Kühlschrank oder nicht?

Obst und Gemüse richtig lagern

Manche Obst- und Gemüsesorten können sich einfach nicht riechen und sollten separat gelagert werden. Das liegt an dem Reifegas Ethylen, welches dafür sorgt, dass der Reifeprozess beschleunigt wird.

Äpfel, Avocados, Bananen, Birnen, Pfirsiche, reife Kiwis, Aprikosen, Nektarinen und Zwetschgen sind starke Ethylen-Produzenten. Lagern Sie Obst und Gemüse in deren Nähe, verderben sie schneller.

Einige Gemüsesorten produzieren ebenfalls Ethylen, allen voran die Tomate. Auch Broccoli, Kartoffeln, Gurken, Blumenkohl, Rosenkohl, Lauch, Paprika, Pilze und Spinat gehören dazu.

Äpfel fühlen sich im kühlen, dunklen Keller am wohlsten und können dort über Monate gelagert werden. Der Kühlschrank sollte nur als Notlösung dienen, falls Sie keine geeignete Vorratskammer haben.

Auch die Birne mag es kühl und dunkel, reife Birnen sollten jedoch im Kühlschrank aufbewahrt werden. Vorsicht: Birnen nehmen schnell Fremdgerüche an. Lagern Sie sie besser nicht neben Käse.

Bananen gehören nicht in den Kühlschrank: Durch Kälte verlieren sie Aroma und verfärben sich. Im Vorratsraum lassen sie sich ca. eine Woche aufbewahren, reifen aber durch Sonnenlicht schnell nach.

Zitrusfrüchte wie Orangen und Mandarinen sind Südfrüchte - das bedeutet, sie brauchen keine Kälte und verlieren im Kühlschrank sogar ihren Geschmack. Mäßige Temperaturen im Vorratsregal sind ideal.

Kirschen können Sie getrost kühl genießen. Sie halten sich am besten im Kühlschrank (mit Stiel!) und sollten innerhalb von drei Tagen verzehrt werden.

Gurken sind kälteempfindlich und sollten nie unter 12 Grad gelagert werden, sonst werden sie wässrig und weich. In einer dunklen Ecke in einer nicht zu kalten Vorratskammer halten sie sich länger.

Werden Kartoffeln falsch gelagert, z.B. an einem zu hellen Ort, fangen sie an zu keimen. Sie mögen es kühl, circa vier bis acht Grad, und noch dazu dunkel und trocken.

Auch Knoblauch sollte kühl, trocken und dunkel gelagert werden. Der Kühlschrank ist tabu: luftdichte Behälter sorgen dafür, dass er vergammelt. Besser sind Keramikbehälter mit Luftlöchern.

Bei frischen Karotten entfernen Sie zunächst das Grünzeug, denn es entzieht dem Gemüse Feuchtigkeit. Im Gemüsefach des Kühlschranks fühlen sich Karotten sehr wohl und halten bis zu vier Wochen.

Bei Radieschen sollten Sie auch das Grün entfernen, dann halten sie sich länger. Wickeln Sie sie in ein feuchtes Küchentuch und legen Sie sie in das Gemüsefach im Kühlschrank.

Paprika darf ebenso ins Gemüsefach des Kühlschranks, vorausgesetzt es ist nicht zu kalt eingestellt: Bei zu niedrigen Temperaturen verdirbt Paprika schneller. Sie hält rund eine Woche im Kühlschrank.

Tomaten sind wählerisch: Ist es zu warm verfaulen sie schneller, ist es zu kalt, verlieren sie Aroma. Tomaten sollten in einem gut belüfteten Raum schattig bis dunkel bei 12 bis 16 Grad gelagert werden.

Erdbeeren, Heidelbeeren und Johannisbeeren müssen sehr schnell nach dem Kauf verzehrt werden. Ungekühlt halten sie nur einen Tag, im Kühlschrank im Gemüsefach bis zu fünf Tage, je nach Sorte.

Salat mag es kühl und dunkel und gehört in den Kühlschrank. Mit Frischhaltefolie oder mit einem feuchten Tuch umwickelt bleibt er länger frisch. Lagern Sie Salat zu lange, verliert er Vitamine.

Was tun mit gekauften Kräutern? Entfernen Sie zunächst das Gummiband vom Bund, benetzen die Kräuter mit Wasser und bewahren sie am besten lose in einer Plastikdose im Kühlschrank auf.

Auberginen im Kühlschrank aufzubewahren ist ein fataler Fehler. Sie sind sehr kälteempfindlich und sollten niemals unter zehn Grad gelagert werden.

Auch Avocados haben nichts im Kühlschrank zu suchen. Durch die hohe Ethylen-Produktion sollten sie zudem getrennt von anderen Obst- und Gemüsesorten aufbewahrt werden.

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