Hollywoodstar

Robert Redford: Seine besten Rollen

Als "attraktivster Mann des US-Films" wurde Robert Redford einst bezeichnet. Seit Anfang der 70er-Jahre waren seine Filme oft Kassenschlager, bis heute zählt er zu Hollywoods Allergrößten.

Schon Mitte der 60er-Jahre galt Redford als einer der schönsten Männer Hollywoods. Aber erst mit der Komödie "Barfuß im Park" (1967) stieg er an der Seite von Jane Fonda zum Superstar auf.

1968 stand das Publikum mit "Zwei Banditen" vor der Wahl: Sundance Kid (Robert Redford, rechts) oder Butch Cassidy (Paul Newman)? Die Wahl fiel sicher vielen schwer ...

In "Der Clou" (1973) spielten Newman (rechts) und Redford wieder zusammen und rächten sich als Trickbetrüger an einem Mafiaboss. Robert Redford verdiente sich damit eine Oscar-Nominierung.

Leonardo DiCaprio in allen Ehren: Niemand verkörperte den exzentrischen Millionär Jay Gatsby so begeisternd wie einst Robert Redford an der Seite von Mia Farrow in "Der große Gatsby" (1974).

Als Agent machte Redford mehrfach eine gute Figur. Am eindrucksvollsten gelang ihm dies in "Die drei Tage des Condor" (1974): Als verdeckt arbeitender CIA-Mann kommt er einer Verschwörung auf die Spur.

Redford drehte viele Filme, die "den Zustand Amerikas in einem bestimmten Moment" zeigten: Im vierfach oscarprämierten Polit-Thriller "Die Unbestechlichen" (1976) ging es um die "Watergate"-Affäre.

Und noch ein Redford-Film, der reale (Zeit-)Geschichte schmerzhaft lebendig werden ließ: "Die Brücke von Arnheim" (1977) erzählte vom verlustreichen Luftlandemanöver der Alliierten im Zweiten Weltkrieg.

Im romantischen Post-Western "Der elektrische Reiter" (1979) mimte Redford einen abgehalfterten Rodeo-Reiter, der sich mit Werbespots über Wasser hält - und eines Tages einfach in der Wüste verschwindet.

In den 80er-Jahren spielte Redford nur in vier Filmen - einer davon wurde zu einem seiner größten Erfolge: Das bewegende Melodram "Jenseits von Afrika" (1985) rührte Millionen Kinozuschauer zu Tränen.

Eine temporeiche Krimikomödie mit ausgebufften Figuren, die fast ein wenig an "Der Clou" erinnert: "Sneakers - Die Lautlosen" war 1992 ein weiterer Kassenerfolg für Redford.

Miese Kritiken und eine Nominierung als "schlechtester Schauspieler": Die Zuschauer wollten 1993 trotzdem sehen, ob Diane (Demi Moore) auf "Ein unmoralisches Angebot" des reichen John Gage eingeht.

"Aus nächster Nähe", eine Story um zwei TV-Journalisten, die im harten Fernsehbusiness die Liebe zu bewahren versuchen, trieft vor Klischees. Dennoch ist der Film von 1996 eine hübsche Romanze.

Bei "Der Pferdeflüsterer" (1998) übernahm Redford erstmals Regie und Hauptrolle. Als Tom Booker besitzt er die Gabe, in die Seele der Pferde schauen zu können - und wurde von Millionen Kinobesucherinnen angeschmachtet.

In "Die letzte Festung" (2001) muss Robert Redford in seiner Rolle als General Irwin wegen Befehlsverweigerung ins Gefängnis. Wie er sich dort behauptet, ist sehenswert.

2002 erhielt Robert Redford einen Ehrenoscar der Academy. Als Schauspieler gewann er bislang tatsächlich keinen Oscar, für die Regie zu "Eine ganz normale Familie" wurde er 1981 ausgezeichnet.

Danach konnte lange Zeit kein Redford-Film begeistern - bis zu "All Is Lost" (2013): Als Segler, dessen beschädigte Yacht zu sinken droht, lieferte der damals 77-Jährige eine grandiose Leistung ab.

Für die Netflix-Produktion "Unsere Seelen bei Nacht" trafen sich 2017 der 81-jährige Robert Redford und die gut ein Jahr jüngere Jane Fonda noch einmal vor der Kamera.

"Ein Gauner & ein Gentleman" (2018), in dem Redford den Bankräuber Forrest Tucker spielt, ist derzeit der letzte Redford-Film - abgesehen von einem kurzen Auftritt in "Avengers: Endgame" (2019).