Apple-Mitgründer

Das Leben von Steve Jobs

Steve Jobs wurde als Sohn zweier Studenten zur Adoption freigegeben. Er wuchs bei Paul und Clara Jobs in der Nachbarschaft des Silicon Valley auf. Schon als Kind war er an Elektronik interessiert.

1972 schloss er die Highschool ab und schrieb sich am Reed College in Portland ein. Das Studium brach er allerdings nach einem Semester wieder ab. Er habe das Geld seiner Adoptiveltern nicht für ein "bedeutungsloses Studium" verschwenden wollen, sagte er später.

Mitte 1974 reiste Steve Jobs auf der Suche nach "spiritueller Erleuchtung" nach Indien. Nach sieben Monaten kehrte er mit kahlrasiertem Kopf und in traditioneller indischer Bekleidung zurück. Seit seiner Zeit in Indien war Jobs praktizierender Zen-Buddhist.

1975 besuchten Steve Jobs und Steve Wozniak, ein Freund aus Schulzeiten, mehrere Meetings des Homebrew Computer Clubs, eine Art wöchentlicher Treffpunkt für Computer-Nerds im Silicon Valley – der Anfang der Apple-Geschichte.

Jobs und Wozniak gründeten 1976 zusammen mit Ronald Wayne, der das erste Logo zeichnete, die Apple Computer Company in Jobs' Garage in Los Altos, Kalifornien. Ihr erstes Produkt war der PC "Apple I", den sie für 666,66 US-Dollar verkauften.

In den 1970er Jahren ernährte sich Steve Jobs übrigens nach der strengen Ernährungsweise der Frutarier, wodurch auch der Name "Apple" entstand.

1977 brachten sie den Apple II, einen der ersten Heimcomputer, auf den Markt. 1980 folgte der Apple III, 1983 der Apple Lisa – der erste Computer mit Maus.

Dann begann die Entwicklung des "Macs": 1984 stellte Apple den Macintosh vor - der erste kommerziell erfolgreiche Computer mit grafischer Benutzeroberfläche. Der Name kommt übrigens von der Apfelsorte McIntosh.

Nach einem internen Streit mit John Sculley (Bild), den Jobs 1983 in das Unternehmen geholt hatte, verließ Jobs Apple und gründete eine neue Firma: NeXT, wieder ein Computerunternehmen. NeXT entwickelte vor allem Betriebssysteme.

Parallel zur Gründung von NeXT investierte Jobs mehr als fünf Millionen Dollar, um das Trickfilmstudio Pixar zu kaufen. Mit "Toy Story" gelang Pixar 1995 der erste große Erfolg. Der Börsengang des Studios machte Steve Jobs zum Milliardär.

1991 heiratete Jobs Laurene Powell, die beiden haben drei gemeinsame Kinder. Aus seiner Beziehung mit Highschool-Freundin Chrisann stammt die 1978 geborene Tochter Lisa Brennan-Jobs.

Ende 1996 wurde NeXT von Apple für 429 Millionen Dollar und 1,5 Millionen Apple-Aktien aufgekauft. Die Bedingung: Jobs kehrt nach elf Jahren zurück zu Apple. Und so entwickelte sich aus der NeXT-Software die Basis für die heutigen OS-Betriebssysteme.

Unter Jobs führte Apple 1998 den iMac ein, der den angeschlagenen Konzern wieder in die Gewinnzone katapultierte. Das "i" sollte für "internet, individual, instruct, inform, inspire" stehen. Inzwischen gibt es den PC in der neunten Generation.

Steve Jobs arbeitete bei Apple jahrelang für ein Jahresgehalt von einem Dollar, was ihm einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde als schlechtest bezahlter Geschäftsführer bescherte.

Diese Bescheidenheit zeigte sich auch in seiner Kleidung: Den langärmligen schwarzen Rollkragenpulli, Levi's 501-Jeans und New-Balance-Sneakern machte er zu seiner "Uniform".

Unter Steve Jobs entwickelte Apple in den 2000er Jahren mehrere revolutionäre Digital-Lifestyle-Produkte: 2001 den iPod, die Musik-Software iTunes, 2007 das iPhone und 2010 das iPad.

2003 wurde bei Steve Jobs Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert. Statt einer Operation und Chemotherapie, verfolgte Jobs alternative Heilungsmethoden wie vegane Ernährung, Akupunktur oder Pflanzenmedizin.

Im Januar 2011 übergab Jobs das Apple-Tagesgeschäft an Tim Cook, im August desselben Jahres trat er als CEO von Apple zurück. Am 5. Oktober starb Jobs schließlich an den Folgen seiner Krebserkrankung.

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