Siebenschläfer & Co.

Bauernregeln und was dahinter steckt

"Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen lang bestellt."

Der Siebenschläfertag am 27. Juni soll das Wetter für sieben Wochen vorhersehen. Das klappt laut Deutschem Wetterdienst auch - zumindest in 60 Prozent aller Fälle ...

Tatsächlich stellt sich in vielen Jahren zu dieser Zeit eine bestimmte sommerliche Großwetterlage in Deutschland ein, die den Witterungscharakter der folgenden Wochen vorgeben kann.

Die "Hundstage" beschreiben die sommerliche Periode vom 23. Juli bis 23. August. Laut der Bauernregel sollen genau diese Tage den kommenden Winter beeinflussen ...

Statistische Untersuchungen nach gibt es nur einen geringen Zusammenhang: Ein trockener und warmer Sommer zieht oft einen kalten Januar nach sich, November und Dezember sind jedoch nicht beeinflusst.

"Schafskälte"

Die Schafskälte umfasst die Zeit zwischen dem 1. und 25. Juni und bezeichnet einen Kälterückfall. Statistiken besagen, dass dieser mit bis zu 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit Mitte Juni eintrifft.

Das Phänomen bezieht sich tatsächlich auf Schafe. Traditionell scheren Hirten ihre Schafe zum Ende des Frühjahrs. Kommt dann der Kälterückfall, stehen Tiere ohne ihre wärmende Wolle da.

"Abendrot - Gutwetterbot, Morgenrot mit Regen droht."

Diese Weisheit hat viel Wahrheitsgehalt. Kommt die Sonne abends noch heraus, spricht das dafür, dass die Wolken und damit das schlechte Wetter abgezogen sind.

Tritt Morgenröte auf, kann das ein Zeichen für schlechtes Wetter sein - aber nur, wenn die Schlechtwetterwolken im Westen liegen und von der im Osten aufsteigenden Sonne angestrahlt werden.

"Ist der Oktober warm und fein, kommt ein scharfer Winter drein. Ist er aber nass und kühl, mild der Winter werden will."

Auf einen trockenen und warmen Oktober folgt tatsächlich sehr häufig ein kalter Januar, häufig auch ein sehr kalter Februar. Umgekehrt folgt auf einen zu kalten Oktober ein eher milder Jahresbeginn.

"Wie Bartholomäitag sich hält, so ist's auch im Herbst bestellt."

Der 24. August ist der Bartholomäitag. Wird es an diesem Tag außergewöhnlich warm, wird zu circa 75 Prozent auch der Herbst, besonders die Monate Oktober und November, relativ warm.

"Vor Nachtfrost du nicht sicher bist - bis Sophie vorüber ist."

Nach einem warmen Frühlingsbeginn kann es zwischen dem 11. und 15. Mai noch einmal zu Frost kommen. Grund dafür ist die "Kalte Sophie", die zu den Eisheiligen gehört.

Allerdings bedeutet das Ende der Eisheiligen keineswegs, dass es nicht mehr zu Frost kommen kann. Dieser ist Ende Mai sogar wahrscheinlicher als Mitte des Monats.

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