Kultfilm

Das wurde aus den "Das Boot"- Stars

Vor über 40 Jahren legte die U96 erstmals ab: 1981 feierte "Das Boot" seine Weltpremiere, Regisseur Wolfgang Petersen schuf ein Weltkriegsdrama, das (deutsche) Filmgeschichte schreiben sollte.

Für Regisseur Wolfgang Petersen war der Unterwasser-Ausflug ein sehr lukrativer Trip. Zwar war er schon vorher für Film und Fernsehen gern gebucht, doch nach "Das Boot" ging die Karriere steil bergauf.

Kurz nach "Das Boot" folgte "Die unendliche Geschichte". Seitdem drehte Wolfgang Petersen einen Hollywood-Blockbuster nach dem anderen, u.a. "In the Line of Fire", "Air Force One", "Outbreak" und "Troja".

Jürgen Prochnow war der namhafte Star von "Das Boot" und hatte zum Start des Films schon eine beachtliche Karriere als Theater- und Filmschauspieler hinter sich.

Die Rolle des "Kaleun" verhalf Jürgen Prochnow zu einem gewaltigen Schub und zum Sprung nach Hollywood. Filme wie "Judge Dredd", "Der englische Patient" und "Air Force One" zieren seine Vita.

Dem Theaterschauspieler Klaus Wennemann, der mit Prochnow die Schauspielschule besucht hatte, gelang als Leitender Ingenieur (LI) Fritz Grade in "Das Boot" ebenfalls der Durchbruch beim Film.

Wennemann übernahm 1984 die Hauptrolle in der TV-Serie "Der Fahnder", anschließend ermittelte er u.a. als Pfarrer in "Schwarz greift ein" (Bild). Er verstarb im Jahr 2000 an Lungenkrebs.

Auch Hubertus Bengsch kam vom Theater, bevor er als 1. (namenloser) Wachoffizier in "Das Boot" mitspielte. Er machte ebenfalls seinen Weg - allerdings eher hinter den Kulissen.

Als Synchronspecher ist Hubertus Bengsch ein gefragter Mann: Seit "Pretty Woman" (1990) ist er die deutsche Stimme von Richard Gere (Bild).

Martin Semmelrogge hatte sich bereits als TV-Bösewicht einen Namen gemacht und zeigte auch als "Nummer Zwo" in "Das Boot" sein großes Potenzial. Doch der heute 65-Jährige stand sich oft selbst im Weg.

Semmelrogge wurde wegen diverser Delikte mehrfach verurteilt, konnte aber als Schauspieler, z.B. in "Schindlers Liste", immer wieder überzeugen. Zuletzt war er viel in Reality-Formaten zu sehen.

Zunächst ist er das Gespött der Mannschaft, dann erlebt er die Gräuel des Krieges hautnah: Herbert Grönemeyer spielte den jungen Kriegsberichterstatter Leutnant Werner.

Nach "Das Boot" konzentrierte sich Grönemeyer auf seine Musikkarriere - zu Recht. Mit dem Album "Bochum" (1984) kam der kommerzielle Durchbruch. Heute ist er einer der populärsten Musiker Deutschlands.

Die Anspannung steht ihm in sein (bis heute bekanntes) Gesicht geschrieben: Uwe Ochsenknecht spielte Bootsmann Lamprecht, bis heute ist ihm der Erfolg treu geblieben.

Vier Jahre nach "Das Boot" gelang Ochsenknecht der Durchbruch mit der Komödie "Männer". Auch als Hitler-Tagebuchfälscher in "Schtonk!" blieb er dem Publikum im Gedächtnis.

In der Rolle des Bootsmaats Pilgrim versuchte er zu retten, was zu retten ist: Jan Fedder war ein völlig unbeschriebenes Blatt, als er zur U96-Crew stieß. Das änderte sich jedoch ...

Jan Fedder machte seit 1992 den Kiezpolizisten Dirk Matthies im "Großstadtrevier" zum Aushängeschild der Stadt Hamburg. 2019 erlag er den Folgen einer Krebserkrankung.

Das Talent von Claude-Oliver Rudolph wurde schon früh erkannt. Durch seine Rolle als Dieselheizer Ario in "Das Boot" prägten sich seine markanten Gesichtszüge bei einem breiteren Publikum ein ...

Bis heute ist Claude-Oliver Rudolph ein bekanntes Gesicht in TV und Film und wird gerne als Haudrauf und Bösewicht besetzt. In "Die Welt ist nicht genug" legte er sich sogar mit James Bond an.

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