Urlaub

Nachhaltig reisen: Darauf müssen Sie achten

Tourismus ist für etwa fünf Prozent der globalen Emissionen verantwortlich - mit nachhaltigen Ideen und umweltbewusstem Verhalten kann aber auch unterwegs das Klima geschont werden.

Grundsätzlich gilt: je weiter weg der Urlaub, desto höher der CO2-Ausstoß. Fernreisen mit dem Flugzeug verantworten sehr hohe, klimaschädliche Emissionen.

Anstatt mit dem Flugzeug zu verreisen, kann auf das Fahrrad, Bahn oder Bus umgestiegen werden. Denn auch in der Nähe gibt es sicher Seen und Naturparks, die definitiv eine Reise wert sind.

Mit der Bahn können von Deutschland aus viele Ziele in Europa angefahren werden - ohne Stau oder Fahr-Stress. Zu den beliebten Bahn-Urlaubszielen zählen die Nord- und Ostsee, die Alpen und der Bodensee.

Auch am Urlaubsort kann die Umgebung ohne Leihauto erkundet werden: Öffentliche Verkehrsmittel, ein lokaler Fahrradverleih oder Fahrgemeinschaften helfen, das Reiseziel klimafreundlich zu erkunden.

Stichwort Slow Travel: Je weiter das Reiseziel weg ist, desto mehr Zeit sollte vor Ort eingeplant werden. Kurzurlaube weiter weg sind weniger nachhaltig. Fahren Sie lieber seltener weg, dafür länger.

Kreuzfahrtschiffe sind die größte Umweltsünde in der Touristik und eine enorme Belastung mit schwerwiegenden Folgen für die Umwelt. Eine Alternative: der Segeltrip.

Nicht nur für Ausflüge vor Ort sind Segelboote eine klimafreundliche Alternative: Buchen Sie zum Beispiel eine komplette Segelreise. Segeltörns sind etwa 18-mal umweltfreundlicher als Kreuzfahrten.

Die Reise mit einem Segelboot ist allein aus Platzmangel ressourcenschonend. Wasserreserven und Strom müssen sparsam verbraucht werden, die Versorgung findet oft mit frischen und lokalen Produkten statt.

Auch bei Unterkünften auf dem Land gibt es nachhaltige Optionen. Viele Bio-Hotels oder -Bauernhöfe haben sich auf einen nachhaltigen Betrieb mit ökologisch angebauten Lebensmitteln spezialisiert.

Durch sparsames und minimalistisches Packen für die Reise werden ebenfalls wichtige Ressourcen geschont. Wer weniger packt, spart Gewicht und dadurch Kraftstoff und Energie.

Nachhaltiges Packen gilt auch bei Verpackungen von Lebensmitteln und Getränken. Snacks können in wiederverwendbaren Behältern mitgenommen werden. Verzichten Sie auf Plastik und Wegwerfprodukte.

Vorsicht bei Sonnencremes: die UV-Filter Octinoxat und Oxybenzon können Korallen angreifen und bleichen, viele Cremes enthalten schädliches Mikroplastik. Nutzen Sie nur korallenfreundliche Cremes.

Auch Mülltrennung darf im Urlaub nicht vernachlässigt werden. Wer einen umweltfreundlichen Beitrag leisten will, nimmt nicht nur seinen eigenen Müll mit, sondern sammelt auch den von anderen auf.

Kaufen Sie in lokalen Geschäften oder auf Märkten und nur regionale und saisonale Produkte. Das ist nicht nur klimafreundlicher, sondern unterstützt auch die Wirtschaft im Urlaubsland.

Wer Handy, Tablet oder Kamera unterwegs aufladen muss, kann dafür Solar-Ladegeräte nutzen. Diese tragbaren und unabhängigen Stromquellen produzieren bei Sonneneinstrahlung sauberen Strom.

Reisen Sie außerhalb der Hauptsaison. Familien mit Kindern sind an die Ferien gebunden, aber für alle anderen ist Reisen außerhalb der Hauptreisezeiten entspannter und umweltfreundlicher.

Die Infrastruktur der Hauptsaison ist in der restlichen Zeit oft ungenutzt. Außerdem unterstützt Urlaub in der Nebensaison die Menschen vor Ort durch stabile Jahreseinkünfte.