Fashion, Fernsehen & Furore

Deutschlands schillerndste Modedesigner

Der Fernsehstar unter den Modemachern: Bevor Guido Maria Kretschmer 2012 als Moderator der VOX-Show "Shopping Queen" zur TV-Größe avancierte, hatte er sich als Designer einen Namen gemacht.

"Supertalent" oder "Shopping Queen", Guido Mario Kretschmer gilt als TV-Allzweckwaffe in Sachen Mode und (Um-)Styling. Zuletzt war er mit "Guidos Wedding Race" im Fernsehen zu sehen.

Privat hat Kretschmer (rechts) sein Glück bereits gefunden: Seit 2018 ist er mit seinem langjährigen Partner Frank Mutters verheiratet.

Er arbeitete als Moderedakteur und Designer, gründete zwei Firmen ("Joop!" und "Wunderkind"), spielte in Filmen ("Suck my Dick", 2000) mit und war "GNTM"-Juror: Wolfgang Joop ist ein Multitalent.

Seit 2013 führt Joop eine Lebenspartnerschaft mit seinem langjährigen Partner Edwin Lemberg, von 1970 bis 1985 war er mit seiner Frau Karin verheiratet, sie haben zwei Töchter. Eine davon ist ...

... Jette Joop, welche bereits mit 28 Jahren ihre eigene Firma Jette Joop Europe gründete. Ähnlich wie ihr Vater beschränkte sich die studierte Industrie-Designerin nicht nur auf das Entwerfen von Mode.

Unter ihrem (Marken-)Namen bietet die 53-Jährige eine breite Produktpalette: Neben Mode, Schmuck und Parfüm verkauft sie unter anderem auch von ihr designte Taschenradios und Betten.

"Designer, Autor, Maler, Couturier, Multitalent und auf alle Fälle sehr pompöös": So beschreibt sich Harald Glööckler selbst. Extravaganter und schillernder tritt kein deutscher Modedesigner auf.

1990 gründeten Glööckler (rechts) und sein Lebenspartner Dieter Schroth die Modemarke "Pompöös". Zum TV-Star avancierte er ab 2004, als er begann, seine Produkte über Homeshopping-Kanäle zu vertreiben.

Auch sein Bekanntheitsgrad steigerte sich durch das Fernsehen: Michael Michalsky saß von 2016 bis 2018 neben Heidi Klum in der Jury von "Germany's next Topmodel".

Zuvor hatte er für zahlreiche Weltmarken gearbeitet, wie Levi Strauss, Adidas und MCM. 2006 gründete Michalsky sein eigenes Label, drei Jahre später nannte ihn die "Vogue" den "neuen deutschen Mode-Papst".

Seinen Durchbruch als Modedesigner feierte Philipp Plein, als er alte Militärjacken mit Swarovski-Totenköpfen bestickte. Bis heute sind Nieten und Steine sein Markenzeichen.

Plein ist beruflicher Quereinsteiger: Er hatte Jura studiert und zunächst Möbel produziert. Heute gilt er als einer der umsatzstärksten Luxusmode-Designer Deutschlands.

Sie ist eine Ausnahmeerscheinung in der Modewelt: Jil Sander sucht nicht die große Öffentlichkeit. "Weniger ist mehr" ist nicht nur das Motto ihrer klassisch-zeitlosen, minimalistischen Mode.

Bereits 1968 gründete Jil Sander die nach ihr benannte Modemarke, mit der sie in den 80er-Jahren weltberühmt wurde. Sie zog sich 2013 "aus familiären Gründen" aus der Modebranche zurück.

Er trat in große Fußstapfen: Willy Bogners Vater hatte die Firma für "Ski, Zubehör und Strickwaren aus Norwegen" bereits 1932 gegründet und vier Jahre später die deutsche Olympia-Mannschaft ausgestattet.

Das Geschäft seines Vaters, das Bogner 1977 übernahm und lange Zeit mit seiner 2017 verstorbenen Ehefrau Sonia leitete, wuchs unter seiner Führung zu einem der wichtigsten Modeunternehmen des Landes.

"Rudolph wollte protzen, das hat er nicht verheimlicht, nie", erklärte Senta Berger, zu Lebzeiten eine enge Freundin des 2005 ermordeten Modemachers Rudolph Moshammer, gegenüber der "Zeit".

Trotz seines Geschäfts auf der Münchner Maximilianstraße war Rudolph Moshammer weniger genialer Modeschöpfer als geliebtes Original mit großem Unterhaltungswert.

Bei aller Prunk- und Gefallsucht hatte Moshammer aber immer ein offenes Ohr für die "kleinen Leute" und ein Herz für die Schwachen: Sein Engagement für Münchner Obdachlose ist bis heute unvergessen.

An ihm kam zu Lebzeiten niemand vorbei: Karl Lagerfeld avancierte zu einer Kultfigur der internationalen Modeszene. Sonnenbrille, gepuderter Haarzopf und bissige Kommentare waren seine Markenzeichen.

Als Modeschöpfer arbeitete Karl Lagerfeld 35 Jahre lang für Chanel und kreierte acht Damenkollektionen pro Jahr. Daneben war er kreativer Kopf von Fendi und seines eigenen Labels Karl Lagerfeld.

Doch der im Februar 2019 verstorbene Lagerfeld war noch viel mehr: Dass er 2005 den Bambi für die "kreative Inszenierung seines eigenen Lebens als ästhetisches Gesamtkunstwerk" erhielt, sagt (fast) alles.

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