Haushalt

Was hilft gegen Silberfischchen?

Silberfischchen sind kein seltenes Übel. Die kleinen Insekten krabbeln aus Rohr- und Wasserleitungen und fühlen sich in feuchtwarmen Räumen mit zu hoher Luftfeuchtigkeit, z.B. Bad und Küche, wohl.

Außerdem halten sich Silberfischchen gern in Räumen mit feuchten Wänden wie dem Badezimmer auf, da sie sich neben Zucker auch von Schimmel ernähren. Erste Gegenmaßnahme ist richtiges Lüften und Heizen.

So gilt die kleine Plage als Alarmsignal, wenn Schimmel und falsches Heiz- und Lüftungsverhalten das eigentliche Problem sind. Vor allem Badezimmer sollten nach dem Duschen immer gut gelüftet werden.

Ein gesundes Raumklima wird mit konsequentem Stoßlüften erreicht. Dafür sollten die Fenster in der Wohnung täglich mehrmals für zehn Minuten weit geöffnet werden. Im Winter reichen fünf Minuten.

Silberfischchen meiden nicht nur trockene Räume, sondern auch Licht. Sie verstecken sich am liebsten in dunklen Ecken, in Ritzen, kaputten Fugen oder auch unter Fußleisten und hinter Tapeten.

Eine vorbeugende Maßnahme ist das Verschließen und Reparieren dieser möglichen Schlupflöcher. Nutzen Sie für Fugen z.B. Silikon, um Verstecke komplett zu versperren.

Vor allem in den Herbst- und Wintermonaten treten Silberfischchen vermehrt in Wohnungen auf. Grund ist die höhere Luftfeuchtigkeit in Innenräumen, da man im Winter oft weniger lüftet.

Eine Maßnahme bei Silberfischchen-Befall: Lebensmittel verschließen und Krümel und Dreck sorgfältig vom Boden entfernen. Ohne ihre Hauptnahrung suchen sich die Insekten mit Glück eine neue Bleibe.

Häufig werden Hausmittel wie Lavendel, Zitrone oder Essig gegen Silberfischchen eingesetzt. Doch diese Gerüche vertreiben die Insekten nicht, sondern lassen sie nur in eine andere Ecke ziehen.

In Häusern wandern die Insekten auch gerne in die nächstgelegene Etagenwohnung und suchen sich dort ein neues, dunkles Zuhause. Was hilft also neben Lüften und Heizen gegen die krabbelnde Plage?

Eine Mischung aus Zucker und Backpulver lockt Silberfischchen an und wird zur tödlichen Falle. Denn gelangt das Backpulver in die Insekten, blähen die Schädlinge auf und sterben.

Für Klebefallen bestreichen Sie Backpapier-Streifen mit Honig und legen Sie über Nacht aus. Die Köderstreifen werden, einmal betreten, zur tödlichen Klebefalle für Silberfischchen.

Auch halbierte und ausgehöhlte, rohe Kartoffeln dienen als Falle. Legen Sie die Kartoffel mit der flachen Seite auf ein Papier. Die Tiere sammeln sich darunter und können leicht entsorgt werden.

Ebenfalls geeignet: Mineralpulver wie Kieselgur oder Diatomeenerde. Wenn die Tierchen mit dem scharfen und porösen Pulver in Berührung kommen, wird ihr Panzer verletzt, die Insekten trocknen aus.

Am besten wird das Mineralpulver, wie jedes andere Mittel auch, direkt vor den bevorzugten Rückzugsorten der Insekten, wie etwa Ritzen und Spalten an Böden oder Wänden, verteilt.

Von Sprays oder giftigen Mitteln gegen Silberfischchen wird generell abgeraten. Diese Art der Schädlingsbekämpfung ist meistens vor allem für Kleinkinder und Haustiere gesundheitsschädigend.

Regelmäßiges Staubsaugen hilft, um den Insekten eine ihrer Nahrungsquellen in Form von Staub und organischen Substanzen zu rauben. Denken Sie nicht nur an den Boden, sondern auch an Regale und Betten.

Gegen Silberfischchen im Bett hilft neben regelmäßigem Stoßlüften auch das Waschen der Bettwäsche bei 60 Grad. Bei starkem Befall muss die Matratze professionell gereinigt werden.

Gegen eine hartnäckige Silberfischchen-Plage in der Küche hilft, die Dunstabzugshaube vor allem beim Kochen laufen zu lassen. Dadurch wird Dampf minimiert und die Luftfeuchtigkeit im Raum gedrosselt.

Im Bad sollten keine feuchten Textilien wie Badvorleger, Handtücher oder Waschlappen auf dem Boden liegen gelassen werden. Auch Duschwände und nasse Fliesen sollten nach dem Baden trocken gewischt werden.

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