". Doch das gefällt dem Schauspieler gar nicht: Der Begriff sei ein Rückschritt für den Feminismus, beschwerte sich Cumberbatch.

Ohnehin ist der beliebte Schauspieler bereits glücklich vergeben. 2015 heiratete Cumberbatch die Theaterregisseurin Sophie Hunter, das Paar hat inzwischen drei Söhne.

Weniger erfreulich ist das Erbe, das Cumberbatch mit sich trägt: Seine Vorfahren waren Sklavenhalter auf den karibischen Inseln.

Statt einfach seinen Namen zu ändern, machte er ungefähr das Gegenteil und stellte sich der Vergangenheit offensiv: Im Sklaven-Drama "12 Years A Slave" verkörperte er einen Plantagen- und Sklavenbesitzer.

Große Ehre: 2015 wurde Cumberbatch von der Queen höchstpersönlich als "Commander of the British Empire" für seinen Verdienst als Schauspieler und Wohltäter ausgezeichnet.

Seit ein paar Jahren existiert auch von Benedict Cumberbatch eine wächserne Kopie. Seine Wachsfigur ist naturgemäß nicht ganz so heiß wie der Schauspieler, sieht ihm aber dennoch täuschend ähnlich.

Cumberbatch, der Lebensretter: Aus dem Auto beobachtete er vor einigen Jahren, wie Männer einen Lieferdienst-Radfahrer angriffen. Er sei sofort aus dem Wagen gesprungen und habe die Angreifer weggezogen.

Das ist Benedict Cumberbatchs neuester Film: In "Der Spion" (Kinostart: 1. Juli) spielt der Brite einen Geschäftsmann, der zwischen die Fronten des Kalten Kriegs gerät.