Für Körperpflege und Haushalt

Das alles kann das Multitalent Kernseife

Ob Fettfleck oder Nagelbettentzündung: Seit einer Weile wird wieder häufiger die gute alte Kernseife empfohlen. Was unterscheidet sie von anderen Seifen und wie und wann kann man sie gezielt einsetzen?

Kernseife wird vor allem aus tierischen Fetten oder Palmöl gewonnen. Hochwertigere Produkte, die sich besser mit dem Öko-Gewissen vereinbaren lassen, werden zum Beispiel aus Olivenöl oder Kokosöl hergestellt.

Bei der Herstellung spielt Salz eine entscheidende Rolle: Indem es der in Wasser gekochten Seifenmasse zugegeben wird, trennt sich der Seifenkern (daher der Name) von anderen Inhaltsstoffen.

Kernseife hat einige Vorteile: Sie ist besonders hart, sehr ergiebig und wirkt entfettend. Außerdem ist sie in ihrer puren Form frei von Zusätzen wie Parfum oder Farbstoffen.

Allergiker können Kernseife relativ bedenkenlos nutzen, ob beim Händewaschen oder Duschen. Wegen der entfettenden Wirkung ist die regelmäßige Verwendung nicht bei trockener Haut zu empfehlen.

Sind die Hände mit Erde und Gras, Farbe oder Schmieröl verschmutzt, kann die Kernseife wahre Wunder bei der Reinigung bewirken.

Bei fettiger, unreiner und zu Pickeln neigender Haut kann Kernseife das Hautbild verfeinern. Neben der entfettenden Wirkung hat sie auch eine antiseptische. Doch auch hier gilt: Vorsicht bei trockener Haut.

Kernseife unterstützt bei der Fußpflege, da sie die Haut aufweicht. Das hilft bei Behandlung von Hornhaut oder Hühneraugen. Einfach ein Stück Kernseife ins warme Wasser reiben, fertig ist die Wellness-Einheit.

Weil die Kernseife auch entzündungshemmend wirkt, wird beispielsweise bei Nagelbettentzündungen ebenfalls ein Kernseife-Bad für die Füße empfohlen - oder auch für die Finger. Zehn bis zwanzig Minuten genügen.

Nach einem Bad in warmer Kernseifenlauge lassen sich auch Splitter leichter aus der Haut entfernen. Die Seife wirkt doppelt positiv: Die Stelle wird gereinigt und antiseptisch behandelt, die Haut wird weicher.

Flecken auf dem Lieblingsshirt nimmt die Kernseife ebenfalls ihren Schrecken: Sie wirkt gegen so gefürchtete Spuren wie die von Gras, Obst, Gemüse, Schokolade, Blut oder Fett auf Textilien.

Behandeln Sie bei diesen Flecken das Kleidungsstück mit Kernseife vor, ehe es gewaschen wird. Einfach die entsprechende Stelle anfeuchten und mit Kernseife einreiben. Nach wenigen Minuten Einwirkzeit ...

... zusammen mit der übrigen Wäsche in die Waschmaschine geben. Kernseife eignet sich auch als Waschmittel. Entweder etwas pur ins Waschmittelfach reiben oder mit Wasser und Natron zu Flüssigwaschmittel anmischen.

Auf die gleiche Weise lässt sich ein Allzweckreiniger zubereiten. Aber auch pur kann die Kernseife zum Beispiel in der Küche wieder für blanke Oberflächen sorgen, insbesondere beim Herd und auf Edelstahl.

Auch Pinsel voller Ölfarbe oder Kosmetikpinsel werden mit Kernseife wieder sauber. Den angefeuchteten Pinsel über die Seife streichen, bis es schäumt, dann auswaschen - so lange, bis er wieder sauber ist.

Kernseife wirkt gegen Pflanzenschädlinge wie Blattläuse. Wischen Sie entweder die Blätter mit einem Gemisch aus Kernseife und Wasser ab oder besprühen Sie sie mit einer weniger konzentrierten Mischung.

Platzsparender und umweltfreundlicher Nebeneffekt der Kernseife: Mit einem Stück Seife lassen sich theoretisch gleich mehrere Flaschen und Behälter im Badezimmer- und Putzmittelschrank ersetzen.

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